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Zentrum für
Hungarologie im Finnisch-Ugrischen Seminar


1. Dokumentation
1.2 Information
1.3 Koordination
1.4 Lehre
1.5 Forschung
2. Organisatorisch-strukturelle Entwicklung
3. Erfüllung der Aufgaben
3.1 Dokumentation
3.2 Information
3.3 Koordination
3.4 Lehre
3.5 Forschung
Anlagen
Anlage1: Bestandsstruktur der hungarologischen Abteilung der Bibliothek des Finnisch-Ugrischen Seminars
Anlage 2: Liste der Tagungen und Veranstaltungen, an denen Mitarbeiter des Zentrums für Hungarologie im Zeitraum April 1992 - März 1994 mit Vortrag teilgenommen haben
Anlage 3: Liste der Veröffentlichungen mit hungarologischer Thematik 1992-1994

1. Aufgaben

Die Gründungskonzeption und der am 10.03.1988 zwischen der Universität Hamburg und dem ungarischen Ministerium für Bildung und Kultur sowie der Eötvös Loránd Universität Budapest abgeschlossene Fördervertrag sehen als Aufgabe für das Zentrum für Hungarologie vor, "einen wesentlichen Beitrag zur Intensivierung der Wissenschaftsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ungarischen Volksrepublik zu leisten, die hierzu erforderlichen Kenntnisse über das politische, ökonomische und gesellschaftliche System Ungarns und über das ungarische Wissenschaftssystem zur Verfügung zu stellen und an der Koordination der hungarologischen Forschung und Lehre in der Bundesrepublik teilzunehmen." Aus dieser allgemeinen Aufgabenbestimmung leiten sich fünf größere Aufgabenbereiche ab:

1.1 Dokumentation:

Aufbau einer interdisziplinären hungarologischen Bibliothek und Dokumentation mit dem Schwerpunkt Landeskunde Ungarns; Aufbau einer Dokumentation über die in Ungarn und in Deutschland tätigen hungarologischen Institutionen, Personen, Forschungsprojekte und Lehrangebote.

1.2 Information:

Bereitstellung von Informationen über Ungarn an alle an hungarologischen Themen interessierten Institutionen, Wissenschaftler, Studierende sowie an die Öffentlichkeit.

1.3 Koordination:

Herstellung von Kontakten zu deutschen Wissenschaftlern, die an hungarologischen Themen arbeiten bzw. an deutsch-ungarischer wissenschaftlicher Kooperation mitwirken.

1.4 Lehre:

Förderung der Entwicklung eines fachspezifischen, auf die Bedürfnisse einzelner Wissenschaftsbereiche abgestimmten Ungarisch-Unterrichts.

1.5 Forschung:

Durchführung von hungarologischen Forschungsprojekten; fachliche Betreuung von Studierenden, Nachwuchswissenschaftlern und Stipendiaten.
Eine regelmäßige kritische Aufgabenüberprüfung wird durch den Wissenschaftlichen Beirat durchgeführt, der paritätisch aus deutschen und ungarischen Mitgliedern zusammengesetzt ist.

