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PhonetikVorbemerkung:Für das Fach Phonetik werden letztmalig im Sose 2003 Studierende zugelassen. Als Folge von Sparmaßnahmen wird das Fach nach dem Ausscheiden der derzeitigen Fachvertreter leider zum SoSe 2007 eingestellt. Beschreibung des FachsDie Phonetik behandelt die lautliche Seite der menschlichen Sprache. Sie untersucht also diejenigen Signale, die von Menschen zum Zwecke der Kommunikation mit Hilfe der Artikulationsorgane erzeugt werden. Diese sprachlichen Signale werden registriert, beschrieben und gedeutet. Insofern ist die Phonetik überwiegend eine empirische Wissenschaft. Da der Gegenstandsbereich der Phonetik insgesamt sehr komplex ist, wird er entsprechend dem Kommunikationsmodell in drei Teilbereiche untergliedert:
Der Gegenstandsbereich der Phonetik hat Beziehungen zu zahlreichen anderen Disziplinen. Daher ist die Phonetik eine typische Grenzwissenschaft. Zu den wichtigsten Nachbardisziplinen der Phonetik gehören: Allgemeine Sprachwissenschaft, einzelsprachliche Philologien und andere sprachliche Disziplinen, Akustik, Anatomie und Physiologie, verschiedene medizinische Disziplinen, Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Sprachdidaktik, Logopädie, Musikwissenschaft u.a. Diese Vielfalt von Nachbardisziplinen bedingt eine entsprechende Methodenvielfalt in der phonetischen Forschung. Unter den genannten Nachbardisziplinen nehmen die sprachlichen Fächer eine zentrale Stellung ein. Es werden Laute aus allen Sprachen der Welt untersucht. Dabei betont die Phonetik besonders die Funktion der Laute im Rahmen der gesamten grammatischen Beschreibung der Sprache. Das Fach Phonetik kann als Haupt- oder Nebenfach im Rahmen eines Magisterstudiums studiert werden. BerufsmöglichkeitenDie Zahl der Berufe und Positionen, die eine wissenschaftliche Ausbildung im Fach Phonetik erfordern, ist begrenzt. Eine phonetische Ausbildung, besonders in Verbindung mit einer anderen Fachausbildung, kann aber in bestimmten Berufsfeldern Möglichkeiten eröffnen. In Frage kommen dafür in erster Linie die sogenannten Kulturberufe im In- und Ausland: z.B. Mitarbeiter an Lexikonverlagen; Mitarbeiter bei Rundfunk und Fernsehen und am Theater; Mitarbeiter im Kultursektor des Auswärtigen Dienstes, z.B. Goethe-Institut; Mitarbeiter im Bereich der Kriminalistik und Forensik; Tätigkeit im Bereich der Erwachsenenbildung; Mitarbeiter bei forschungsfördernden Einrichtungen, Stiftungen u.dgl.; Mitarbeiter bei Missionen und Bibelanstalten. Außerdem sind phonetische Kenntnisse für jede Art von Fremdsprachenvermittlung, Ausspracheschulung, Gesang, Rhetorik, linguistische Datenverarbeitung (Sprachtechnologie) und Nachrichtenübermittlung von Bedeutung. Von erheblicher Bedeutung ist die Phonetik weiterhin für den ganzen Bereich der Pädagogik und Therapie bei Stimm-, Sprech-, Sprach- und Hörbehinderten. Schließlich ist die Laufbahn als Hochschullehrer sowie überhaupt die Lehr- und Forschungstätigkeit an einer phonetischen Forschungs- und/oder Bildungseinrichtung zu nennen. Dauer des StudiumsRegelstudienzeit: 9 - 10 Semester; Bakkalaureatsprüfung (im Rahmen des Magisterstudiengangs): 6 Semester + 1 Semester Prüfungszeit Abschlußmöglichkeiten
Achtung: Vgl. hierzu die Hinweise in der Vorbemerkung AdressenEin ausführlicher Studienplan ist erhältlich am: Institut für Allgemeine und Angewandte Sprachwissenschaft Adresse der Fachschaft: Fachschaft für Phonetik, Allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik VoraussetzungenWer sich bewerben will, muß über das Reifezeugnis eines staatlichen oder staatlich anerkannten Gymnasiums verfügen oder eine von der zuständigen Behörde als gleichwertig anerkannte Vorbildung nachweisen. Stand: Oktober 2002 |
| Impressum | Letzte Änderung: 25. Oktober 2002 ogl |