Universität - Sprachwissenschaften - Slavistik

KOMMENTIERTES VORLESUNGSVERZEICHNISFÜR DAS WS 1999/2000

Stand: 6.10.1999


 

Hinweise:
In jedem Semester findet eine Veranstaltung "Kollektive Examensberatung" für Studierende der zweiten Studienphase statt. Bitte achten Sie auf entsprechende Aushänge.
Alle russischen Sprachkurse finden am Zentralen Fremdsprachen-Institut (ZFI), Von-Melle-Park 5, III. Stock, statt.
 
Die Studienfachberatung wird von Herrn Dr. Hansen (Sprachwissenschaft) und Christine Gölz (Literaturwissenschaft) durchgeführt (Sprechstunden s. Aushang).
 
Orientierungseinheit: In der Woche vor dem ersten Vorlesungstag (11.10.-15.10.99, Beginn: 9.15 Uhr) wird für alle Studienanfänger/innen eine Orientierungseinheit durchgeführt. Die Teilnahme wird dringend empfohlen.
 
Alle Lehrveranstaltungen beginnen in der ersten Vorlesungswoche (ab 18.10.99), nur das Seminar Ia (Einführung in die Linguistik) beginnt in der zweiten Woche (am Di, d. 26.10.99).
 
Die Zweitfachberatung findet an folgenden Terminen statt:
Magister: Di, d. 12.10.99 um 14 und 15 Uhr in Raum 503,
Lehramt: Do, d. 21.10.99 von 10-11 Uhr in Raum 504.
 
Eine Bibliotheksführung für alle Studentinnen/Studenten, die neu an der Uni Hamburg sind, wird in der Orientierungswoche veranstaltet werden.
 
 



1. STUDIENBEREICH SPRACHWISSENSCHAFT

Vorlesung

07.600 Russische Morphologie und Syntax im Überblick (O)

2st. Mo 16-18 Phil 503

Volkmar Lehmann

Die Vorlesung schließt an die "Einführung in die Linguistik für Studierende der Russistik / Slavistik" an. Im Unterschied zur Einführungsveranstaltung mit eher exemplarischer Vertiefung einzelner Kategorien soll in der Vorlesung ein vollständiger Überblick gegeben werden. Zugrundegelegt wird die klassische Grammatik in ihrer funktionalen Ausprägung. Angestrebt wird ein mittleres Anspruchsniveau. Zentraler Gegegenstand ist die Beschreibung grammatischer ("morphologischer") und syntaktischer Kategorien (Definition, Subkategorien unter dem Gesichtspunkt theoretischer und praktischer Brauchbarkeit).

Für die erste Stunde ist die Besprechung der Vorlesungspapiere geplant, die zu Beginn des Semesters ausgegeben werden sollen.

Die zweite Stunde der Vorlesung ist der gemeinsamen Analyse von Äußerungen gewidmet und soll Grundlagen für empirische Untersuchungen in Seminaren oder Hausarbeiten zur Grammatik sowie für den entsprechenden Teil der mündlichen Prüfung schaffen.

Voraussetzungen: Kenntnis der traditionellen grammatischen Terminologie ("Schulgrammatik"; der "Terminologie-Kanon" liegt im Vorlesungs-Apparat in der Bibliothek des Slav. Sem. aus). Russisch-Kenntnisse auf dem Abschluß-Niveau von Russisch 3.

 

Seminar Ia

07.601 Einführung in die Linguistik für Studierende der Slavistik (O,S,W)

4st. Di 9-11 (Plenum) Phil 503 Volkmar Lehmann

AG Russisch: Di 11-13 Phil 503 Volkmar Lehmann

In jeder Woche findet eine Sitzung im Plenum und in den Arbeitsgruppen statt. Folgende Themen werden behandelt: Überblick über die slavischen Sprachen, die Struktur des Sprachsystems, die Systematik des Faches Sprachwissenschaft, Phonologie, Morphologie, Syntax, Wortschatz, Funktionale Stile; Soziolinguistik, Psycholinguistik. Ein konkretes linguistisches Problem soll von jed. Teilnehm. in der Form eines kurzen Referats vorbereitet und dann in der Arbeitsgruppe vorgetragen werden.
Voraussetzungen: Russischkenntnisse im Umfang von mindestens Russisch 2.
Teilnahmebedingungen: Regelmäßige Teilnahme an Plenum und Arbeitsgruppe, Erstellung eines Kurzreferats, Teilnahme an der Abschlussklausur, vorbereitende und begleitende Lektüre (s.u.).
Obligatorische Lektüre zur Vorbereitung:
Zimmer, D.E.: So kommt der Mensch zur Sprache: Über Spracherwerb, Sprachentstehung und Sprache & Denken. Zürich 1986. (Preiswertes Taschenbuch)
Allgemeine Grundlage:
Linke, A. u.a.: Studienbuch Linguistik. Tübingen 1994, S. 212-248.
Hilfreich für diese Lektüre und für das ganze Studium:
Lewandowski, Th.: Linguistisches Wörterbuch . Bd. 1-3. Heidelberg / Wiesbaden 1990. (5. Aufl.) (= UTB 1518).
Russistische Grundlage:
Mulisch, H.: Handbuch der russischen Gegenwartssprache. Leipzig usw. 1993.
Die Anschaffung dieser Bücher wird empfohlen.

AG Polnisch: Do 12-14 Phil 1320 Waldemar Klemm

In der Sitzung werden Hauptzüge der Phonetik/Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik und funktionalen Stilistik des Polnischen dargestellt. Es werden Übungen durchgeführt und die einschlägige Fachliteratur vorgestellt.