2. Organisatorisch-strukturelle Entwicklung

Im Berichtszeitraum 1992-1994 sind keine organisatorisch-strukturellen Veränderungen eingetreten. Die organisatorische Einbindung des Zentrums für Hungarologie als Arbeitsbereich in das Finnisch-Ugrische Seminar hat sich voll bewährt, die jeweiligen Ressourcen können auf diese Weise optimal gemeinsam verwendet werden.
Eine personelle Erweiterung hat nicht stattfinden können. Dem Zentrum für Hungarologie steht nach wie vor eine Stelle Wissenschaftlicher Sekretär BAT Ib zur Verfügung. Daneben beteiligen sich an der Tätigkeit des Zentrums mit teilweise erheblichen Arbeitszeitanteilen der Fachvertreter für Finnougristik, der in Personalunion gleichzeitig Direktor des Zentrums ist, der Lektor für Ungarisch, die Diplom-Bibliothekarin sowie die Inhaberin der halben Stelle Fremdsprachliche Angestellte.
Die Haushaltsmittel des Zentrums für Hungarologie sind im Etat des Finnisch-Ugrischen Seminars ausgewiesen und werden gemeinsam verwaltet. Für seine spezifischen Zwecke stehen dem Zentrum gegenwärtig ca. 25.000 - 26.000 DM jährlich zur Verfügung. Diese Mittel verteilen sich zu 54% auf studentische Hilfskräfte und Gastvorträge, 42% auf Bibliotheksmittel und 4% auf Reisen zu wissenschaftlichen Zwecken. Die Mittelzuweisung stagniert seit 1992, in Verbindung mit den auch in Ungarn stark gestiegenen Preisen für Bücher und Zeitschriften führt dies zu einem realen Rückgang der Beschaffungsmöglichkeiten.
An Sonderzuweisungen hat das Zentrum für Hungarologie erhalten:
9.000 DM
für die Durchführung des Symposiums "Zur Situation der ungarnbezogenen Forschung und Lehre in Deutschland" (Mai 1993 in Budapest) von der Südosteuropa-Gesellschaft
8.500 DM
für die Beschaffung eines Computer-Arbeitsplatzes (1993), WAP- Programm der Universität
Von ungarischer Seite werden in gewissem Umfang Geldmittel zum Erwerb von Büchern und Zeitschriften in Ungarn zur Verfügung gestellt.
Die Unterbringung des Zentrums für Hungarologie in den Räumen des Finnisch-Ugrischen Seminars ist in sehr zufriedenstellender Weise gelöst. Allerdings sind die Reserveflächen der sehr schnell wachsenden Bibliothek weitgehend erschöpft. Eine räumliche Erweiterung wird vermutlich Anfang 1995 stattfinden können.

3. Erfüllung der Aufgaben

3.1 Dokumentation

Die hungarologische Bibliothek bildet einen integrierten Bestandteil der Bibliothek des Finnisch-Ugrischen Seminars. Der seit der Gründung des Zentrums vorgenommene erhebliche Ausbau und thematische Strukturwandel in Richtung eines interdisziplinären landeskundlichen Schwerpunktes wurden fortgeführt. Die derzeitige Bestandsstruktur wird in der Anlage 1 verdeutlicht.
Der jährliche Zuwachs der hungarologischen Abteilung beträgt ca. 700 - 800 bibliothekarische Einheiten, der Gesamtbestand ca. 8.500 Monographien. Die Zahl der laufenden wissenschaftlichen, populärwissenschaftlichen, kulturell-literarischen und politischen Zeitschriften und Zeitungen liegt bei etwa 100. Es bestehen intensive (Tausch)Kontakte zu zahlreichen Bibliotheken in Ungarn. 1993 hat das Zentrum für Hungarologie zudem eine Schenkung von ca. 250 Monographien überwiegend ökonomischer und statistischer Fachliteratur erhalten.
Arbeiten zur bibliographischen Erschließung von Teilgebieten der Hungarologie (z.B. Linguistik, Geschichte, Geographie) werden von den Wissenschaftlern des Finnisch-Ugrischen Seminars im Rahmen ihrer individuellen Forschungsprojekte fortgeführt.

3.2 Information

Informationstätigkeit wurde in sehr unterschiedlicher Weise geleistet. Wissenschaftler des Zentrums für Hungarologie bzw. des Finnisch-Ugrischen Seminars haben an zahlreichen wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Tagungen und Veranstaltungen aktiv teilgenommen (pro Jahr ca. 20 verschiedene Tagungen) und zahlreiche Vorträge in Einrichtungen der Erwachsenenbildung gehalten (pro Jahr ca. 10 Vorträge). Die Anlage 2 vermittelt einen Einblick über die thematische Vielfalt dieser Aktivität.
Zudem wurden zahlreiche schriftliche und mündliche Anfragen von Schülern, Studierenden, Wissenschaftlern, Personen und Institutionen des öffentlichen Lebens, der Medien und der Wirtschaft an das Zentrum für Hungarologie gerichtet. In diesen Anfragen spiegelt sich das starke Interesse an dem politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Reformprozeß in Ungarn wider.
Ungarische Studierende und Wissenschaftler, die sich in Hamburg aufhalten, nehmen das Zentrum für Hungarologie als Anlaufstation und Ort, an dem sie Informationen über die Geschehnisse in ihrer Heimat erhalten können, zunehmend in Anspruch.

