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Arbeitsstelle für
feministische Literaturwissenschaft
1. Lehre
2. Betreuung und Koordination von Forschungsvorhaben
3. Netzwerk "Frauen in der Literaturwissenshaft"
4. Publikationen
5. Besetzung der Arbeitsstelle
Die vielfältigen Aktivitäten, Publikationen und Kontakte der seit 1985 bestehenden Arbeitsstelle (der erste Rundbrief "Frauen in der Literaturwissenschaft" erschien bereits 1983) sind im Berichtszeitraum erweitert und vertieft worden.
Die steigende Nachfrage sowohl von Studentinnen "vor Ort" als auch von Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland dokumentieren den hohen Stellenwert, den die Arbeitsstelle am Literaturwissenschaftlichen Seminar bzw. an der Universität Hamburg und - als eines der wenigen Zentren literaturwissenschaftlicher Frauenforschung im deutschsprachigen Raum - international hat.1. Lehre
Neben fortlaufenden Lehrveranstaltungen im Bereich feministischer Literaturtheorie, Weiblichkeitsmuster und -theorien sowie Literatur von Frauen, die durch Lehraufträge ergänzt werden, stehen die Vortragsreihen, die die Arbeitsstelle seit mehreren Semestern durchführt.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Reihen veranstaltet:- SoSe 1992: "Spiegel - Sprache - Spiel" (8 Vorträge)
- SoSe 1993: "Sprachen der Liebe" (6 Vorträge und Lesung)
- WS 1993/94: "Bild und Schrift" (4 Vorträge)
Außerdem fand im WS 1993/94 im Rahmen des Partnerschaftsabkommens der Universität Hamburg mit der Karls-Universität Prag eine Vortragsreihe der Arbeitsstelle zum Thema "Sprachen der Liebe" in Prag statt (3 Vorträge).2. Betreuung und Koordination von Forschungsvorhaben
Neben der Betreuung von Forschungs- und Examensarbeiten, die am Seminar in verschiedenen Bereichen der feministischen Literaturwissenschaft entstehen (z.B. Relektüren vergessener und etablierter Autorinnen, Kulturgeschichte der Geschlechterdifferenz in deutschsprachiger Literatur, Geschlechterverhältnisse und Literatur- und Kulturtheorie), besuchen viele Studierende und Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland die Arbeitsstelle, um Beratung und wissenschaftlichen Austausch zu finden und das wachsende Archiv der Arbeitsstelle zu nutzen.3. Netzwerk "Frauen in der Literaturwissenschaft"
Durch die Herausgabe des Rundbriefes "Frauen in der Literaturwissenschaft" hat die Arbeitsstelle ein Netzwerk aufgebaut, das der Information und dem Austausch von Wissenschaftlerinnen innerhalb und außerhalb der Universität dient. Der Rundbrief erscheint viermal jährlich in einer Auflage von 900 Exemplaren und wird an einen internationalen Abonnentinnenkreis verschickt.
Im Berichtszeitraum erschienen Rundbriefe zu folgenden Themen:- "Autorinnen und Literaturwissenschaft in der Türkei" (Heft 34, Juli 1992, 52 Seiten)
- "Apartheit" (Heft 35, Oktober 1992, 56 Seiten)
- "Literatur und Kultur Indiens" (Heft 36, Dezember 1992, 64 Seiten)
- "Sprachen der Liebe" (Heft 37, Mai 1993, 60 Seiten)
- "Psychoanalyse" (Heft 38/39, September 1993, 112 Seiten)
- "Bild und Schrift" (Heft 40, Dezember 1993, 92 Seiten)
- "Osteuropa" (Heft 41, April 1994, 88 Seiten)
Die nächsten Themenhefte sind "Film", "Postfeminismus", "Zensur".4. Publikationen
Neben dieser kontinuierlichen Publikation der Rundbriefe ist 1994 die Dokumentation einer Tagung erschienen, die die Arbeitsstelle für feministische Literaturwissenschaft in Kooperation mit der Humboldt-Universität Berlin und dem Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen durchführte:

Sabine Schilling/ Inge Stephan/ Sigrid Weigel (Hrsg.): Jüdische Kultur und Weiblichkeit in der Moderne. Böhlau. Köln 19945. Besetzung der Arbeitsstelle
Durch die Einstellung einer wissenschaftlichen Assistentin im Bereich der feministischen Literaturwissenschaft zum 1.4.1993 (Dr. Dagmar von Hoff) konnte die Arbeit intensiviert werden. Die halbe Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin, die Kerstin Wilhelms bis zum 31.3.1992 innehatte, konnte erst zum 1.3.1993 durch Ulrike Vedder (befristet bis zum 28.2.1994, finanziert aus HSP-II-Mitteln) wieder besetzt werden. <Über den Berichtszeitraum hinaus ist anzumerken, daß nach einer Zwischenfinanzierung vom 1.4.-30.9.1994 Ulrike Vedder nun eine auf drei Jahre befristete halbe Mitarbeiterinnenstelle (¤24,3-Stelle) innehat.> Außerdem steht der Arbeitsstelle eine studentische Hilfskraft zur Verfügung (Regula Müller, ab 1.2.1994 Monika Ehlers).
Durch die Befristungen und Aussetzungen kam es im Berichtszeitraum immer wieder zu personellen Engpässen. Seit dem Weggang von Prof. Dr. Inge Stephan zum 1.4.1994 an die Humboldt-Universität zu Berlin wird die Arbeitsstelle in Kooperation mit Inge Stephan von Dagmar von Hoff kommissarisch geleitet. Um eine kontinuierliche Lehre im Bereich feministischer Literaturwissenschaft zu gewährleisten und um den enormen, wachsenden Ansprüchen, die an die Arbeitsstelle gestellt werden, gerecht werden zu können, ist die Ausschreibung und Besetzung der Professur für feministische Literaturwissenschaft unabdingbar. Dr. Dagmar von Hoff, Ulrike Vedder