AG Serbokroatisch: Do 10-11.30 Phil 504 O. Ellermeyer-Zivotic´

In den AG-Sitzungen werden praktische Übungen zu den im Plenum vorgegebenen Themen am serbokroatischen Sprachmaterial durchgeführt und die entsprechende Fachliteratur besprochen. Außer der für die Arbeit im Plenum vorgesehenen Literatur wird für die Arbeit in der AG das Grammatikhandbuch des Kroatischen und Serbischen von Kunzmann-Müller, Frankfurt/M. (Peter Lang) 1994, (= Heidelberger Publikationen zur Slavistik, A. Linguistische Reihe) empfohlen.
 
Mindestvoraussetzungen für die Teilnahme:
Erfolgreicher Abschluß des Sprachkursus II.

AG Tschechisch: Mi 12-14 Phil 504 Petr Málek

In der Sitzung werden Hauptzüge der Phonetik/Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik und funktionalen Stilistik des Tschechischen dargestellt. Es werden Übungen durchgeführt und die einschlägige Fachliteratur vorgestellt.

 

Seminar Ib


Zu den Aufgaben eines Seminars Ib gehört die Vermittlung der Fertigkeit, ein Referat zu schreiben. Es sollen Semesterreferate schriftlich vorgelegt und im Seminar besprochen werden. Das Seminar Ib setzt den erfolgreichen Besuch des Seminars Ia voraus. Wenn fortgeschrittene Studierende an einem Seminar Ib teilnehmen, werden sie verpflichtet, die Betreuung der regelhaften Teilnehmer/innen zu übernehmen. Es wird ein Überblick über die am SlavS praktizierten, einzelnen Methoden im Seminar Ib geboten.


07.602 Die slavischen Sprachen in der Typologie (O,S,W)

2st. Di 10-12 Phil 1320 Björn Hansen

Zum Thema

"Was ist das Typische meiner slavischen Sprache im Vergleich zu anderen Sprachen?" ist die Leitfrage des Seminars. Die Typologie beschäftigt sich mit dem Vergleich und der Klassifizierung entweder von ganzen Sprachen oder von Teilsystemen von Sprachen und bemüht sich spezifische Typen zu etablieren. Im Seminar soll es im Wesentlichen darum gehen, wie man ausgewählte grammatische und lexikalische Kategorien der slavischen Sprachen im innerslavischen Vergleich und im Vergleich zu anderen Sprachen (vor allem zum Deutschen) beschreiben kann. Behandelt werden u.a. folgende Themenkomplexe:

- Aspekt und Tempus
- Passiv
- Anredeformen
- Imperativ
- Artikel vs. Artikellosigkeit
- Namenstypen (Vorname, Nachname, Vatersname)
- Modalauxiliare (dt. können, müssen etc.)

Einen großen Raum wird das "linguistische Handwerkszeug" einnehmen: Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, schriftliches Abfassen einer Hausarbeit, Präsentation eines Referats, Zitierweisen, Bibliografieren und Transliterieren. Die Teilnehmer sollen mündlich ein Referat halten und eine schriftliche Fassung erstellen, die zum Teil im Seminar besprochen wird. Wenn Studierende des Hauptstudiums an einem Sem Ib teilnehmen, werden sie verpflichtet die Betreuung der regelhaften Teilnehmer zu übernehmen.

Voraussetzungen
Grundlegende Kenntnisse einer slavischen Sprache (mindestens IIIer Kurs);
Abschluss des Seminars Ia "Einführung in die Linguistik".
Scheinvergabe
Voraussetzung ist Vortrag eines Referats und Abgabe der schriftlichen Fassung bis zum 1.3. 2000.
Literatur:
Ineichen, G.: Allgemeine Sprachtypologie. Darmstadt 1991.
Hansen, B.: Typologie. Ein Forschungsbericht für Slavisten. München 1994.

Seminar Ic

07.603 Russische Morphonologie (O)

2st. Di 16-18 Phil 504 Peter Hill

Als Begründer der Morphonologie gilt der polnisch-russische Linguist Baudouin de Courtenay, der auf die für die slavischen Sprachen typischen Alternationen hinwies:
 
"So haben wir z.B. in den polnischen Worten mog-e / moz-esz zwei etymologisch verwandte Morpheme mog- und moz-, in welchen die Phoneme /m/ und /o/ gleich sind, die dritten Phoneme aber, /g/ und /z/, sich phonetisch untereinander unterscheiden. Und eben solche, phonetisch verschiedene Phoneme, welche aber zum Bestandteile etymologisch verwandter, d.h. ihrem Ursprunge nach identischer, Morpheme gehören und im phonetischen Bau dieser Morpheme die sich gegenseitig entsprechenden Stellen (im gegebenen Falle z.B. die 3-e Stelle) einnehmen, nennen wir Alternanten und ihre gegenseitige Beziehung zueinander ­ Alternation." [1895:11]
"Die in solchen Fällen festgestellte phonetische Ähnlichkeit darf weder zufällig, noch willkürlich sein, sondern muß sich in einer ganzen Reihe von Morphemen wiederholen, welche, teilweise wenigstens, aus denselben Phonemen bestehen". [1895:13]
Baudouin de Courtenay, Jan: Versuch einer Theorie phonetischer Alternationen. Straßburg 1895. [Apc 264]
 
In diesem Seminar werden wir uns aber auf die Morphonologie des Russischen beschränken. Anhand des Werkes: Hamilton W.S.: Introduction to Russian Phonology and Word Structure. Columbus/ Ohio: Slavica 1980 soll die russische Morphonologie eingehend betrachtet werden. Im Rahmen des Seminars werden auch praktische Übungen zur russischen Morphonologie durchgeführt. Die Teilnahme an diesem Seminar ersetzt nicht den Besuch eines Seminars Ib.
Teilnahmevoraussetzungen:
Seminar Ia Linguistik.
Leistungsnachweis:
Die regelmäßige, aktive Teilnahme am Seminar ist unabdingbare Voraussetzungfür die Vergabe eines Scheins.
 