3.3 Koordination

Zur Koordination hungarologischer Aktivitäten unterhält das Zentrum für Hungarologie zahlreiche Kontakte zu Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Einrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene. Besonders intensive Kontakte bestehen zum Seminar für Hungarologie der Humboldt-Universität zu Berlin, zu den Hungarologie-Zentren in der Université de la Sorbonne Nouvelle-Paris III und der Jyväskylän Yliopisto (Universität Jyväskylä/Finnland). Die Beziehungen zu einschlägigen hungarologischen Einrichtungen in Ungarn wie Hungarológia Tanács (Hungarologie-Rat), Nemzetközi Hungarológiai Központ (Internationales Zentrum für Hungarologie), Nemzetközi Magyar Filológiai Társaság (Internationale Gesellschaft für Ungarische Philologie) wurden weiter intensiviert. Entsprechend ihren persönlichen wissenschaftlichen Interessen haben die Wissenschaftler des Finnisch-Ugrischen Seminars ihre Kontakte zu den fachlich jeweils einschlägigen Einrichtungen und Kollegen weiter ausgebaut. Eine wichtige Rolle bei der Intensivierung dieser Kontakte spielt der Partnerschaftsvertrag zwischen der Universität Hamburg und der Eötvös Loránd Universität Budapest.
Zu Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich in Deutschland mit hungarologischen Themen beschäftigen, besteht ein dichtes Kommunikationsnetz. Die vom Finnisch-Ugrischen Seminar und dem Zentrum für Hungarologie 1992 gemeinsam eingeleiteten Bestrebungen, die im deutschsprachigen Raum tätigen Finnougristen, Hungarologen und Fennisten zu einem Interessenverband zusammenzufassen, führten zu der im November 1992 in Göttingen vollzogenen Gründung des Deutschen Finnougristentages. Der Deutsche Finnougristentag tagt im Jahresrhythmus und hat in Teilbereichen bereits zu einer verbesserten Kommunikation und Koordination geführt. So findet seit dem Wintersemester 1993/94 eine schriftliche Befragung über die Motivation der Studienanfänger(innen) der betroffenen Studiengänge Finnougristik, Fennistik und Hungarologie statt, die im Laufe des Sommersemesters 1995 abgeschlossen werden soll und von deren Auswertung auch einige Impulse für eine Reform der Studiengänge erhofft werden.
Das Zentrum für Hungarologie ist teils institutionell, teils durch die Wissenschaftler in der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft Stuttgart, in der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft Berlin-Brandenburg sowie in der Südosteuropa-Gesellschaft München vertreten.
Mit den beiden Kulturinstituten der Republik Ungarn in Deutschland (Berlin und Stuttgart) ist das Zentrum freundschaftlich verbunden. Mitarbeiter des Zentrums bzw. des Finnisch-Ugrischen Seminars haben dort mehrfach Vorträge gehalten bzw. an wissenschaftlich-kulturellen Veranstaltungen teilgenommen.
Die folgende Aufstellung gibt einen Überblick über die Tagungen, Symposien und Kolloquien, die vom Zentrum für Hungarologie federführend organisiert worden sind oder an deren Organisation das Zentrum entscheidend mitbeteiligt gewesen ist, sowie über wichtige Besuche im Zentrum:
15.-17.10.1992:
Treffen zur Vorbereitung eines ERASMUS-Antrages mit Vertretern der Université de la Sorbonne Nouvelle-Paris III, der Jyväskylän Yliopisto und der Humboldt-Universität zu Berlin
Oktober 1992:
Besuch von Prof. Dr. Petro Lizanec, Professor für Ungarische Philologie an der Staatsuniversität Uzgorod sowie Direktor des Zentrums für Hungarologie in Uzgorod/Ukraine (DAAD-Stipendiat)
10.-11.11.1992:
6. Deutsch-Ungarisches Historikerkolloquium "Militär, Staat und Gesellschaft in Mitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert"
23.11.1992:
Besuch des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft des ungarischen Parlaments
11.02.1993:
Besuch des Botschafters der Republik Ungarn
26.-27.05.1993:
Kolloquium "Zur Situation der ungarnbezogenen Forschung und Lehre in Deutschland", durchgeführt in der Eötvös Loránd Universität Budapest
28.05.1993:
Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Hungarologie, durchgeführt in Budapest
25.02.1994:
Kolloquium "Ungarn und Südosteuropa" (gemeinsam mit der Südosteuropa-Gesellschaft)
Neben diesen größeren Veranstaltungen wurden im Zentrum für Hungarologie auch mehrere Gastvorträge (im Berichtszeitraum: drei) über ungarische Themen gehalten.

