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Liste der Projekte
ForschungsprojekteNationales Bildungspanel Wortschatz lernen und lehren Auf der Grundlage einer kognitiven Sprachlerntheorie werden empirische Daten zu Erwerb, Verarbeitung und Verwendung von fremdsprachlichen Wörtern erhoben und interpretiert. Sprachen: Deutsch als Ausgangssprache, Französisch als Zielsprache (ergänzend: Englisch, Spanisch, Italienisch). Die Befunde werden daraufhin gesichtet, welche Hinweise sie auf verbesserte Lehrverfahren geben können, z.B. bei Vokabelerklärungen, Formen von Feedback und Training von Lernstrategien. Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1997
Fremdsprachliche Übungen
Fremdsprachliche Übungen bzw. Lernaufgaben werden als eine spezifische Interaktion von Lehr- und Lernprozessen aufgefaßt. Relevante deskriptive Parameter sind dabei: Instruktionssequenz, Lernaufgabe, lokale und generelle Lerner-Eigenschaften, Lösungsprozesse und Lösungen. Durch empirische Erhebungen zu Lösungsprozessen, subjektiven Konstrukten und Sprachwissen soll der Zusammenhang von Üben und Lernen näher gefaßt werden. Ziel ist eine Wirkungstheorie fremdsprachlicher Übungen. Untersuchte Fremdsprachen: Deutsch als Fremdsprache, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch. Bisher liegen vier thematisch einschlägige Magisterarbeiten vor. Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1999
Subjektive Lerntheorien von Fremdsprachenlernern
Das Projekt basiert auf über dreihundert geschriebenen Lernbiographien. In diesen Texten berichten Studenten über ihre bisherigen und gegenwärtigen Erfahrungen beim Fremdsprachenlernen innerhalb und außerhalb der Schule. Diese Meinungen und Erfahrungen werden ausgewertet und verglichen mit anderen eher 'objektiven' Befunden (z.B. experimentellen Ergebnissen) aus der Fachliteratur bzgl. verschiedener Aspekte des Fremdsprachenlernens und Fremdsprachenlehrens. Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1996
Interaktion im Fremdsprachenunterricht
Das Projekt untersucht die Natur der Interaktion im Fremdsprachenunterricht und die Lernmöglichkeiten, die sich daraus für unterschiedliche Lerner ergeben. Um dieser Frage nachzugehen, ist es nötig, Verbindungen herzustellen zwischen den im Unterricht beobachteten Vorgängen und den kognitiven Verarbeitungsprozessen, die dadurch aktiviert werden. Neuere Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1987
Schulischer Fremdsprachenunterricht und Fremdsprachenerwerb
Ziel des Projekts ist es, das Spezifikum der Fremdsprachenvermittlung im deutschen Schulsystem herauszuarbeiten, vor allen im Hinblick auf das Ziel "Mehrsprachigkeit". Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1995
Kognitive Aspekte des L2-Grammatiklernens
Betrachtet man den Erwerb und Gebrauch von L2-Grammatik als Spezialfall von Wissensverarbeitung, stellt sich die Frage nach der Art dieses Wissens, seiner Speicherungs- und seiner Aktivierungsform. Das Projekt untersucht diese Frage vor allem mit Blick auf das instruktionsgesteuerte Grammatiklernen anhand ausgewählter grammatischer Erscheinungen des Russischen. Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1998
Lexemkollokationen lehren und lernen
Jede (Fremd)Sprache verfügt über Wortverbindungen, auch Lexemkollokationen genannt, in denen ein Bestandteil an den anderen phraseologisch gebunden ist, denn er kann zum Ausdruck des gewünschten Konzepts nicht frei gewählt werden, vgl. z.B. für die Bedeutung 'hoher Grad' dt. hoch verschuldet, tief <fest> schlafen und nicht umgekehrt, russ. krepko spat', gluboko uvazat' und nicht umgekehrt usw. Die Lehr- und Lernschwierigkeiten, die sich aus der häufig als verdeckt, weil rezeptiv nur selten problematisch, empfundenen Fixiertheit von Lexemkollokationen im Fremdsprachenunterricht ergeben, stehen im Mittelpunkt des Projekts, das sich mit dem Russischen befaßt. In seiner ersten Phase wurde der Kollokationsbegriff präzisiert, und es wurden Faustregeln aufgestellt, die, wo möglich, die verwickelte Bildung von neuen Lexemkollokationen durchsichtig, weil weitgehend vorhersagbar, machen sollen. In der aktuellen zweiten Phase des Projekts wird unter kognitiven Gesichtspunkten untersucht, inwieweit die intensional formulierten Faustregeln gegenüber anderen Präsentationsformen der Wortverbindungen, z.B. als extensionale offene Listen in Wörterbüchern, Lerner bei Erwerb, Speicherung und Verwendung von Lexemkollokationen unterstützen. Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1990, zweite Phase seit 2000/2
Fachdidaktik Russisch
Mitarbeit an einer Fachdidaktik Russisch im Rahmen eines vom Institut für Slawistik der Humboldt-Universität Berlin (Prof. Dr. Anka Bergmann) initierten und koordinierten Buchprojekts, das gezielt die Anwendungsperspektive fokussiert und dabei die Spezifik des Russischunterrichts berücksichtigt. Bearbeitung der Bereiche: lerntheoretische Grundlagen einer Fachdidaktik Russisch, Grammatik- und Wortschatzvermittlung.