 
Seminare II

Die regelmäßige Teilnahme am Seminar II ist unabdingbare Voraussetzung für die Vergabe eines Scheins (niemand darf öfter als zweimal fehlen). Die formalen Voraussetzungen (abgeschlossenes Grundstudium) werden spätestens bei der Abgabe des Referats überprüft. Ein Schein wird erteilt aufgrund eines mündlichen Vortrags mit Thesenpapier sowie einer schriftlichen Fassung.


07.604 Das russische Adjektiv (O)

3st. Di 16-19 Phil 1101 Volkmar Lehmann

Gegenstand des Seminars ist das russische Adjektiv mit seinen lexikalischen und grammatischen Formen und Funktionen, also die lexikalischen Bedeutungen mit ihren Kategorien und Funktionen im Text, die Wortbildung, die lexikalisch-grammatischen Subkategorien, die morphologischen Paradigmata (Komparation, Langform - Kurzform, Bildung von Adverbien) und ihre syntaktischen und textuellen Eigenschaften. Nach Möglichkeit soll auch die sprachgeschichtliche Perspektive berücksichtigt werden.
Die Seminararbeiten können jeweils ihren Schwerpunkt auf die eigene empirische Untersuchung bestimmter Eigenschaften oder das Referieren von einschlägiger Literatur legen.
Teilnahmebedingungen: Abschluß der ersten Studienphase (Grundstudium), regelmäßige aktive Teilnahme; Erstellung einer Seminararbeit.
Literatur für den grammatischen Überblick :
Sperber, W.: Das Adjektiv. In: Russische Sprache der Gegenwart, Bd. 2. Morphologie (Kap. 2.3.). Hg. W. Mulisch. Leipzig 1975 (1. Aufl.).
Für ein Referat zu Semesterbeginn:
Girke, W.: Studien zum adjektivischen Adjektiv im Russischen. München 1988.
 
 
07.605 Die Herausbildung der slavischen Standardsprachen
im Lichte von Modernisierungstheorien (O,S,W)
 
3st. Do. 10-13 Phil 1101 Peter Hill
 
Die Entstehung von Nationen und die Herausbildung von Standardsprachen sind verschiedene Aspekte der Modernisierung (Mattheier 1988). Andere Aspekte sind Industrialisierung bzw. Protoindustrialisierung, die Herausbildung einer nach schriftlichen Regeln arbeitenden staatlichen Bürokratie, der Abbau alter Bräuche und hergebrachter Loyalitäten zugunsten individuell bestimmter, vermeintlich rationaler Verhaltensweisen und Beziehungen (Stichwörter "Liberalismus und Individualismus", "Pluralismus der Weltanschauungen", "Werte und Interessen", "immer mehr Personen streben nach Unabhängigkeit gegenüber Kollektiven, Gemeinschaften und Gruppen, nach Selbstbestimmung der eigenen sozialen Beziehungen und Lebensgestaltung, nach Hedonismus" [Hillmann 1994, 570f.]), persönliche Mobilität, Technisierung der Gesellschaft, Wissenschaftsgläubigkeit und die Verweltlichung der Gesellschaft bzw. die Trennung von Kirche und Staat. "Gesellschaft" ersetzt "Gemeinschaft" (nach Ferdinand Tönnies), die "solidarité organique" ersetzt die "solidarité mécanique" (nach Emile Durkheim). Der moderne Staat besteht aus Bürgern, die ein Mindestmaß an Bildung erwerben und in den politischen Prozeß einbezogen oder zumindest von der staatlichen Verwaltung erfaßt werden. Der Bürger ersetzt als Bürger eines Staates bzw. einer Nation den Untertan eines Herrschers. Der Bürger wird sich dessen bewußt, einer bestimmten Nation anzugehören. Er betrachtet den gesellschaftlichen Wandel als unausweichlich oder sogar als wünschenswert und glaubt, diesen rational mitgestalten zu können (Stichwort "aktive Weltgestaltung" [Hillmann 1994,570]). Die moderne Gesellschaft zeichnet sich durch "die Ausdifferenzierung funktionsspezifischer gesellschaftlicher Subsysteme mit gesteigerter Leistungsfähigkeit" (Hillmann 1994, 570) aus (vgl. Polyvalenz als sprachlichen Reflex dieser Entwicklung). Im Zuge der Modernisierung entstehen Standardsprachen. In diesem Seminar wollen wir uns mit der Geschichte der einzelnen slavischen Standardsprachen vor dem Hintergrund der Modernisierung beschäftigen.
Leistungsnachweis:
Ein Schein wird erteilt aufgrund eines mündlichen Vortrags mit Thesenpapier sowie einer schriftlichen Fassung, die bis 31. 3. 2000 vorliegen muß. Die formalen Richtlinien für das Abfassen der Referate liegen im Ordner im Handapparat aus. Die einzelnen Referate müssen die Verschränkung von politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sprachlichen Faktoren aufzeigen.
Ein Handapparat mit Ordner wird in der Bibliothek des SlavS eingerichtet. Im Ordner finden Sie eine Bibliographie und Lektüre zur Einstimmung.

