UHH | Fachbereich SLM | Institut für Germanistik I | VL-Verzeichnisse | Ältere Deutsche Literatur   Suche  
Vorlesungen
Seminare I a
Seminare I b
Seminare II
Ober- und Ergänzungsseminare
Forschungskolloquium
Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Teilfach Ältere Deutsche Literatur
Sommer-Semester 2009


Bitte beachten: Das Anmeldeverfahren erfolgt für alle Seminare über STiNE.

Neue Frist für die erste Anmeldephase SoSe 2009:
Montag, 02.03., 12 Uhr bis Freitag, 20.03., 15 Uhr
Mitteilung von Prof. Dr. Holger Fischer (Vizepräsident) vom 09.02.2009


ZUR BEACHTUNG: Aktuelle Änderungen werden in blauer Schriftfarbe wiedergegeben.

Hinweise zu den Studienschwerpunkten, Modulcodierungen [Zusatz in eckigen Klammern] und Abkürzungen siehe hier

V O R L E S U N G E N (kolloquial)

(Die Vorlesung aus dem Modul [DSL-E2][DE-E2] findet in jedem WiSe statt.)

52-166 Michael Baldzuhn
Artus und die Ritter der Tafelrunde

[DSL-A3][DE-A3][MASt-A1]
2st. Mi 10-12 Hörsaal G
Beginn: 08.04.2009

Artus und seine Ritter an der runden Tafel: ein Figurenensemble, das bis auf den heutigen Tag durch zahllose Bücher und Filme, aber auch durch Hörspiele und die bildende Kunst zieht. Erstmals aufgestellt wurde es jedoch schon im 12. Jahrhundert, und es zieht dann für Jahrhunderte zunächst einmal vor allem durch den höfischen Artusroman und damit durch das narrative Leitmedium der zeitgenössischen Diskussion um den schöneren Idealentwurf der höfischen Gesellschaft und ihres höfischen Ritters von sich selbst.
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Gattung des Artusromans und ihre Geschichte im deutschen Sprachraum.
Zur Vorbereitung: V. MERTENS: Der deutsche Artusroman. Stuttgart 1998 (RUB 17609).


52.167 Nikolaus Henkel
Heldensage - Heldendichtung im deutschen Mittelalter
Literatur im kulturhistorischen Prozess

[DSL-V2][DE-V2][MASt-V1][DL-M1]
2st. Do 10-12, Hörsaal C, VMP 6
Beginn: 09.04.2009

Zur kollektiven Erinnerung von Kulturgemeinschaften gehören die Geschichten von Helden, von bedeutenden Ereignissen und Taten. Für das deutsche Mittelalter sind dies die Ereignisse der Völkerwanderungszeit des 4.-6. Jahrhunderts, die vor allem in den Sagenkreis um Dietrich von Bern und die Nibelungen zu Erzählungen gestaltet worden sind. Von einem das ganze Mittelalter hindurch vorhandenen, aber nur noch in Spuren nachweisbaren Kontinuum von mündlichen Erzählungen heben sich die im Medium der Schrift überlieferten, d.h. Literatur gewordenen Denkmäler ab. Sie setzen ein mit dem 'Hildebrandslied' des 9. Jahrhunderts und umfassen neben dem 'Waltharius' (10./11. Jh.) und dem 'Nibelungenlied' (um 1200) auch den umfangreichen Bestand der märchenhaften und historischen Dietrichepik (13./14. Jh.).
Die Vorlesung wird mit ausgewählten Textinterpretationen einen repräsentativen Gattungsrahmen abstecken, in dem das 'Nibelungenlied' größeren Raum einnehmen wird. Probleme von Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Textüberlieferung, Gattungsentwicklung und Autor-Text-Publikumsbeziehungen sollen dabei erläutert werden. Ein Literaturverzeichnis und eine Textsammlung werden zu Beginn des Semesters bereitgestellt. Ich bitte um Anschaffung einer Nibelungen-Ausgabe. Empfohlen:
Text: Nibelungenlied. Nach der Ausg. von H. de Boor übers. und komm. von Siegfried Grosse, Stuttgart: reclam 1999 (und spätere Ausgaben).
Einführung: Joachim Heinzle: Heldendichtung. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft (RLW) 2, Berlin- New York 2000, S. 21-25. - Lektüreempfehlung: Victor Millet, Germanische Heldendichtung im Mittelalter. Eine Einführung, Berlin - New York 2008, S. 175-237.