3.4 Lehre

Das in früheren Jahren zu beobachtende steigende Interesse von Studierenden und Gasthörern an hungarologischen Lehrveranstaltungen hat sich gegenwärtig auf einem hohen Niveau eingependelt. Neben den regelmäßig angebotenen Sprachlehrveranstaltungen finden in jedem Semester drei bis fünf Lehrveranstaltungen statt, die Fragen der Geschichte, Politik, Gesellschaft, Kultur- und Literaturgeschichte Ungarns sowie linguistische Fragestellungen behandeln.
Der Wissenschaftliche Sekretär hat darüber hinaus im Wintersemester 1992/93 eine spezielle Lehrveranstaltung "Einführung in die ungarische Sprache für Bibliothekarinnen" an der TU Hannover durchgeführt. Des weiteren hat er im Wintersemester 1992/93 ein vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördertes Seminar zum Thema "Macht und Intelligenz" veranstaltet, in dem das Verhalten Intellektueller in totalitären Systemen an deutschen, französischen und ungarischen Beispielen beleuchtet worden ist. An dem Seminar haben über 20 Studierende aus Budapest, Hamburg und Paris teilgenommen, es wurde als Blockseminar von einer Woche Dauer in Pfronten/Allgäu durchgeführt. Das Seminar fand seine Fortsetzung im Sommersemester 1993 in einem größeren Rahmen mit ca. 200 studentischen Teilnehmern aus den drei Ländern in Budapest. Die Materialien dieser Konferenz werden z.Zt. vom Wissenschaftlichen Sekretär im Auftrage des Deutsch-Französischen Jugendwerks herausgegeben.
Auf Initiative des Zentrums für Hungarologie wurde im Oktober 1992 ein Antrag auf Förderung des ERASMUS-Projekts "Finnougristik, Hungarologie, Fennistik" gestellt, der positiv beschieden wurde. Mit Beginn im Wintersemester 1993/94 besteht für jeweils 5 Studierende pro Universität und Studienjahr die Möglichkeit, vier bis fünf Monate an einer der beteiligten Universitäten: Universität Hamburg, Humboldt-Universität zu Berlin, Université de la Sorbonne Nouvelle-Paris III und Jyväskylän Yliopisto zu verbringen. Zusätzlich können in jedem Studienjahr zwei bis drei Dozenten bis zu zwei Wochen als Gastdozent an einer der anderen Universitäten lehren. In diesem Rahmen hielt sich der Wissenschaftliche Sekretär des Zentrums im März 1994 zwei Wochen in der Universität Jyväskylä auf und führte dort ein Kompaktseminar zum Thema "Minorities in Hungary - Hungarians as Minorities" durch. Der absolut gesehen zwar relativ geringe, in Anbetracht der Größe der beteiligten Fächer aber doch beträchtliche Umfang des Austauschprogramms ermöglicht eine sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Koordinatoren und damit eine intensive Betreuung der ausländischen Studierenden sowie eine zielgerichtete Vorbereitung der hiesigen Studierenden. Für den Erfolg des ERASMUS-Programms spricht, daß mehrere Studierende über die jeweilige Förderdauer hinaus auf eigene Kosten an der Gastuniversität verblieben sind.

3.5 Forschung

Eine im Zentrum für Hungarologie institutionalisierte eigenständige Forschungstätigkeit in größerem Umfang ist auf Grund der geringen Mitarbeiterzahl und abgesehen von den individuellen Forschungsprojekten der Mitarbeiter vorläufig noch nicht vorgesehen. Gleichwohl arbeiten die Mitarbeiter an mehreren gemeinsamen bzw. aufeinander abgestimmten Forschungsprojekten: "Hungarologie - Wissenschaftsgeschichte und -theorie", "Vorarbeiten zu einer praxisbezogenen Grammatik der ungarischen Sprache" und "Wissenschaftsgeschichte der Uralistik (Finnougristik)".
Als individuelle Forschungsprojekte, die teilweise in - hiesige und auswärtige - Drittmittelprojekte eingebunden sind, können angeführt werden: "Bibliographie der ungarischen Literatur in deutscher Übersetzung", "Bibliographie zur ungarischen Sprachwissenschaft in Deutschland", "Wörterbuch des ungarischen Bukovina-Dialekts", "Untersuchungen zur Wortfrequenz und Wortwichtigkeit im Ungarischen", "Siedlungsgeschichte des historischen Ungarn von der Landnahme bis zur Gegenwart", "Deutsche und Magyaren als nationale Minderheiten im Donauraum 1918 - 1980", "Fragen der Raum- und Stadtplanung in Ungarn", "Deutsch-ungarische Beziehungen in der Geographie der Zwischenkriegszeit", "Probleme der Historiographie in Ungarn".
Mit dem April 1993 ist die Leitung des vom Bundesministerium für Forschung und Technologie sowie der Országos Muszaki Fejlesztési Bizottság gemeinsam finanzierten Forschungsprojekts "Geschichte der deutsch-ungarischen Beziehungen in Naturwissenschaft und Technik" (deutscher Finanzierungsanteil: 108.000 DM) auf den Wissenschaftlichen Sekretär des Zentrums für Hungarologie übertragen worden. Das Projekt wurde Ende 1994 beendet, die Publikation der Forschungsergebnisse erfolgt Mitte 1995.
Ergebnisse aus allen aufgeführten Forschungsprojekten sind auf wissenschaftlichen Tagungen vorgetragen und publiziert worden. Eine Auswahl der im Berichtszeitraum publizierten Beiträge der Mitarbeiter befindet sich in der Anlage 3.