07.606 Die "Wiedergeburt" der südslavischen Völker (S)

4st. Mi. 9-13 Phil 1101 Peter Hill/Robert Hodel
 
2st. Plenum
1st. Linguistik Peter Hill
1st. Literaturwissenschaft Robert Hodel
 
Die südslavischen Nationen bilden sich im 19. und 20. Jh., und zwar in einem Prozeß, der als "nationale Wiedergeburt" (vazrazdane, preporod, prerodba) bezeichnet wird. Treffender sind die Ausdrücke "Nation-werdung" oder "nationale Emanzipation". Die nationale Emanzipation wurde zunächst durch Integration angestrebt ("slavische Wechselseitigkeit"), führte aber später mit fortschreitender Entfaltung des Nationalbewußtseins zunehmend zur Desintegration und zur Betonung der Eigenständigkeit der einzelnen Kulturen.
Sprache und Literatur spielen eine zentrale Rolle. Das veraltete Kirchenslavische und andere schriftliche Traditionen werden durch eine vereinheitlichte, auf der jeweils eigenen gesprochenenen Volkssprache aufbauenden, nationale Schriftsprache ersetzt. Die Überwindung der Kluft zwischen dem gesprochenen und geschriebenen Wort war eine unabdingbare Voraussetzung für Belletristik, Wissenschaft und Publizistik als Trägerinnen und Mittlerinnen der jeweiligen nationalen Bestrebungen.
Es entstanden drei fundamentale Geschichtswerke: Razgovori ugodni naroda slovinskoga (1756) von Andrija Kacic´-Miosic´, Istorija slavjanobolgarskaja (1762) von Paisij Chilendarski und Istorija raznych slavenskich narodov, naipace Bolgar, Chorvatov i Serbov (1786) von Jovan Rajic´. Historische Themen befruchteten das Versepos Smrt Smailage Cengic´a (1846) von Ivan Mazuranic´ und die patriotische Lyrik von Petar Preradovic´. Dositej Obradovic´ veröffentlichte in einer der Volkssprache nahestehenden Sprachform aufklärerische Schriften (Sovjeti zdravago razuma [1784], Zivot i prikljucenija Dimitrija Obradovic´a [1783]).
 
Weitere Texte: G. S. Venclovic´: Crni bivo u srcu; P. P. Njegos: Gorski vijenac; Ivan Gundulic´: Osman; Zaharija Orfelin: Plac Serbiji; G. S. Rakovski: Gorski patnik; ausgewählte Werke von Matija Divkovic´, Stjepan Mitrov Ljubisa, Mehmed Hevai Uskufi, Mehmed-beg Kapetanovic´ Ljubusak, Christo Botev, P. R. Slavejkov u.a.
In diesem Seminar soll ein Gesamtbild dieser Schlüsselepoche in der Geschichte der südslavischen Völker erarbeitet werden. Die TeilnehmerInnen können sowohl an den linguistischen als auch an den literaturwissenschaftlichen Teilseminaren teilnehmen, sie dürfen sich aber auch auf nur ein Gebiet beschränken.
Programm:
- Einige Kapitel aus der Geschichte der südslavischen Völker
- Die Herausbildung der Nation
- Die Herausbildung der südslavischen Standardsprachen
- Die "nationale Wiedergeburt" bei den einzelnen südslavischen Völkern
- Lyrische Gedichte und das unvollendete Epos "Osman" von Ivan Gundulic´
- Das aufklärerische Pathos bei Dositej Obradovic´
- Nationales Selbstverständnis in der romantischen Erzählung bei August Senoa.
 
Ein Handapparat mit Ordner wird in der Bibliothek des SlavS eingerichtet. Im Ordner finden Sie eine Bibliographie und Lektüre zur Einstimmung.
Leistungsnachweis:
Ein Schein wird erteilt aufgrund eines mündlichen Vortrags mit Thesenpapier sowie einer schriftlichen Fassung, die bis 31. 3. 2000 vorliegen muß. Die formalen Richtlinien für das Abfassen der Referate liegen im Ordner im Handapparat aus.

Forschungskolloqium

07.607 Aktuelle Arbeiten zur slavistischen Linguistik (O,S,W)

1st., 14-täglich, Mi 16-18 Phil 1101 P. Hill/ V.Lehmann/ B. Hansen

In diesem Kolloquium werden Untersuchungen von Examenskandidaten/Doktoranden vorgestellt und vor dem Hintergrund aktueller Forschungstendenzen diskutiert. Die Veranstaltung ist weniger der Präsentation abgerundeter Ergebnisse, als mehr der gemeinsamenen Erörterung von Problemen gewidmet, die sich bei der Analyse sprachlicher Daten und Fakten ergeben. Diese Veranstaltung sollte von allen Examenskandidaten besucht werden.


2. STUDIENBEREICH LITERATURWISSENSCHAFT

Vorlesungen

07.610 Russkaja ideja (O)

(in russischer Sprache)

2st. Di 10-12 Phil E Vladimir Markovic

Cel' kursa - vyjasnit', kakoe znacenie imeli v russkoj kul'ture (religiozno-filosofskoj i chudozestvennoj) istorisofskie ucenija ob "osobom puti" Rossii, o "russkoj duse", o "tajnach russkoj zizni", o messianskoj roli Rossii v mirovoj istorii. Predpolagaetsja prosledit' zarozdenie "russkoj idei" v drevnerusskoj kul'ture ("Tretij Rim"), vozrozdenie etoj idei v XIX i XX vekach, ee izmenenija v socinenijach slavjanofilov (K. Aksakov, I. Kireevskij, A. Chomjakov), P. Caadaeva, N. Danilevskogo, Vl. Solov'eva, N. Fedorova, V. Rozanova, Vjac. Ivanova, N. Berdjaeva, N.Trubeckogo, L. Karsavina, T. Fedotova, I. Il'ina.