52.167A Hanno Rüther
hie hât diz liet ein ende - Zur Geschichte des Textschlusses in der deutschen Literatur des Mittelalters

[DSL-A3][DE-A3][MASt-A1]
2st. Mi 16-18 Hörsaal Phil B
Beginn: 08.04.2009

Jeder Text endet mit einem Schluss. Dieser ist allerdings keinesfalls willkürlich, sondern unter anderem durch Gattungskonventionen festgelegt. So endet der deutsche Artusroman in der Regel mit einem Fest, das Heldenepos jedoch in der Katastrophe. Zudem definiert jeder Text ein je eigenes spannungsreiches Feld von Anfang, Ende und Mitte, wobei, so neuere Forschungen, dem Ende die Priorität zukommt. Die Vorlesung nähert sich dem in der Forschung wenig beachteten Problem des Textschlusses in grundsätzlicher Weise, indem sie die Endbezogenheit von Literatur im Verhältnis zu anderen Kunstformen herausstellt. Anhand des Schlusses konkreter Texte werden dann operationalisierbare Kriterien erarbeitet, mit denen der Textschluss vergleichend beschrieben werden kann; grundlegend ist hier der Ereignisbegriff Lotmans. Im Hauptteil der Vorlesung werden die spezifischen Bedingungen des Schlusses in der deutschen Literatur des Mittelalters an vier Untersuchungsgebieten diskutiert: (1) deutschsprachige Tristanromane, (2) althochdeutsche literarische Denkmäler, (3) ausgewählte Dichtungen Hartmanns von Aue, (4) Kurzerzählungen des 13.-15. Jahrhunderts.
Zur Einführung: Lotman, Jurij M.: Die Struktur literarischer Texte. Übersetzt von Rolf-Dietrich Keil. München 1972 [u. ö.] (UTB 103). Besonders S. 300-401.


S E M I N A R E I a

Für alle Ia-Seminare besteht eine Teilnehmerbegrenzung. Anmeldung und Zulassung über STiNE.

52.168 Christine Putzo
Einführung in die Ältere deutsche Sprache und Literatur.Hartmann von Aue, 'Iwein'.
[DSL-E2][DE-E2][MASt-E1]

2st. Fr 10-12, Phil 256/58 / 2st. Übung in Gruppen
1. Zeit Mi 14-16 Phil 271 oder 2. Zeit Do 12-14 Phil 708 259
Beginn: 17.04.2009

Der 'Iwein' Hartmanns von Aue, entstanden um 1200, gehört zu den beliebtesten deutschen Romanen des Mittelalters. Erzählt wird die Geschichte eines jungen Artusritters, der auf der Suche nach aventiure auszieht, durch seine ritterlichen Verdienste die Landesherrin Laudine zur Frau gewinnt, sie durch eigenes Fehlverhalten jedoch bald wieder verliert. Iwein verfällt daraufhin dem Wahnsinn und zieht nach seiner Heilung unerkannt weiter. In einer Reihe von Abenteuern rehabilitiert er sich als Landesherr und gewinnt Laudine zurück. Das Seminar möchte am Beispiel von Hartmanns Roman in das Studium der Älteren deutschen Sprache und Literatur einführen. Vorrangiges Lernziel ist dabei der Erwerb elementarer Kenntnisse des Mittelhochdeutschen, die die erste Voraussetzung für das wissenschaftliche Verständnis der Textes und für das weitere Studium des Teilfachs sind.

Text: Hartmann von Aue, Iwein. Text der siebenten Aufl., hg. von Georg Friedrich Benecke, Karl Lachmann und Ludwig Wolff. Übers. und Nachwort von Th. Cramer. Berlin und New York 42001 (oder ältere Auflagen). - Benötigte Hilfsmittel: Matthias Lexer, Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch, 38. Aufl., Stuttgart 1992 (oder eine andere Auflage): ISBN 3777604941; Hilkert Weddige, Mittelhochdeutsch. Eine Einführung. München 62003 (auch ältere Auflagen möglich): ISBN 3406457444 o d e r Thordis Hennings, Einführung in das Mittelhochdeutsche. Berlin 2003 (auch erste Auflage möglich): ISBN 3110178184.


