April 1992 - März 1994
Arbeitsstellen zentrieren und verstärken Forschungsaktivitäten und ergänzen die in den geisteswissenschaftlichen Fächern regelhaft durchgeführte Individualforschung mit ihren stark variierenden Themenstellungen (vgl. dazu die periodisch veröffentlichten Forschungsberichte der Universität). Neben den traditionell zum Fachbereich gehörenden Wörterbucharbeitsstellen und Editionsvorhaben spiegeln die nach 1969 gegründeten Arbeitsstellen jeweils wichtige Forschungsschwerpunkte wider (soweit diese nicht in später gegründeten "Zentren" organisiert wurden). Beginnend mit der im Jahre 1970 geschaffenen Hamburger Arbeitsstelle für Exilliteratur folgten Ende der siebziger Jahre die Einrichtung der Arbeitsstellen für Gebärdensprache (inzwischen zu einem "Zentrum" weiterentwickelt) und für Computerlinguistik/ Künstliche Intelligenz (inzwischen an den Fachbe reich Informatik verlagert) sowie die Verlagerung des Deutschen Bibel-Archivs von der Staats- und Universitätsbibliothek an das Germanische Seminar. Seit Mitte der achtziger Jahre wurden - entsprechend der vom Fachbereich verfolgten Struktur- und Entwicklungsplanung - weitere Forschungsschwerpunkte angeregt und das Spektrum der Arbeitsstellen sowie der parallel dazu initiierten Zentren systematisch erweitert.
Zentren, die Mitte der achtziger Jahre auf Anregung des damaligen Universitätspräsidenten, Dr. Fischer-Appelt, ins Leben gerufen wurden, sollten hingegen grundsätzlich interdisziplinär, fachübergreifend und auch lehrorientiert arbeiten und mit Zustimmung des Akademischen Senats (teilweise ersetzt duch Entscheidungen des Präsidenten) eingerichtet werden. Im FB Sprachwissenschaften wurden in dieser Phase neben dem "Zentrum für Theaterforschung" (inzwischen in ein senatsunmittelbares Institut verlagert) die Zentren für "Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser", "Medien und Medienforschung" (jetzt: "Medien und Medienkultur") und "Hungarologie" gegründet. Im Berichtszeitraum wurde auf Antrag des Fachbereichs die "Arbeitsstelle Mehrsprachigkeit" in das "Hamburger Zentrum für Mehrsprachigkeit und Sprachkontakte" umgewandelt.
Die technische Herstellung der Berichte wurde von Peter Renner-Motz besorgt, dem an dieser Stelle unser besonderer Dank ausgesprochen werden soll.
Hamburg, im April 1995
Jochen Bär, Planer
Prof. Dr. Udo Köster, Sprecher
Impressum (Letzte Änderung: 18. Oktober 1996).