Predpolagaetsja takze izucit' vozdejstvie "russkoj idei" na tvorcestvo Gogolja, Tjutceva, Dostoevskogo, Bloka, A. Belogo, Platonova. V zakljucitel'noj casti kursa rec' pojdet o nekotorych otzvukach "russkoj idei" v sovremennoj russkoj kul'ture.

Literatura:
Kirillov, I.: Tretij Rim. Ocerk istoriceskogo razvitija idei russkogo messianizma. M., 1914.
Berdjaev, N.: Russkaja ideja. Osnovnye problemy russkoj mysli XIX veka i nacala XX veka. Paris, 1946.
Ianov, A.: Russkaja ideja i 2000 god. New York, 1988.
Karasev, L.: Russkaja ideja (simvolika i smysl) // Voprosy filosofii. 1992, 8.
 
07.611 Knjizevnost na srpskohrvatskom izmeu dva svetska rata
u 20. veku II (S)
 
2st. Di 9-10.30 Phil 504 O. Ellermeyer-Zivotic´

 

07.612 Polnische Lyrik - Entwicklung und Übersetzung (W)

2st. Di 14-16 Phil 1101 Robert Hodel

Der zeitliche Rahmen des behandelten Themas ist durch die mittelalterlichen Passions- und Osterlieder und Mikolaj Rejs dichterischem Schaffen einerseits und die zeitgenössische Lyrik von Herbert, Szymborska und Baran´czak andererseits gegeben. Die Veranstaltung verfolgt, auf der Grundlage von ausgewählten Texten, vornehmlich drei Ziele:
1. Die Herausarbeitung des Lyrischen als von der Prosa und dem Drama gesonderte literarische Gattung. Angestrebt werden hier eine Bestimmung des lyrischen Diskurses unter Einbezug seiner historischen Quellen und der Nachvollzug der historischen Entwicklung lyrischer Formen.
2. Die Erörterung lyrischer Aussagen im Kontext ihrer Zeit. Inhalt, Funktion und Aussagesubjekt von "lyrischen" bzw. "poetischen" Texten widerspiegeln weitgehend Vorstellungen und Wertsysteme einer Epoche, die jeweils sowohl national geprägt ist wie auch die Grenzen der Nationalphilologie übersteigt.
3. Die Übertragung von lyrischen Texten und die Besprechung von bestehenden Übersetzungen.
 
Eine Vorlesungseinheit gliedert sich jeweils in zwei Teile:
- einen theoretischen und eigentlichen Vorlesungsteil über Zeithorizont, Autor, Text und seiner Interpretation, sowie
- einen praktischen Teil, in dem ausgewählte Gedichte gemeinsam ins Deutsche übertragen und die hierbei entstehenden Schwierigkeiten und Fragen diskutiert werden.
Lektüre zur Einstimmung:
Dedecius, Karl: Von Polens Poeten. Frankfurt a. M., 1988.
Nowa poezja polska. Antalogia (Polnisch-Deutsch). Köln, 1998.
 

Seminare Ib


Zu den Aufgaben eines Seminars Ib gehört die Vermittlung der Fertigkeit, ein Referat zu schreiben. Es sollen Semesterreferate schriftlich vorgelegt und im Seminar besprochen werden. Das Seminar Ib setzt den erfolgreichen Besuch des Seminars Ia voraus. Wenn fortgeschrittene Studierende an einem Seminar Ib teilnehmen, werden sie verpflichtet, die Betreuung der regelhaften Teilnehmer/innen zu übernehmen. Es wird ein Überblick über die am SlavS praktizierten, einzelnen Methoden im Seminar Ib geboten.


07.613 Russische Lyrik (O)

2st. Do 14-16 Phil 503 Christine Gölz

Die Veranstaltung vermittelt einen Überblick über Strömungen und Tendenzen in der russischen Lyrik von der Jahrhundertwende bis heute. An exemplarischen Gedichten werden wir Fragen nach der Poetik einzelner Dichter und Dichterinnen, aber auch nach der Eigenart von Schulen und Gruppen nachgehen. Der literaturhistorische und kulturpolitische Hintergrund soll uns dabei genauso interessieren wie Überlegungen zur Kanonbildung und zur Epochenspezifik. Das in der Einführung (Ia) erworbene Grundwissen zur russischen Prosodie soll im gemeinsamen Analysieren von Gedichten angewandt und vertieft werden. Außerdem werden für das literaturwissenschaftliche Studium notwendige Arbeitstechniken (Bibliographieren, Exzerpieren, Transliterieren etc.) eingeübt. Das Verfassen einer Seminararbeit wird im Laufe des Semester begleitet.

Teilnahmevoraussetzungen: Erfolgreich absolvierte Einführung in die Literaturwis-senschaft sowie entsprechende Russischkenntnisse.
Erfordernisse zum Scheinerwerb:
­ regelmäßige aktive Teilnahme
­ schriftliche Hausarbeit und mündliches Kurzreferat.
Literatur:
Burdorf, Dieter, Einführung in die Gedichtanalyse. Stuttgart, Weimar 21997 (Sammlung Metzler Bd. 284)
Russische Lyrik. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. (Russisch/Deutsch). (Hg. v. Kay Borowsky und Ludolf Müller). Stuttgart 1983 (Reclam Nr. 7994)

