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| Darstellung des Instituts für Slavistik
Die slavistische Arbeit in Hamburg reicht weit in die Zeit vor der Gründung der Universität Hamburg (1919) zurück. Wie es typisch ist für die Handelsstadt Hamburg, entstand der Bedarf an slavistischer Forschung durch die Schifffahrts- und Handelsbeziehungen. So existierte bereits seit 1872 die Ost-Sibirische Handelsgesellschaft. Insbesondere der Spirituosenhandel mit den östlichen Nachbarn legte die Beschäftigung mit im Grunde slavistischen Fragen nahe. 1914 wurde im vier Jahre zuvor gegründeten Kolonialinstitut die erste Professur für die Kultur und Geschichte Russland eingerichtet, wofür wiederum wirtschaftliche Argumente den Ausschlag gaben. Als 1919 die Universität Hamburg gegründet wurde, war die Slavistik als Fach sofort etabliert. Sie wurde Promotionsfach und 1961 auch Magisterfach. Die Anfangsjahre der Hamburger Slavistik sind mit den Namen Richard Salomon, der die erste Professur am Kolonialinstitut innegehabt hatte, Fritz T. Epstein und Eberhard Tangl verbunden. Die nationalsozialistische Machtübernahme hatte für die Hamburger Slavistik gravierende Folgen. Salomon musste emigrieren, seine Professur wurde zugunsten einer Professur für Wehrkunde eingespart. Tangl musste seine wissenschaftliche Laufbahn beenden. Das Osteuropäische Seminar, das ursprünglich mit zur Slavistik gehört hatte und noch von Salomon mitgegründet worden war, wurde dem Historischen Seminar zugeschlagen. Diese Regelung blieb auch nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhalten und brachte somit eine dauerhafte Trennung der Slavistik von der osteuropäischen Geschichte mit sich. 1946 wurde das Slavische Seminar wiedereröffnet. Die die Erneuerung der Slavistik gestaltenden Professoren, Friedrich Wilhelm Neumann und Vsevolod Setchkareff, wollten die Slavistik gleichberechtigt neben der Anglistik und der Romanistik sehen. Neumann wollte dabei die Slavistik als umfassende Kulturwissenschaft verstehen, während Setchkareffs Bemühungen vor allem dahin gingen, das Russische als Schulsprache zu etablieren und sich für eine Zulassung des Russischen im Gymnasial- und Lehramtsexamen einzusetzen. Nach Setchkareffs Weggang nach Harvard und Neumanns Pensionierung wirkten am Slavischen Seminar weitere bis heute bekannte Wissenschaftler wie etwa Johannes Schröpfer und Dietrich Gerhardt. In den 70er und frühen 80er Jahren wurden mit Wolf Schmid und Daniel Weiss jene Professoren berufen, die die heutige Hamburger Slavistik prägen. Nach Daniel Weiss Weggang nach München (jetzt Zürich) trat Volkmar Lehmann 1991 dessen Nachfolge an. Ausführlichere Information zur Geschichte des Instituts für Slavistik Struktur der Slavistik in Hamburg An der Universität Hamburg können
Eine Kombination zweier slavistischer Fächer als Haupt- und Nebenfach im Magister ist möglich. Es besteht die Möglichkeit eines in das Magisterstudium integrierten Bakkalaureatsabschlusses.
Gegenstände der Fächer sind die genannten Sprachen und ihre Literaturen in ihren mündlichen und schriftlichen Erscheinungsformen in den slavischsprachigen Ländern. Sie werden nach Inhalten, Formen und Funktionen sowie in ihren Beziehungen zu anderen Sprachen, Literaturen und Kulturen untersucht. Zu den Gegenstandsbereichen der Fächer können ferner auch gemischte mediale Kommunikationsformen gehören, in denen die sprachliche Kommunikation einen Teilaspekt darstellt. |
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