Laufzeit: seit Februar 2010.
Verdecktes Übersetzen - Covert Translation
In diesem Projekt wird der durch Übersetzungen aus dem Englischen vermittelte Einfluß der englischen Sprache auf deutsche, französische und spanische Texte untersucht. Der Untersuchung wird ein Korpus aus englischen Originaltexten in drei Genres (populärwissenschaftliche Texte, Instruktionen und Wirtschaftstexte) sowie deren Übersetzungen ins Deutsche, Französische und Spanische zugrunde gelegt sowie Kontrollkorpora aus monolingualen Texten und Paralleltexten in den drei Sprachen. Arbeitshypothese des Projekts ist die Annahme, daß durch die zunehmende Dominanz des Englischen als lingua franca in wichtigen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontexten nicht nur die bekannten lexikalischen Interferenzen stattfinden, sondern die Diskurskonventionen in den drei untersuchten Genres und den drei Sprachen angloamerikanischen Normen angeglichen werden. Veröffentlichungen
Laufzeit: 1.7. 1999-1.7.2002 Dies ist ein Teilprojekt des Sonderforschungsbereichs "Mehrsprachigkeit" der Universität Hamburg (Sprecher: Jürgen Meisel)
Mißverstehen in der interkulturellen Kommunikation
In diesem Projekt werden Daten zu Mißverständnissen in der interkulturellen Kommunikation in vielfältiger Weise erhoben: Simulationen, Retrospektionen, authentische Interaktionen, Feldnotizen, Tagebucheinträge und Interviews. Probanden sind ausländische Studierende und ihre deutschen Interaktanten in verschiedenen Domänen und settings. Die Daten werden mit Hilfe von inhalts-, diskurs- und konversationsanalytischen Methoden analysiert und interpretiert. Folgerungen für die verbesserte Vermittlung von kommunikativ-interkultureller Kompetenz werden gezogen. Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1995/3
Englisch als Lingua Franca
In diesem Projekt werden die Besonderheiten von Interaktionen im Englischen als Lingua Franca (ELF) untersucht. Ziel dieser Untersuchung ist es, auf der Basis empirisch gewonnener Ergebnisse Möglichkeiten der gezielten Vermittlung von Interaktionskompetenz in ELF aufzuzeigen. Die Probanden sind Sprecher unterschiedlicher Muttersprache, die Simulationen und natürliche Interaktionen in ELF durchführen und über sie reflektieren. Die Daten werden diskurs- und konversationsanalytisch analysiert. Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, daß ELF-Interaktionen in der Tat sui generis sind. Veröffentlichungen
Laufzeit: seit 1997/4
Sprachbedarf und Sprachunterricht an internationalen Studiengängen
In diesem Projekt soll die für die an deutschen Hochschulen neu entstehenden Internationalen Studiengänge wichtige "Sprachenfrage" untersucht werden, d.h., es soll die Situation der ausländischen Studierenden im Hinblick auf die Bewältigung ihres Studiums und Lebens in Deutschland in deutscher und englischer Sprache kritisch durchleuchtet werden. Die Forschungsfragen sind:
1. Welche sprachlichen Fähigkeiten im Deutschen
werden in welchen
situativen Kontexten in welchem Maße
benötigt?
Als Datenbasis sollen Interviews, exemplarische Unterrichtsbeobachtungen, Aufnahmen von Interaktionen der Studierenden im deutschen Alltag und deren Reflexionen dienen. Laufzeit: seit 2000/2 |
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