07.614 Josef und Karel Capek (W)

2st. Do 12-14 Phil 503 Petr Málek

Der gemeinsame literarische Start der Brüder Josef und Karel Capeks steht deutlich im Zeichen der Gruppe um den Almanach na rok 1914. So sind eben die von beiden Brüdern verfaßten Erzählungen der Sammlungen Zárivé hlubiny a jiné prózy (1916) und Krakonosova zahrada (1918) als Reaktion auf Dekadenz, Naturalismus und Neuromantik zu verstehen. Nach diesem gemeinsamen Start gehen beide Brüder eigene literarische Wege.
J. Capek (1887-1945), der auch zu den profiliersten bildenden Künstlern der tschechischen Zwischenkriegszeit zählt, findet ebenfalls in der Erzählkunst seinen Ausdruck, wenngleich er hier nicht annähernd die gleiche Popularität erlangt wie sein Bruder, was nicht zuletzt mit Josefs oftmaligem Verzicht auf konventionelle Handlung und epische Geschlossenheit zusammenghängt. Lyrische Erzählung und philosophische Reflexion, aber auch Essay und Aphorismus sind die wichtigsten Merkmale seiner Prosa: Lelio (1917), Pro delfína (1923), Stín kapradiny (1930) und Kulhavy´ poutník (1936). Im Mittelpunkt des Seminars wird die Stilanalyse dieser Prosatexte stehen; außerdem sollen die Beziehungen zwischen dem literarischen und dem malerischen Werk J. Capeks und die Beziehungen zwischen dem literarischen Werk J. Capeks und dem literarischen Werk seines Bruders untersucht werden. K. Capek (1890-1938) zählt zu den populärsten Autoren der tschechischen Erzählkunst dieses Jahrhunderts. Seine literarische Tätigkeit verläuft in fünf Phasen, die im einzelnen wohl gewisse literarische Formen und Stoffe unterschiedlich akzentuieren. Im Mittelpunkt des Seminars werden diese Erzählungen und Romane aus Karel Capeks Werk stehen: Bozí muka (1917), Trapné povídky (1921), Krakatit (1924), Povetron (1934) und Obycejny´ zivot (1935).
Mit dem Handwerkzeug der Erzählanalyse sollen in der Veranstaltung die Mittel der stilistischen Gestaltung, Raum-Zeit-Strukturen, Erzähler und Erzählperspektive ausgewählter Erzählungen untersucht werden. Darüber hinaus dient das Seminar auch der Einübung und Vertiefung literaturwissenschaftlicher Bergriffe und Arbeitstechniken.
Voaussetzungen für die Teilnahme:
erfolgreicher Abschluß von Seminar Ib "Enführung in die Literaturwissenschaft", Tschechischkenntnisse entsprechend dem Niveau "Tschechisch IV".
Voraussetzungen zum Erwerb eines Seminarscheins:
regelmäßige Teilnahme, mündliches Kurzreferat, schriftliche Hausarbeit.
Literatur:
Kol. autoru: Dejiny ceské literatury IV. Praha 1995.
Opelík, Jirí: Josef Capek. Praha 1981.
Králík, Oldrich: První rada v díle Karla Capka. Ostrava 1972.
Kozmín, Zdenek: Zvetseniny ze stylu bratrí Capku. Praha 1989.

07.615 Polnische Poesie der Moderne: Bolesaw Les´mian (W)

2st. Di 12-14 Phil 1320 Waldemar Klemm

Als Einführung sollen folgende Themen behandelt werden:
- die Situation der polnischen Poesie am Anfang dieses Jahrhunderts
- Symbolismus als Problem der Poetik
- das dichterische Schaffen Les´mians.
 
Ausgewählte Gedichte werden unter folgenden Gesichtspunkten analysiert:
- Metrum
- Strophen und Reime
- Metaphern und Metonymien
- lexikalische und grammatische Verfahren
- intertextuelle Relationen.
Gedichte Les´mians und ihre deutsche Übersetzungen werden als Kopiervorlage vorbereitet.
 

Seminare II


Die regelmäßige Teilnahme am Seminar II ist unabdingbare Voraussetzung für die Vergabe eines Scheins (niemand darf öfter als zweimal fehlen). Die formalen Voraussetzungen (abgeschlossenes Grundstudium) werden spätestens bei der Abgabe des Referats überprüft. Ein Schein wird erteilt aufgrund eines mündlichen Vortrags mit Thesenpapier sowie einer schriftlichen Fassung.


 
07.616 Prosaliteratur der zwanziger Jahre
(Remizov, Zamjatin, Zoscenko, Babel', Pil'njak, Platonov) (O)
 
3st. Mo 9-12 Phil 503 Robert Hodel
 
Die 1920er Jahre stellen in sprachlicher Hinsicht in der Geschichte der russischen Literatur von ihren Anfängen bis zur Gorbacevschen Wende die wohl liberalste Zeit dar. Die im Realismus konsolidierte literatursprachliche Norm wird in einem ungewohnten Ausmass durch städtischen Jargon, Regionalismen, Archaismen und eine ungewohnte Bildsprache erweitert. Mit ihr ändern sich auch der Held, das beschriebene Milieu und der Leser. Zoscenkos amüsant-traurige Erzählungen, die sowohl als grässliche Satiren auf die Diktatur des "Proletariats" als auch als lehrreiche Geschichten für eine kommunistische Jugend gelesen wurden, dringen buchstäblich in die Bierhallen vor. Doch bereits gegen Ende der zwanziger Jahre wird diese schillernde Literatur von der sich später als "sozrealistisch" bezeichnenden Doktrin verdrängt und verboten und ihre Sprache als "individualistisch" verurteilt.
Themen und Ziele des Seminars:
- Bekanntwerden mit einer der fruchtbarsten Epochen der russischen Literatur
- gemeinsames, textnahes Lesen von ausgewählten, zumeist kurzen, prägnanten Erzählungen
- Wortprosa und Sprachporträt zwischen Ästhetizismus und kritischer Darstellung der Wirklichkeit
- Literatursprache (literaturnyj jazyk) versus Sprache der Literatur (jazyk literatury)
- Theorie des Erzählers und der Erzählung
Voraussetzung zum Erwerb eines Scheins:
Semesterreferat, das zur Hausarbeit ausgebaut wird, oder Hausarbeit (abzugeben bis 15.4. 2000).
Lektüre:
Zamjatin, E.: Uezdnoe. In: E. Zamjatin. Socinenija. Tom I, München, 1970.
M. Zoscenko: Agitator, Aristokratka. In: M. Zoscenko. Sobr. soc. Tom I.

