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Deutsche Sprache und Literatur im Haupt- und NebenfachDas Fach Deutsche Sprache und Literatur kann im Rahmen eines Bachelor-Studiengangs wahlweise als Hauptfach oder als Nebenfach studiert werden. Die Zulassung zum Haupt- und Nebenfach ist zulassungsbeschränkt. Die Regelstudienzeit beträgt in Haupt- und Nebenfach sechs Semester. Das Fach besteht aus den Teilfächern Deutsche Sprache (Linguistik des Deutschen) (DS) , Ältere deutsche Literatur (ÄdL), Neuere deutsche Literatur (NdL) als obligatorischem Kern des Hauptfachstudiums sowie dem fakultativen Teilfach Niederdeutsche Sprache und Literatur (NdSL). Eine Besonderheit des Faches Germanistik an der Hamburger Universität besteht darin, dass sowohl innerhalb des Hauptfach- als auch des Nebenfachstudiums Schwerpunkte gewählt werden können. Zu diesen Studienschwerpunkten zählen Theater und Medien (T/M), Interkulturelle Literaturwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache (IntLit/DaF) sowie Niederdeutsche Sprache und Literatur (NdSL). Allgemeine Informationen zum Fach Deutsche Sprache und Literatur Download: Studien- und Modulhandbuch Deutsche Sprache und Literatur (8. Auflage, WiSe 2011/12)
1. StudienzieleDas Studium des Faches Deutsche Sprache und Literatur im Hauptfach soll zu einer theorie- und methodengeleiteten kritisch-reflexiven Analyse der deutschen Sprache und Literatur in ihrer unterschiedlichen medialen Verfasstheit und im Kontext der europäischen Sprachen und Literaturen qualifizieren. Angestrebt wird die Fähigkeit zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten sowie zur mündlichen und schriftlichen Darstellung der Ergebnisse. Zugleich sollen kommunikative, kulturelle und mediale Kompetenzen als Schlüsselqualifikationen für verschiedene Berufsfelder ausgebildet werden. Im Nebenfachstudium werden diese Qualifikationsziele durch den Erwerb grundlegender Fertigkeiten und Kenntnisse in zwei der drei obligatorischen Teilfächer erreicht. Die theoretischen und methodischen Grundkenntnisse, welche die Studierenden in der Einführungsphase in den drei Teilfächern Deutsche Sprache, Ältere deutsche Literatur und Neuere deutsche Literatur erwerben, bilden die Basis für die anschließende Aufbauphase. Darüber hinaus werden die notwendigen Grundkompetenzen für das wissenschaftliche Arbeiten vermittelt. In der Aufbauphase erfolgt die systematische Erweiterung der analytischen Fähigkeiten. Diese Phase hat das Ziel, differenzierte Einsichten in die Komplexität und in die theoretische Vielfalt der jeweiligen Gegenstände zu verschaffen. In Projektseminaren, die empirische Forschung und Berufsfelderkundung im Konzept des forschenden Lernens verbinden, sollen zugleich Praxiserfahrungen in verschiedenen Tätigkeitsfeldern gesammelt werden. In der Vertiefungsphase des Studiums sollen die Studierenden, dem Prinzip des forschenden und exemplarischen Lernens folgend, eigenständig vertiefenden Fragestellungen nachgehen. Die Studierenden sollen fundierte wissenschaftliche Kompetenzen als Voraussetzung für die Zulassung zu einem Master-Studiengang sowie als Basis für die berufliche Praxis erwerben. Durch die Wahl entsprechender Module können die Schwerpunkte Theater und Medien , Interkulturelle Literaturwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache sowie Niederdeutsche Sprache und Literatur studiert werden, in denen grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse des jeweiligen Schwerpunkts erworben werden.
2. StudieninhalteGegenstände des Faches sind die deutsche Sprache und Literatur in ihrer unterschiedlichen medialen Verfasstheit. Sie werden nach Inhalten, Formen und Funktionen sowie in ihren historischen und aktuellen Beziehungen zu anderen Sprachen, Literaturen und Kulturen untersucht. Aufgabe des Teilfaches Deutsche Sprache ist die wissenschaftliche Befassung mit der Struktur und Funktion des Deutschen in seiner gegenwärtigen Ausprägung und geschichtlichen Entwicklung - als Mittel der Kommunikation und des Denkens, als spezifischer Sprachtyp und als Medium historisch-gesellschaftlicher Praxis und Identität. Das Teilfach Ältere deutsche Literatur ist als Teilgebiet der deutschen Literatur zugleich Teilgebiet einer fächerübergreifenden Mediävistik. Zu den Gegenstandsbereichen zählen zum einen die deutsche Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit (9. bis 16. Jahrhundert) im Kontext ihrer gesellschafts- und kulturhistorischen sowie interkulturellen Entstehungs-, Überlieferungs- und Wirkungszusammenhänge und zum anderen die theoretische Fundierung sowie die wissenschaftliche Methodik zur Analyse von Texten und literarhistorischen Prozessen. Die deutschsprachige Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart steht im Mittelpunkt des Teilfaches Neuere deutsche Literatur . Gegenstände der Neueren deutschen Literatur sind fast alle Formen des geschriebenen Wortes, von fiktionalen Texten mit künstlerischer Sprachverwendung bis hin zur Unterhaltungs- und Trivialliteratur sowie die systematischen und historischen Zusammenhänge von Entstehung, Vermittlung, Wertung, Interpretation und Analyse von Literatur. Das Studium des Teilfaches Niederdeutsche Sprache und Literatur dient dem Erwerb einer regionalspezifischen kulturellen Kompetenz. Es erschließt das gemeinsame Wissen einer nordeuropäischen, vor allem hansisch und städtisch geprägten Gesellschaft im Mittelalter und in der frühen Neuzeit und thematisiert die aktuelle Entwicklung der regionalen Sprache und Kultur in Norddeutschland. Das Studienangebot im Schwerpunkt Theater und Medien soll im Bereich "Theater" die theoretischen, geschichtlichen und kulturellen Perspektiven des Mediums Theater für die wissenschaftliche Reflexion und die praxisbezogene Arbeit erschließen, und umfasst im Bereich "Medien" die Analyse von Medienprodukten (Filme, Fernseh- und Radiosendungen, Videoproduktionen usw.), Mediengeschichte, Medientheorie sowie die Programm- und Institutionenanalyse. Der Studienschwerpunkt Interkulturelle Literaturwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache behandelt die deutsche Sprache als Gegenstand der Fremdsprachenvermittlung und als Kommunikationsmittel im Rahmen der mehrsprachigen bzw. interkulturellen Kommunikation. Im Teilbereich Interkulturelle Literaturwissenschaft werden Texte und Medien, in denen die ästhetische Inszenierung und Reflexion der unterschiedlichen Formen und Konflikte der Kulturbegegnung konstitutiv sind, untersucht. Im Teilbereich Deutsch als Fremdsprache werden Strukturen des Deutschen hinsichtlich ihrer Form und ihrer Funktion behandelt und mit Blick auf eine Vermittlung analysiert.