Anlagen

Anlage 1: Bestandsstruktur der hungarologischen Abteilung der Bibliothek des Finnisch-Ugrischen Seminars

Sachgebiet. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Anteil in %
_______________________________________________________________________
Allg. Literatur über Ost- u. Südosteuropa. . . . . . . . . . . . . .1,2
Allg. Literatur über Ungarn, Sammelwerke, Reiseführer,
Lexika, Biographien, Statistiken. . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,1
Geographie, Karten, Ökologie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5,0
Geschichte. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15,6
Staat und Politik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .3,9
Wirtschaft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,8
Gesellschaft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4,7
Bildungswesen, Wissenschaft. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2,6
Kultur. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8,2
Ethnographie. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5,6
Linguistik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9,9
Literaturwissenschaft, Belletristik. . . . . . . . . . . . . . . . 29,5
Wörterbücher. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2,2
Sonstiges. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .0,8

Anlage 2: Liste der Tagungen und Veranstaltungen, an denen Mitarbeiter des Zentrums für Hungarologie im Zeitraum April 1992 - März 1994 mit Vortrag teilgenommen haben

April 1992:
Wien, Institut für Finno-Ugristik, Kolloquium aus Anlaß des 60. Geburtstages des Vorstandes des Instituts für Finno-Ugristik der Universität Wien
Wolfgang Veenker
Mai 1992:
Bratislava, ABDOSD, 21. Arbeits- und Fortbildungstagung der Arbeitsgemeinschaft der Bibliotheken und Dokumentationsstellen der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung
Holger Fischer
Mai 1992:
Hamburg, Staatspolitische Gesellschaft
Vortrag Tiborc Fazekas: "Die Frage der Nationalitäten. Krisenpotential im Osten"
Juli 1992:
Berlin, Seminar für Hungarologie, Kolloquium anläßlich des 150. Jahrestages der Gründung des Bundes Ungarischer Hochschüler in Berlin
Vortrag Karin Höpp: "Aspekte der Zweisprachigkeit bei den Finnougriern am Beispiel der Komi und der Mari"
August 1992:
Budapest, Nemzetközi Hungarológiai Központ, Lektorenkonferenz
Tiborc Fazekas, Holger Fischer (jeweils ohne Vortrag)
August 1992:
Budapest, Hungarologus Oktatók Nemzetközi Társasága, II. Internationale Konferenz für den Hungarologie-Unterricht
Tiborc Fazekas, Holger Fischer (jeweils ohne Vortrag)
August 1992:
Galyatetö, József Attila Kör, Übersetzerseminar
Karin Höpp
September 1992:
Hamburg, Literaturhaus, Lesung der Schriftstellerin Christina Viragh
Tiborc Fazekas (Moderation)
September 1992:
Budapest, Központi Statisztikai Hivatal, Konferenz "Probleme der Nationalitätenstatistik"
Vortrag Holger Fischer: "Räumliche Aspekte des sozio-ökonomischen Wandels der ungarndeutschen Minderheit im 20. Jahrhundert und die Nationalitätenstatistik"
September 1992:
Simmern/Westerwald, Fridtjof-Nansen-Akademie für Politische Bildung und LAG Ostkunde im Unterricht
Vortrag Holger Fischer: "Ungarn im Wandel. Reformbestrebungen von 1988 bis zur Gegenwart"
September 1992:
Nitra, Symposium "Die regionalen Varianten der lebendigen ungarischen Sprache"