52.169 Michael Baldzuhn
Einführung in die Ältere deutsche Sprache und Literatur: Der 'Erec' Hartmanns von Aue

[DSL-E2][DE-E2][MASt-E1]
2st. Mo. 12-14 Phil 1350 / 2st. Übung in Gruppen
1. Zeit Di 14-16 Phil 708 oder 2. Zeit Fr 16-18 Phil 256/58
Beginn:06.04.2009

Der Kurs vermittelt für das Verstehen von Werken der deutschen Literatur des Mittelalters erforderliche Grundkenntnisse. Als Veranstaltung des Einführungsmoduls wendet er sich insbesondere an Erstsemester. Er wird von einem obligatorischen zweistündigen Tutorium begleitet, in dem die Inhalte des Seminars eingeübt werden.
Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung ist der Erwerb elementarer Übersetzungskompetenz: Am Ende der Veranstaltung sollen einfachere mittelhochdeutsche Texte im Original gelesen werden können. Die Kenntnisse der älteren Sprachstufe "Mittelhochdeutsch" leiten überdies dazu an, Phänomene der Gegenwartssprache in ihrer historischen Gewachsenheit zu verstehen und zu erklären.
Weiterhin wird mit elementaren Hilfsmitteln des Studiums vertraut gemacht, werden für das Verständnis mittelalterlicher Texte notwendige Grundbegriffe ihrer Analyse eingeführt und werden die besonderen kulturellen Rahmenbedingungen mittelalterlicher Textproduktion, -distribution und -rezeption reflektiert.
Voraussetzung für den Leistungsnachweis: neben regelmäßiger und aktiver Teilnahme und der Bereitschaft, Kurzreferate im Umfang von max. 10 Minuten zu halten, das Bestehen der zweistündigen Abschlussklausur, die in der letzten Sitzung geschrieben wird.
Textgrundlage: Hartmann von Aue: Erec. Hg. v. A. LEITZMANN. 7. Aufl. besorgt v. K. GÄRTNER. Tübingen 2006 (ATB 39); LEXER, M.: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. 38. Aufl. Stuttgart 1992 [zur Anschaffung empfohlen; die Auflagen 34 bis 37 können, da text- und seitenidentisch, ebenfalls benutzt werden]; HENNINGS, TH.: Einführung in das Mittelhochdeutsche. 2. Aufl. Berlin, New York 2003 [zur Anschaffung empfohlen].
Zur Vorbereitung: J. BUMKE: Der "Erec" Hartmanns von Aue. Eine Einführung. Berlin, New York 2006.


52.170 Michael Baldzuhn
Einführung in die Ältere deutsche Sprache und Literatur: Der 'Erec' Hartmanns von Aue

[DSL-E2][DE-E2] [MASt-E1]
2st. Mi 14-16 Phil 256/58 / 2st. Übung in Gruppen
1. Zeit Do 14-16 Phil 259 oder 2. Zeit Fr 12-14 Phil 708
Beginn: 08.04.2009

Der Kurs vermittelt für das Verstehen von Werken der deutschen Literatur des Mittelalters erforderliche Grundkenntnisse. Als Veranstaltung des Einführungsmoduls wendet er sich insbesondere an Erstsemester. Er wird von einem obligatorischen zweistündigen Tutorium begleitet, in dem die Inhalte des Seminars eingeübt werden.
Ein zentrales Anliegen der Veranstaltung ist der Erwerb elementarer Über-setzungskompetenz: Am Ende der Veranstaltung sollen einfachere mittelhochdeutsche Texte im Original gelesen werden können. Die Kenntnisse der älteren Sprachstufe "Mittelhochdeutsch" leiten überdies dazu an, Phänomene der Gegenwartssprache in ihrer historischen Gewachsenheit zu verstehen und zu erklären.
Weiterhin wird mit elementaren Hilfsmitteln des Studiums vertraut gemacht, werden für das Verständnis mittelalterlicher Texte notwendige Grundbegriffe ihrer Analyse eingeführt und werden die besonderen kulturellen Rahmenbedingungen mittelalterlicher Textproduktion, -distribution und -rezeption reflektiert.
Voraussetzung für den Leistungsnachweis: neben regelmäßiger und aktiver Teilnahme und der Bereitschaft, Kurzreferate im Umfang von max. 10 Minuten zu halten, das Bestehen der zweistündigen Abschlussklausur, die in der letzten Sitzung geschrieben wird.
Textgrundlage: Hartmann von Aue: Erec. Hg. v. A. LEITZMANN. 7. Aufl. besorgt v. K. GÄRTNER. Tübingen 2006 (ATB 39); LEXER, M.: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. 38. Aufl. Stuttgart 1992 [zur Anschaffung empfohlen; die Auflagen 34 bis 37 können, da text- und seitenidentisch, ebenfalls benutzt werden]; HENNINGS, TH.: Einführung in das Mittelhochdeutsche. 2. Aufl. Berlin, New York 2003 [zur Anschaffung empfohlen].
Zur Vorbereitung: J. BUMKE: Der "Erec" Hartmanns von Aue. Eine Einführung. Berlin, New York 20076.