3. StudienstrukturDer BA-Studiengang Deutsche Sprache und Literatur im Hauptfach ist so aufgebaut, dass die Studierenden in der Einführungsphase (1. bis 3. Semester) drei Einführungsmodule, in der Aufbauphase (2. bis 5. Semester) vier Aufbaumodule und in der Vertiefungsphase (4. bis 5. Semester) zwei Vertiefungsmodule absolvieren. In der Prüfungsphase des Studiums (6. Semester) wird das Abschlussmodul, bestehend aus einem Examenskolloquium, der Bachelor-Arbeit und der mündlichen Abschlussprüfung, belegt. Der BA-Studiengang kann im Hauptfach in zwei Varianten studiert werden. Beide Varianten ermöglichen grundsätzlich die Fortsetzung des Studiums zum MA-Abschluss. Unterschiede liegen in der Gestaltung der Aufbauphase. Variante I (Studiengang-Tableau a) erschließt das Fach in seiner Breite (drei obligatorische Teilfächer in der Aufbauphase) und ist primär auf einen konsekutiven MA-Studiengang im Bereich Deutsche Sprache und Literatur ausgerichtet. Variante II (Studiengang-Tableau b) eröffnet individuelle Wahlmöglichkeiten zur Vertiefung eines Teilbereichs (zwei obligatorische Teilfächer in der Aufbauphase) im Hinblick auf eine spätere Berufstätigkeit. Wird im Hauptfachstudium Deutsche Sprache und Literatur eine Schwerpunktbildung vorgenommen, müssen drei der sechs Module innerhalb der Aufbau- und Vertiefungsphase in einem der drei Schwerpunkte Theater und Medien, Interkulturelle Literaturwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache sowie Niederdeutsche Sprache und Literatur belegt werden, davon zwei Module in der Aufbau- und ein Modul in der Vertiefungsphase (Studiengang-Tableaus c, d und e). Im BA-Studiengang Deutsche Sprache und Literatur im Nebenfach werden insgesamt fünf Module studiert, davon zwei Einführungs- und zwei Aufbaumodule sowie ein Vertiefungsmodul. Die Module werden in zwei der drei obligatorischen Teilfächer absolviert. Die Wahl erfolgt in der Einführungsphase. Zudem kann wie im Hauptfach eine Schwerpunktbildung vorgenommen werden. In diesem Fall müssen ein Modul der Aufbauphase und das Vertiefungsmodul in einem der drei Schwerpunkte Theater und Medien, Interkulturelle Literaturwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache sowie Niederdeutsche Sprache und Literatur belegt werden. Es werden dieselben Module angeboten wie im Hauptfach (Studiengang-Tableau Nebenfach).
4. BerufsmöglichkeitenDas Bachelor-Studium eröffnet Zugangsmöglichkeiten zu einem breiten Spektrum von Berufen, die freilich nur eine begrenzte Zahl von Absolventinnen und Absolventen der Geisteswissenschaften aufnehmen. Als außerschulische Berufsbereiche kommen beispielsweise in Frage:
Der Arbeitsmarkt für Studierende der Geisteswissenschaften unterliegt Schwankungen und ändert sich ständig. Studierende sollten sich sowohl vor Aufnahme als auch während des Studiums über spätere Berufsmöglichkeiten informieren und ihre Studienabsichten im Hinblick auf eine aussichtsreiche Fächerwahl bzw. nützliche Zusatzqualifikationen überprüfen. Dabei werden sie von der Arbeitsstelle Studium und Beruf und durch das obligatorische Lehrangebot im Curricularbereich Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen (ABK) unterstützt.
Anschrift und KontaktInstitut für Germanistik I - Deutsche Sprache und Ältere deutsche Literatur Telefon: 040/42838- 4779
Institut
für Germanistik II - Neuere deutsche Literatur und Medienkultur
Telefon: 040/42838- 4824 BA-Beauftragte für das Fach Deutsche Sprache
und Literatur Professor Dr. Ingrid Schröder (Institut für Germanistik I) Telefon: 040 / 42839-2723 Professor Dr. Jan Christoph Meister (Institut für Germanistik II) Telefon: 040 / 42839-2972
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| Impressum | Letzte Änderung: 06. September 2011 |