Vortrag Tiborc Fazekas: "Kultur- und siedlungshistorische Bemerkungen anhand der Familiennamen der ungarischen Dörfer in der Bukovina im 18. Jahrhundert"
September 1992:
Tartu, Sitzung des Komitees des Internationalen Informationssystems der Uralistik (URBIS)
Wolfgang Veenker (Mitglied des Komitees)
September 1992:
Hamburg, Staatspolitische Gesellschaft
Vortrag Tiborc Fazekas: "Ungarndeutsche - Bleibt der Bleibewille?"
Oktober 1992:
Vlotho, Gesamteuropäisches Studienwerk, Tagung "Soziale Folgen der Systemtransformation in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei"
Vortrag Holger Fischer: "Soziale Folgen des Transformationsprozesses in Ungarn"
Oktober 1992:
Szombathely, Internationales Symposium "Die Wege der finnisch-ugrischen Völker zur politischen, kulturellen und sprachlichen Autonomie"
Vortrag Wolfgang Veenker: "Die wissenschaftliche Beschäftigung mit den finnougrischen Völkern - Kultur, Geschichte und Sprachen - in Deutschland"
Oktober 1992:
Bonn-Bad Godesberg, Deutscher Rat der Europäischen Bewegung, Europa-Union Deutschland, Institut für Europäische Politik, 2. Jahrestreffen des Deutsch-Ungarischen Forums "Deutschland und Ungarn: Partner im neuen Europa"
Holger Fischer (ohne Vortrag)
November 1992:
Hamburg, Historisches Seminar, 6. Deutsch-Ungarisches Historikerkolloquium "Militär, Staat und Gesellschaft in Mitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert"
Vortrag Holger Fischer: "Zum Zusammenhang von Siedlung, sozioökonomischem Wandel und Identität einer Minderheit am Beispiel der Ungarndeutschen im 20. Jahrhundert"
November 1992:
Göttingen, Finnisch-ugrisches Seminar, Finnisch-Ugrische Arbeitstagung
Holger Fischer, Wolfgang Veenker
November 1992:
Cottbus, Deutsch-Ungarische Gesellschaft Berlin-Brandenburg
Vortrag Holger Fischer: "Die Ungarn und ihre Nachbarn - Historische Erfahrungen aktueller Probleme"
Januar 1993:
Schloß Eichholz, Wesseling, Konrad-Adenauer-Stiftung, Fachtagung für Angehörige der Bundeswehr "Experiment Demokratie - Der Umbau von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Ostmitteleuropa"
Vortrag Holger Fischer: "Ungarn - Ein Jahrzehnt in der Nische der Privatheit?"
Februar 1993:
Hamburg, Hamburgi Magyarok Egyesülete e.V.
Vortrag Tiborc Fazekas: "Die Lage in Ungarn"
April 1993:
Budapest, I. International Congress of Dialectologists and Geolinguists
Vortrag Tiborc Fazekas: "Möglichkeiten und Grenzen der Technik in der zeitgenössischen Dialektforschung"
April 1993:
Sopron/Ungarn, Österreichisches Ost- und Südosteuropa-Institut, Europa Institut Budapest, Historisches Institut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Südosteuropa-Gesellschaft München, Internationale Tagung "Revolutionen in Ostmitteleuropa 1789-1989, Schwerpunkt Ungarn"
Vortrag Holger Fischer: "Ungarn 1956 in der Geschichtswissenschaft der Bundesrepublik Deutschland"
Mai 1993:
Hanasaari/Finnland, Finnisches Zentralamt für Unterrichtswesen
Vortrag Tiborc Fazekas: "Erfahrungen des Fremdsprachenseminars 1992 in Érd/Ungarn"
Mai 1993:
Budapest, Zentrum für Hungarologie, Eötvös Loránd Universität Budapest, Nemzetközi Hungarológiai Központ, Südosteuropa-Gesellschaft, Wissenschaftliches Kolloquium "Zur Situation der ungarnbezogenen Forschung und Lehre in Deutschland"
Vortrag Holger Fischer: "A hungarológia helyzete Németországban. Az intézményi rendszer"
