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Finnougristik / Uralistik im Haupt- und Nebenfach

Das Fach Finnougristik / Uralistik kann im Rahmen eines Bachelorstudiengangs wahlweise als Hauptfach oder als Nebenfach studiert werden. Die Regelstudienzeit beträgt im Haupt- und Nebenfach sieben Semester. Eine Besonderheit des Faches Finnougristik / Uralistik an der Universität Hamburg ist die Möglichkeit, sowohl innerhalb des Hauptfach- als auch des Nebenfachstudiums eines der beiden Fachprofile Ostseefennistik und Hungarologie schwerpunktmäßig zu belegen. Ein Teil der Module im Bereich der Finnougristik / Uralistik bildet den obligatorischen Kern sowohl des Haupt- als auch des Nebenfachstudiums und ist für Studierende beider Fachprofile gleichermaßen verpflichtend. Weitere Module sind den jeweiligen Fachprofilen zugeordnet.

Allgemeine Informationen zum Fach Finnougristik / Uralistik:

  1. Studienziele
  2. Studieninhalte
  3. Studienstruktur
  4. Berufsmöglichkeiten

Module im ABK-Bereich

Anschrift und Kontakt

Download: Studien- und Modulhandbuch Finnougristik / Uralistik (8. Auflage, korrigiert, WiSe 2011/12)

 

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1. Studienziele

Der BA-Studiengang zielt auf den Erwerb umfassender (im Hauptfach) oder selektiver (im Nebenfach) fachlicher Kenntnisse, Methoden und Fähigkeiten im Bereich der Finnougristik / Uralistik. Er dient der Vorbereitung auf berufliche Tätigkeiten, in denen eine angemessene Sprach­fähigkeit sowie eine Vertrautheit mit den soziokulturellen Verhältnissen der jeweiligen Sprachräume erforderlich sind. Zugleich sollen im BA-Studiengang Finnougristik / Uralistik kommunikative, kulturelle und mediale Kompetenzen als Schlüsselqualifikationen für verschiedene Berufsfelder ausgebildet werden. Angestrebt wird die Befähigung zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten und zur angemessenen mündlichen und schriftlichen Darstellung der Arbeitsergebnisse.

Im Mittelpunkt der sprachpraktischen Ausbildung stehen die Sprachen der drei finnisch-ugrischen Völker Europas mit eigener Staatlichkeit: das Finnische, das Estnische und das Ungarische. Der Erwerb ausgezeichneter (im Hauptfach) oder gründlicher (im Nebenfach) Sprachkenntnisse des Finnischen (Fachprofil Ostseefennistik) bzw. des Ungarischen (Fachprofil Hungarologie) stellt eine wichtige Basiskompetenz für künftige Berufsfelder dar.

Grundlegende theoretische und methodische Kenntnisse erwerben die Studierenden in der Einführungsphase und in der Aufbauphase des Studiums. Darüber hinaus werden die notwendigen Voraussetzungen für das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten vermittelt.

In der Vertiefungsphase des Studiums sollen die Studierenden, dem Prinzip des forschenden und exemplarischen Lernens folgend, eigenständig vertiefenden Fragestellungen nachgehen. Die Studierenden sollen dabei fundierte wissenschaftliche Kompetenzen sowohl als Voraussetzung für die Zulassung zu einem Master-Studiengang als auch für die spätere berufliche Praxis erwerben. In Projektseminaren, in denen sich empirische Forschung und Berufsfelderkundung im Konzept des forschenden Lernens verbindet, sammeln die Studierenden zugleich Praxiserfahrungen in verschiedenen Tätigkeitsfeldern.

Durch die Auswahl verschiedener Wahlpflichtmodule können in der Vertiefungsphase je nach individueller Neigung und persönlichem Interesse spezialisierte Fertigkeiten und Kenntnisse im Bereich der Finnougristik / Uralistik erworben werden.

 

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2. Studieninhalte

Gegenstände des Faches sind die Sprachen und Kulturen der finnisch-ugrischen / uralischen Völker in ihrer Gegenwart und Geschichte sowie in ihren Beziehungen zu anderen Sprachen und Kulturen.

Aufgabe des Fachprofils Ostseefennistik ist die wissenschaftliche Befassung mit den Sprachen, der Literatur, der Kultur, der Geschichte und den soziokultu­rellen Verhältnissen des finnischen und estnischen Sprachraums, begleitet vom Erwerb praktischer Kenntnisse der finnischen sowie der estnischen Sprache. Im Nebenfachstudium ist der Erwerb estnischer Sprachkenntnisse fakultativ.

Aufgabe des Fachprofils Hungarologie ist die wissenschaftliche Befassung mit der Sprache, der Literatur, der Kultur, der Geschichte und den soziokultu­rellen Verhältnissen Ungarns (unter starker Berücksichtigung der angren­zen­den Gebiete, in denen das Ungarische von Minderheitengruppen gesprochen wird), begleitet vom Erwerb praktischer Kenntnisse der ungarischen Sprache.