 

07.617 Tipologija russkogo romana: Turgenev - Dostoevskij - Tolstoj (O)
(in russischer Sprache)

3st. Mi 9-12 Phil 503 Vladimir Markovic

Pervaja zadaca seminara sostoit v tom, ctoby vyjasnit' svoeobrazie trech tipov klassiceskogo romana XIX veka. Pri etom dolzny byt' izuceny sledujuscie tipologiceskie osobennosti romanov Turgeneva, Dostoevskogo i Tolstogo:

1. Struktura povestvovanija
2. Postroenie sjuzetnoj istorii
3. Tipy geroev i geroin' i principy ich izobrazenija
4. Osobennosti psichologizma
5. Sobytijnyj rjad i ekvivalentnosti
6. Simvol i mif v strukture romana
7. Geroj i mir v romane
8. Ideologiceskij plan romana
9. Romany Turgeneva, Dostoevskogo i Tolstogo kak tri razlicnych formy videnija mira.
 
Na fone svoeobrazija trech tipov dolzno byt' sostavleno predstavlenie o "russkom klassiceskom romane XIX veka" kak o nekotoroj metastrukture.
Literatura:
Markovic, V.: Celovek v romanach Turgeneva. L., 1975.
Bachtin, M.: Problemy poetiki Dostoevskogo (ljuboe izdanie).
Engel'gardt, V.: Ideologiceskij roman Dostoevskogo // Engel'gardt, V. Izbrannye raboty. SPb., 1995.
Ivanov, Vjac.: Dostoevskij i roman-tragedija // O Dostoevskom. Tvorcestvo Dostoevskogo v russkoi mysli 1881-1930. M., 1990.
Toporov, V.: O strukture romana Dostoevskogo v svjazi s archaiceskimi sche-mami mifologiceskogo myslenija. "Prestuplenie i nakazanie" // Toporov, V.: Ritual. Simvol. Obraz. Issledovanija v oblasti mifo-poeticeskogo. M., 1925.
Ejchenbaum, V.: Lev Tolstoj. Semidesjatye gody. L., 1974.
Bocarov, S.: Tolstoj i novoe ponimanie celoveka. "Dialektika dusi" // Literatura i novyj celovek. M., 1963.

(07.606) Die "Wiedergeburt" der südslavischen Völker (S)

4st. Mi. 9-13 Phil 1101 Peter Hill/Robert Hodel

2st. Plenum
1st. Linguistik Peter Hill
1st. Literaturwissenschaft Robert Hodel
 
(Kommentar siehe unter 07.606/Linguistik)

 

Ergänzungsseminar zur Vorlesung

07.618 Teksty po tematike "Russkaja ideja" (O)
(in russischer Sprache)

1st. Di 12-13 Phil 1101 Vladimir Markovic

Oberseminar

07.619 A. P. Cechov (O)
(in russischer Sprache)

2st. Mi 16-18 Phil 503 Vladimir Markovic


3. SPRACHLEHRÜBUNGEN

Südslavistik

07.621 Serbokroatisch I

4st. Mi 14-17.30 Phil 503 Olga Ellermeyer-Zivotic´

In diesem Kurs werden die serbokroatische Schrift (lateinische und kyrillische) eingeübt und die Kursteilnehmer in die Phonetik/Phonologie eingeführt.
Arbeitsgrundlage:
Schmaus, A.: Lehrbuch der serbischen Sprache, Bd I. Vollständig neu bearbeitet von Vera Bojic´. München 1994 (= Sagners Slavistische Sammlung, Bd. 308).
Empfohlene Grammatik:
Kunzmann-Müller, B.: Grammatikhandbuch des Kroatischen und Serbischen. Frankfurt/M. (Peter Lang) 1994. (= Heidelberger Publikationen zur Slavistik. A. Linguistische Reihe, Bd. 7).

07.622 Serbokroatisch III

4st. Do 13-16.30 Phil 1101 Olga Ellermeyer-Zivotic´

In diesem Kurs liegt das Schwergewicht auf der Darstellung der Morphologie und Syntax. Gearbeitet wird nach: Schmaus, A.: Lehrbuch der serbischen Sprache, Bd II. Vollständig neu bearbeitet von Vera Bojic´. München 1994 (= Sagners Slavistische Sammlung, Bd. 334).
Empfohlene Grammatik: Wie für Serbokroatisch I.

07.623 Aufbaukurs Serbokroatisch

2st. Do 10.30-12.00 Phil 1101 Olga Ellermeyer-Zivotic´

In diesem Kurs sollen kurze Erzählungen deutscher bzw. kroatischer oder serbischer Autoren in die jeweils andere Sprache übersetzt werden.
Das Ziel der Übung:
Aktivierung und Erweiterung des Wortschatzes in beiden Sprachen. Besprechung grammatischer Probleme begleitet die Arbeit kontinuierlich. Kommunikationssprache: Serbokroatisch.
Voraussetzung:
Befähigung zur Lektüre schwerer Texte in beiden Sprachen.

 

07.624 Bulgarisch I

2st. n.V. Elena Stadnik

 

07.625 Bulgarisch III

2st. n.V. Elena Stadnik

 

07.626 Bulgarische Konversation

2st. n.V. Rossitza Sahakian

 

07.627 Bulgarische kursorische Lektüre

2st. n.V. Rossitza Sahakian

Vorbesprechung für alle Bulgarischkurse am Mi, d. 20.10.99 im Café Vostok.