Vortrag Wolfgang Veenker: "Forschung und Lehre im Bereich der ungarischen Philologie"
Juni 1993:
Hamburg, Siebenbürgen-Workshop des Arbeitskreises Siebenbürgen e.V.
Vortrag Tiborc Fazekas: "Die Bukowina-Székler"
Juli 1993:
Rostock, Fachbereich Geschichtswissenschaft der Universität
Vortrag Holger Fischer: "Systemwechsel und Gesellschaft in Ungarn seit Ende der achtziger Jahre"
Juli 1993:
Lengyel/Ungarn: Sommerakademie der Bukowina-Székler
Vortrag Tiborc Fazekas: "Die Sprache der Bukowina-Székler"
Juli 1993:
Budapest, Nemzetközi Magyar Filológiai Társaság, Vorstandssitzung
Wolfgang Veenker
Juli 1993:
Berlin, Deutsch-Ungarische Gesellschaft Berlin-Brandenburg, Haus Ungarn
Vortrag Holger Fischer: "Ungarn und Slowaken - Zusammenleben zweier Völker"
August 1993:
Budapest, Nemzetközi Hungarológiai Központ, Lektorenkonferenz
Tiborc Fazekas, Holger Fischer (jeweils ohne Vortrag)
August 1993:
Eger/Ungarn, I. Internationale Konferenz der Finnougrischen Schriftsteller
Tiborc Fazekas (ohne Vortrag)
September 1993:
Bonn, DAAD, Fortbildungsseminar für Mitarbeiter/innen der Akademischen Auslandsämter "Studium in Osteuropa"
Vortrag Holger Fischer: "Neuere Entwicklungen im ungarischen Hochschulwesen"
Oktober 1993:
Hamburg, Haus Rissen, Seminar "Sicherheit in einer unsicheren Welt"
Vortrag Holger Fischer: "Der Balkan als Herausforderung für die euro-atlantische Sicherheit aus ungarischer Sicht"
Oktober 1993:
Burg Schlaining/Österreich, Südosteuropa-Gesellschaft, Südost-Institut, Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, Internationale Konferenz "MInderheiten als Sicherheitsproblem in Ostmittel- und Südosteuropa"
Sektionsvorsitz Holger Fischer
November 1993:
München, Institut für Finnougristik, Deutscher Finnougristentag
Holger Fischer, Wolfgang Veenker
November 1993:
Bienenbüttel und Hamburg, Sitzung des Komitees des Internationalen Informationssystems der Uralistik (URBIS)
Wolfgang Veenker (Mitglied des Komitees)
Dezember 1993:
Hamburg, Haus Rissen, Informationsseminar für Angehörige der Bundeswehr "Wirtschaftliche Entwicklung und Nationalismus in Osteuropa"
Vortrag Holger Fischer: "Im Schatten von Trianon - Nationalismus in Ungarn"
Januar 1994:
Paris, Centre Interuniversitaire d'Etudes Hongroises, Kolloquium "Evolutions parallèles et relations bilatérales France/Hongrie, XXème siècle"
Vortrag Holger Fischer: "Les réactions face à la montée de la prépondérance allemande en Europe Centrale"
Februar 1994:
Hamburg, Südosteuropa-Gesellschaft, Wissenschaftliches Kolloquium "Ungarn und Südosteuropa"
Wissenschaftliche Leitung Holger Fischer
März 1994:
Jyväskylä/Finnland, Historisches Institut
Vortrag Holger Fischer: "Neuere Entwicklungen in der ungarischen Sozialgeschichte"
März 1994:
Turku/Finnland, Soziologisches Institut
Vortrag Holger Fischer: "The Minority Question in Hungary. Historical, Political and Socio-economic Aspects"
März 1994:
Jyväskylä/Finnland, Hungarologie, Kolloquium "Erlernen von Fremdsprachen"
Vortrag Tiborc Fazekas: "Erfahrungen im Ungarisch-Sprachunterricht für deutsche Studierende"
März 1994:
Rostock, Deutsch-Ungarische Gesellschaft
Vortrag Holger Fischer: "Die Bedeutung der ungarischen Revolution von 1848/49"
März 1994:
Hamburg, Hamburgi Magyarok Egyesülete e.V.
Vortrag Tiborc Fazekas: "Ungarn vor den Wahlen"

Anlage 3: Liste der Veröffentlichungen mit hungarologischer Thematik 1992-1994

Dr. Holger Fischer