Die Ausbildung wird durch die Vermittlung von Grundlagen der allgemeinen Finnougristik / Uralistik und Grundkenntnissen über die Sprachen und Völker der uralischen Sprachfamilie, die sich geographisch über große Gebiete Ost- und Nordeuropas sowie Sibiriens erstreckt, ergänzt.

 

3. Studienstruktur

Die Wahl eines der beiden Fachprofile, Ostseefennistik und Hungarologie, erfolgt zu Beginn des Studiums.

Der BA-Studiengang Finnougristik / Uralistik im Hauptfach ist so aufgebaut, dass die Studierenden in der Einführungsphase fünf Einführungsmodule, in der Aufbauphase vier Aufbaumodule und in der Vertiefungsphase (frühestens ab dem 3. Semester) drei Vertiefungsmodule absolvieren. In der Prüfungsphase des Studiums (im 7. Semester) wird das Abschlussmodul, bestehend aus einem Examenskolloquium, dem Anfertigen der Bachelor-Arbeit und der Ablegung der mündlichen Abschlussprüfung, belegt.

Im BA-Studiengang Finnougristik / Uralistik im Nebenfach werden insgesamt acht Module studiert, davon fünf Einführungs- und zwei Aufbaumodule sowie ein Vertiefungsmodul.

In der Vertiefungsphase besteht die Möglichkeit der Wahl zwischen verschiedenen Vertiefungsmodulen. Im Hauptfachstudium ist die Absolvierung eines Moduls aus der Gruppe A (Historisch-vergleichende Finnougristik oder Sprachtypologie und beschreibende Finnougristik oder finnisch-ugrische/ uralische Ethno- und Soziolinguistik) sowie eines Moduls aus der Gruppe B (Literaturwissenschaft oder Landeskunde oder Kulturkunde für Studierende der Finnougristik / Uralistik ) erforderlich. Im Nebenfachstudium muss ein Vertiefungsmodul aus einer der beiden Gruppen gewählt werden.

 

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4. Berufsmöglichkeiten

Außer den Tätigkeiten im akademischen Bereich und in Forschungseinrichtungen im In- und Ausland gibt es nur wenig Berufe, die explizit eine wissenschaftliche Ausbildung im Fach Finnougristik / Uralistik erfordern. Ein „finnougristisches Qualifikationsprofil“ und die damit verbundenen Sprachkenntnisse können jedoch in Verbindung mit anderen Qualifikationen und Kompetenzen in vielen Berufsfeldern besondere Chancen eröffnen. In Frage kommen dabei in erster Linie die sogenannten "Kulturberufe" im In- und Ausland:

  • Anstellungen bei Verlagen (im Lektorat)
  • Tätigkeit als Übersetzerin oder Übersetzer (auch in internationalen Organisationen)
  • Mitarbeiter bei Zeitungen, Rundfunk, Fernsehen und Theater
  • Mitarbeiter in Kultusverwaltungen, Museen, wissenschaftlichen Bibliotheken, Archiven
  • Tätigkeit als Deutschlektorin oder -lektor in finnisch-ugrischen Ländern
  • Tätigkeit in den Bildungsorganisationen, besonders der Erwachsenenbildung und der Ausländerbildung

Zusätzlich eröffnet das Bachelor-Studium Zugangsmöglichkeiten zu einem breiten Spektrum von Berufen und Tätigkeiten in Wirtschaft, in der Verwaltung und in anderen Bereichen, in denen insbesondere die Anwendung der erworbenen Sprachkenntnisse in Verbindung mit allgemeinen kulturellen Kompetenzen verlangt wird.

Der Arbeitsmarkt für Studierende der Geisteswissenschaften unterliegt Schwankungen und ändert sich ständig. Studierende sollten sich sowohl vor Aufnahme als auch während des Studiums über spätere Berufsmöglichkeiten informieren und ihre Studienabsichten im Hinblick auf eine aussichtsreiche Fächerwahl bzw. nützliche Zusatzqualifikationen überprüfen. Dabei werden sie von der Arbeitsstelle Studium und Beruf und durch das obligatorische Lehrangebot im Curricularbereich Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen (ABK) unterstützt.  

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Anschrift und Kontakt

Institut für Finnougristik / Uralistik (IFUU)
Johnsallee 35
20148 Hamburg

Telefon: 040-42838 4836
Telefax: 040-42838 6117
E-Mail: ifuu@uni-hamburg.de

BA-Beauftragte des Instituts für Finnougristik / Uralistik

Professor Dr. Beáta Wagner-Nagy

Telefon: 040-42838 2787
Telefax: 040-42838 6117
E-Mail: beata.wagner-nagy@uni-hamburg.de

siehe auch: Service

 

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  Impressum   Letzte Änderung: 06. Dezmeber 2011