52.170A Hanno Rüther
Einführung in die Ältere deutsche Sprache und Literatur: Der Stricker: Verserzählungen
[DSL-E2][DE-E2] [MASt-E1]
2st. Mi 12-14, Phil 271 / 2st. Übung in Gruppen
1. Zeit Mo 14-16 Phil 1013 oder 2. Zeit Di 14-16 Phil 259
Beginn: 08.04.2009

Der Geschlechterkrieg ist das dominierende Thema der Verserzählungen des Strickers, die zwischen 1220 und 1250 entstanden sind. In höfischem Ton und der entsprechenden Form erzählt der Stricker Geschichten, die auch heute noch das Interesse der Rezipienten auf sich ziehen können, wie schon einige bunt herausgegriffene Titel erkennen lassen: 'Der begrabene Ehemann', 'Die eingemauerte Frau', 'Der nackte Ritter' oder auch 'Der unbelehrbare Zecher'.
Das Seminar führt anhand dieser handlungs- und dialogreichen Verserzählungen ins Mittelhochdeutsche und in die Wissenschaft von der Älteren deutschen Literatur ein. Ein wesentliches Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Teilnehmer zum selbstständigen Verstehen einfacher mittelhochdeutscher Texte zu befähigen.
Gefordert wird neben der regelmäßigen und aktiven Teilnahme, die durch kleinere schriftliche Arbeiten nachzuweisen ist, das Bestehen der Abschlussklausur (120 Minuten), die in der letzten Seminarsitzung geschrieben wird.
Literatur: Der Stricker. Verserzählungen I. Hrsg. von Hanns Fischer. 5., verbesserte Auflage besorgt von Johannes Janota. Tübingen 2000 (Altdeutsche Textbibliothek 53) [unbedingt anzuschaffen].
Hilker Weddigge: Mittelhochdeutsch. Eine Einführung. 7., durchgesehene Auflage 2007 [zur Anschaffung empfohlen].
Weitere Arbeitsgrundlagen, dazu gehört vor allem ein mittelhochdeutsches Wörterbuch, werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.


------ABK-Übung (nur für Studierende der BA-Studiengänge)
Angelika Redder, Koord. Christoph Breitsprecher)
Effektiv studieren I (für Studierende aller Einführungsmodule)

(s.Vorl.Nr. 52-131)

Erwerb von Schlüsselqualifikationen für Studierende der Germanistik für das mündliche und schriftliche Handeln in der Universität. Ziel der Übung ist die Einführung in die Besonderheiten des sprachlichen Handelns an der Universität, insbesondere in den Seminardiskurs sowie den Wissenschaftsdiskurs. In ES I wird nicht nur die Propädeutik im technischen Sinne im Vordergrund stehen, sondern auch der Einstieg in die wissenschaftliche Reflexion der eigenen Studienpraxis unternommen. Im Einzelnen werden Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitieren, Exzerpieren, Protokollieren etc. vermittelt und die verschiedenen wissenschaftlichen Diskurs- und Textarten wie z.B. Referat und Seminararbeit erarbeitet.

Inhaltliche Verankerung im Studium Deutsche Sprache und Literatur (DSL) bzw. Unterrichtsfach Deutsch (DE):'Effektiv studieren I' ist begleitend zu den drei Einführungsmodulen E1, E2 und E3 angelegt. Entsprechend wird es allen Teilnehmenden der Einführungsmodule dringend empfohlen.

Verankerung in den Studienplänen DSL sowie Unterrichtsfach Deutsch (DE) für LAPS, LAGym, LAB, LAS: 'Effektiv studieren I' ist verpflichtend für alle BA-Studierenden des Hauptfaches DSL bzw. des Unterrichtsfaches Deutsch sowie für alle Studierenden, die zum Magister- oder Lehramtsstudiengang Deutsche Sprache und Literatur mit dem Sommersemester 06 oder später zugelassen worden sind.