 

07.628 Slovenisch I

2st. n.V. Monika Pemic´

(Termine nach Absprache, bitte Aushang am schwarzen Brett beachten)
 
Die Sprachlehrübungen basieren auf dem Buch:
Cuk/ Mihelic´/ Vuga: Odkrivajmo slovenscino. SSJLK Ljubljana 1995.
Zusätzlich grammatische Übungen und Hörbeispiele mit Alltagssituationen zur praktischen Anwendung.

 

07.629 Slovenisch III

2st. n.V. Monika Pemic´

(Termine nach Absprache, bitte Aushang am schwarzen Brett beachten)
 
Fortsetzung des Kurses Slovenisch II (SoSe 1999). Die Sprachlehrübungen basieren auf dem Buch:
Cuk/ Mihelic´/ Vuga: Odkrivajmo slovenscino. SSJLK Ljubljana 1995.
Lektüre eines Originaltextes nach Absprache, dabei wird Betonung auf vertiefender Grammatik, Wortschatz- und Übersetzungsübungen gelegt. Die TeilnehmerInnen werden zum selbständigen Abfassen von Kurztexten aufgefordert.
 
Empfohlene Grammatiken für beiden Kurse:
Derbyshire, W. W.: A Basic Reference Grammar of Slovene. Slavica Publishers, Inc. 1993.
Toporisic, J.: Slovenska slovnica. Zalozba Obzorja Maribor 1984.

 

Westslavistik

07.630 Polnisch I

6st. Mo 14-16 Phil 1320

Mi 14-16 Phil 1101

Do 14-16 Phil 1320 Waldemar Klemm

Sprachkurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse: Sprachkommentare, grammatische Übungen, Texte unter Berücksichtigung des Lehrbuches von Bartnicka, Barbara u.a.: Wir lernen polnisch. Band 1-2. Warszawa 1996. Lektionen 1-15.

 

07.631 Polnisch III

4st. Mo 12-14 Phil 1320

Mi 12-14 Phil 1320 Waldemar Klemm

Sprachkommentare, Konversation, grammatische Übungen, Schreib-übungen auf der Grundlage des Buches von: Bartnicka, Barbara u.a.: Wir lernen polnisch. Band 1-2. Warszawa 1996. Lektionen 30-50. Abfassen kurzer Aufsätze.

 

07.632 Aufbaukurs Polnisch

A: Lektüre und Konversation

2st. Di 14-16 Phil 1320 Waldemar Klemm

Der Aufbaukurs wendet sich an Studierende der Westslavistik/Polonistik in der Hauptphase des Studiums, die verplichtet sind 6 SWS Sprachpraxis Polnisch zu belegen, und an alle Studierenden, die die Kurse Polnisch I-IV absolviert haben.
Die 6 SWS setzen sich zusammen aus:
A: Lektüre und Konversation, 2st.
B: Übersetzungen und Paraphrasen, 2st.
C: Grammatische Übungen, 2st.
 
Muttersprachler können nach Absprache von einzelnen Kursen befreit werden. In diesem Semester werden 2 SWS angeboten.
A: Der Titel der Veranstaltung lautet: "Das jüdische Thema in der polnischen Literatur vor 1939".
Gelesen, übersetzt und analysiert werden Poesie, Prosawerke und Fragmente vom XVII Jahrhundert bis zum Anfang des XX Jahrhunderts in chronologischer Reihenfolge, u.a. Sebastian Klonowic, Wacaw Potocki, Julian Ursyn Niemcewicz, Adam Mickiewicz, Zygmunt Krasin´ski, Cyprian K. Norwid, Micha Balucki, Józef Ignacy Kraszewski, Eliza Orzeszkowa, Maria Konopnicka, Aleksander Swietochowski, Boleslaw Prus, Adam Szyman´ski, Wladyslaw S. Reymont, Artur Oppmann, Leo Belmont, Janusz Korczak, Julian Tuwim.
Es wird die Lektüre folgenden Buches empohlen:
Markiewicz, Henryk (Hrsg.): Zydzi w Polsce. Antologia literacka. Kraków 1997.

 

07.633 Tschechisch I

6st. Mo 16-18 Phil 1320
Mi 9-11 Phil 1320
Do 16-18 Phil 1101 Petr Málek

 

Sprachkurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse:
Sprachkommentare, grammatische Übungen, Texte unter Berücksichtigung des Lehrbuches von: Lomatzsch, B. u.a.: Mluvíme cesky. I. 2. Aufl.. Berlin 1993.

 

07.634 Tschechisch III

4st. Di 16-18 Phil 1320
Do 10-12 Phil 1320 Petr Málek
 
Forsetzung des Sprachkurses: Sprachkommentare, grammatische Übungen, Abfassen kurzer Aufsätze, Schreibübungen auf der Grundlage des Lehrbuches von: Lomatzsch, B. u.a.: Mluvíme cesky. II. 2. Aufl.. Berlin 1993.

 

07.635 Aufbaukurs Tschechisch:

Lektüre und Konversation

2st. Di 14-16 Phil 503 Petr Málek

Der Kurs ist nicht nur für frische Absolventen von Tschechisch IV bestimmt, sondern auch all jenen zu empfehlen, die ihre Tschechischkenntnisse vertiefen und erweitern möchten.
Es werden Übungen angeboten, die die Wiederholung und Vertiefung der in den Kursen Tschechisch I-IV eingeführten grammatischen Probleme (aus dem Bereich der Morphologie, Lexikologie, Syntax und Stylistik) ermöglichen.


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Letzte Änderung: 18. Januar 2000


Universität - Sprachwissenschaften - Slavistik