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| WAAR Wörterbuch der Aspekte und Aktionalitäten des Russischen
Zentrales Anliegen des Wörterbuchs der Aspekte und Aktionalitäten des Russischen (WAAR) ist es, die Partnerstruktur russischer Verben transparent zu machen: Der Wörterbuchbenutzer soll in die Lage versetzt werden, sich von jedem der aufgenommenen Verben aus über dessen Stellenwert innerhalb seiner Aspektpartnerschaft zu orientieren, d.h. zu verstehen, in welchem Verhältnis z.B. citat, procitat, procityvat und pocitat oder smejatsja und zasmejatsja zueinander stehen. Ausgangspunkt des Wörterbuchs bilden die 500 häufigsten Verben des Russischen. Aus der komplexen Partnerschaftsstruktur vieler Verben ergibt sich aber die Lemmatisierung von ca. 2000 Verben (d.h. der 500 häufigsten Verben und sämtlicher möglicher Partner). Die Explikation und genaue Analyse erfolgt unter dem formal unmarkierten Verb. Unter den formal markierten Partnern (Derivaten) findet sich jeweils nur ein Verweis. Adressaten des Wörterbuchs sind sowohl die russistische (slavistische) Fachwelt als deutsche Lerner (vgl. Deutsche Äquivalente). Die Explikationen und theoretischen Angaben sind in russischer Sprache gehalten. Dem Wörterbuch wird ein theoretischer Apparat (in russischer Sprache) vorangestellt werden, der den theoretischen Hintergrund der Bearbeitung der Verben ausleuchtet. Die Benutzung des Wörterbuchs soll jedoch auch ohne die Lektüre dieser Ausführungen möglich sein. Die theoretische Grundlage des Wörterbuchs bildet die Aspekttheorie von Volkmar Lehmann (Vgl. u.a. Die russischen Aspekte als gestufte Kategorien, in: Rothe, H. (ed.): Beiträge zum 11. Slavistenkongreß in Bratislava, 1993, 265-297; Aspekt, in: Jachnow, H. (ed.): Handbuch der sprachwissenschaftlichen Russistik und ihrer Grenzdisziplinen, Wiesbaden 1999, 214-242.). Zentrale Grundsätze dieser Theorie sind:
Zu den Parametern im einzelnen: Aspektpartner: Aufgeführt werden sämtliche möglichen Aspektpartner entsprechend der zugrundegelegten Aspekttheorie. Dabei wird nicht nur zwischen alpha- und beta-Partnern unterschieden, sondern unter den beta-Partnern außerdem zwischen Standard- und peripheren Partnern. Außerdem werden syntaktische Partner berücksichtigt (z.B. poljubit zu dem partnerlosen ljubit). Sekundär suffigierte Imperfektiva werden den präfigierten Partnern zugeordnet und hinsichtlich ihres Funktionsbereichs (iterativ, progressiv) markiert. Status: Jedes Lexem wird als alpha- oder beta-Partner gekennzeichnet. Funktionsbereich: Jedes Lexem wird hinsichtlich seines Funktionsbereichs (delimitativ, ingressiv, egressiv, durativ, iterativ, progressiv) gekennzeichnet. Lexikalisch-aktionale Funktion (LAF) [Aktionalität]: Für jede Variante wird die LAF verzeichnet (telisch: (Ereignis-Lexem) : transformativ, konklusiv; nicht telisch: dekursiv, mutativ, stativ; diffus telisch-atelisch. Explikation: Die formal unmarkierten Verben erhalten für jedes Lexem bzw. jede Variante eine Explikation (in der Regel übernommen aus oder angelehnt an Malyj Akadamiceskij Slovar). Beispielsätze: Unter dem explizierten Verb wird für jeden Partner (pro lexikalischer Bedeutung bzw. Bedeutungsvariante) mindestens ein Beispielsatz geliefert. (Die Beispielsätze sind meistens Bildungen von den mitarbeitenden russischen Muttersprachlerinnen, stammen aber teilweise auch aus den zugrundegelegten Wörterbüchern oder anderen Korpora.) Dabei sollen die Beispielsätze (vor allem ipf. Verben) die für die LAF des Lexems bzw. der Variante typische Aspektbedeutung aufzeigen. Deutsche Äquivalente: Die deutschen Äquivalente sind einerseits abgestimmt auf die LAF der jeweiligen lexikalischen Bedeutung oder sogar auf die von Variante zu Variante alternierende LAF, sie tragen andererseits aber auch einer möglichen unterschiedlichen Übersetzung der Partner-Verben Rechnung. |
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