Mit der erfolgreichen Teilnahme an ES I werden von DSL-Hauptfach-Studierenden 2 ABK-Leistungspunkte, von Unterrichtsfach-DE-Studierenden 2 Leistungspunkte für das Modul DE-E1 und von DSL-Nebenfach-Studierenden 2 Leistungspunkte im Wahlbereich erworben. Studierende anderer Studiengänge (Magister, Lehramt vor WS07/08, Diplom) können sich 1 SWS im Bereich „fakultative Veranstaltungen“ anrechnen lassen.

Organisatorische Verankerung in STiNE:
Für DSL-Hauptfach-Studierende wie auch für Unterrichtsfach-DE-Studierende ist 'Effektiv studieren I' mit Modulbezug zum Modul E1 zu belegen, d.h. zunächst muss eine Anmeldung für dieses Modul erfolgen bevor eine Anmeldung für den Modulbestandteil 'Effektiv studieren I' erfolgen kann. (Achtung: Nach Anmeldung für das Modul E1 ist dieses innerhalb von 2 Semestern abzuschließen!)
Für DSL-Nebenfach-Studierende ist ES I als Wahlbereichsveranstaltung ohne Modulbezug zu belegen.

Kurszeiten:
'ES I' wird als Blockveranstaltung angeboten. Die Kurszeiten für das SoSe 2009 werden an dieser Stelle vor Beginn der 1. Anmeldefrist bekannt gegeben.

Raumangaben:
Die Raumangaben werden per E-mail über STiNE sowie im AGORA-Projektraum `Effektiv studieren' bekannt gegeben.

Obligatorische Bibliotheksführung:
Zur erfolgreichen Teilnahme an ES I ist eine Bibliotheksführung durch eine der beiden Bibliotheken der Germanistik nachzuweisen. Zu diesem Zweck finden am Anfang der Vorlesungszeit Führungen durch die Bibliothek im 4. Stock und durch die Bibliothek im 3. Stock statt. Die einzelnen Termine sind den Anmeldelisten in den beiden Bibliotheken (Phil 350 sowie Phil 450) zu entnehmen.

Teilnahme an einer Online-Befragung:
Vor der ersten Sitzung von ES I ist von den TeilnehmerInnen ein kurzer Online-Fragebogen auszufüllen, welcher der Erhebung der jeweiligen Vorkenntnisse sowie der im aktuellen Semester anstehenden Anforderungen in anderen Veranstaltungen dient. Hierzu wird den TeilnehmerInnen vor Beginn des Kurses eine E-Mail über STiNE zugesendet.


S E M I N A R E I b

52-171 Nikolaus Henkel
Frau Welt -Fortuna- Die Böse Frau. Geschlechterstereotype im 12./13. Jahrhundert

[DSL-A3][DE-A3][DSL-W][MASt-A1]
2st. Do 18-20, Phil 1350
Beginn: 09.04.2009

Wahrnehmung erfolgt stets über vorgegebene Muster (Stereotype), ist aber nicht unmittelbares Abbild von Realität. Auch literarische Texte sind stets von Stereotypen geprägt, bieten nicht Reflexe ihrer unmittelbaren und realen Wirklichkeit. An drei Modellen soll dies in Texten des 13. Jahrhunderts untersucht werden. Die „Frau Welt“ mit ihrer berückenden Schönheit, wenn sie sich nähert, offenbart ihre grauenvoll zerfressene und verwesende Rückseite, wenn sie sich vom Betrachter abwendet. Verführungskraft und vernichtende Gewalt gehen von dieser Allegorie aus, die mit lehrhaftem Ziel vielfach in der Literatur und bildenden Kunst des Mittelalters erscheint. - An der Fortuna, die - durch ein Rad, die Rota Fortunae repräsentiert - Sinnbild der Unbeständigkeit und des steten Wandels ist. Schließlich am Typ „Die böse Frau“ einem Sujet, in das - in der Regel schwankhaft gestaltet - alle stereotypen Elemente der Frauenfeindlichkeit des Mittelalters eingehen, die das Mittelalter ebenso gekannt hat wie die bis ins Religiöse reichenden Verehrung des Weiblichen.
Texte: werden bei Anmeldung (s.u.) zur Verfügung gestellt. Grundkenntnisse des Mittelhochdeutschen (S Ia) werden vorausgesetzt.
Vorbereitende Lektüre: Konrad von Würzburg, 'Frau Welt' (Text mit Lesehilfen in: Die deutsche Literatur. Texte und Zeugnisse, Bd. I, Mittelalter, hg. von H. de Boor, München 1965, S. 486-489; Kopie im Sekretariat [Phil 308] erhältlich)
Themenvergabe: Mi. 4.2.2009, 11 Uhr (Phil 309) sowie in den Feriensprechstunden oder im Sekretariat (Frau Wulff, Phil. 308).
Bitte beachten: Für jeden Teilnehmer, der vorbereitet ist, wird ein Platz im Seminar garantiert.


52-172 Florian Schmid
Konrad von Würzburg. Kleine Erzählungen

[DSL-A3][DE-A3][DSL-W][MASt-A1]
2st. Mo. 12-14, Phil 256/58
Beginn: 06.04.2009

Einer Frau wird von ihrem Ehemann das Herz ihres verstorbenen Geliebten zum Essen vorgesetzt. Dieses Motiv des gegessenen Herzens ist im Mittelalter weit verbreitet und steht auch im Mittelpunkt des 'Herzmaeres' Konrads von Würzburg. Drei weitere Erzählungen werden im Seminar analysiert, die jeweils auf kurzweilige Weise unterschiedliche Themen behandeln: 'Der Schwanritter', 'Der Welt Lohn' sowie 'Heinrich von Kempten'.
Vielseitigkeit und Formkunst kennzeichnen das Werk des „Meister Konrad“, der als der erfolgreichste deutsche Autor der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gilt: unterschiedliche Formen der Lyrik, Legenden, Erzählungen sowie Romane bilden ein breites Œuvre.
Seine Werke bewegen sich innerhalb traditioneller Gattungsgrenzen - und tragen dennoch eine eigene Prägung. Beobachtbar ist auch eine stärkere Gebundenheit an historische und geographische Realität, als es bei früheren Autoren der Fall war. Unterschiedliche literarische Wünsche und Interessen seiner Gönner und Auftraggeber spiegeln die Besonderheit der städtischen Verortung seiner Texte wieder. Die markante mittelalterliche Rezeption Konrads durch andere Autoren sowie der Umfang der Überlieferung seiner Werke setzen ein weiteres Zeichen der Anerkennung für diesen Dichter.
Ziel des Seminars ist es, eine Übersicht über Konrads Kurzerzählungen zu gewinnen, künstlerische Qualitäten des Dichters zu erkennen und die Texte als Ausdruck spezifischer Produktions-, Überlieferungs- und Wirkungszusammenhänge ihrer Zeit zu begreifen.

Scheinerwerb: Kurzreferat, Hausarbeit. Themenvergabe: nach Absprache ab dem 01.03.2009

Textausgaben:
1. Der Schwanritter: Konrad von Würzburg: Kleinere Dichtungen II: Der Schwanritter. Das Turnier von Nantes. Hrsg. von Edward Schröder. Mit einem Nachwort con Ludwig Wolff. Berlin 1924. 3. Aufl. Berlin 1959
2. Konrad von Würzburg: Heinrich von Kempten, Der Welt Lohn, Das Herzmaere, Mittelhochdeutscher Text nach der Ausgabe von Edward Schröder. Übersetzt, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Heinz Rölleke, Mittelhochdeutsch-Neuhochdeutsch. Stuttgart 2000

Einführung: Rüdiger Brandt: Konrad von Würzburg. Kleinere epische Werke. Berlin 2000


52-173 Michael Baldzuhn
Fabeln

[DSL-A3][DE-A3][DSL-W] [MASt-A1]
2st.Di 14-16 Phil 271
Beginn: 07.04.2009

Die Fabel zählt zu den in allen Literaturen der Welt und zu allen Zeiten verbreiteten kleineren Erzählformen. Nicht zuletzt aus diesem Grund werden im Deutschunterricht gegenwärtig, wenn überhaupt mittelalterliche Texte, dann zuerst Fabeln berücksichtigt zumal seit Martin Luther immer einmal wieder prominenteste Fürsprecher eine Lanze für sie gebrochen haben. In der deutschen Literatur des Mittelalters treten Fabeln sowohl als selbstständige Texte auf (dann oft als Reimpaarfabel) wie auch in größere narrative Textzusammenhänge inseriert (in Erzähltexten oder didaktischen Lehrwerken) wie auch in andere Textsorten eingeformt (etwa in der Sangspruchdichtung). Das Seminar gibt damit zum einen Gelegenheit, sich einen systematischen Überblick über diese Formenvielfalt der mittelalterlichen deutschen Fabel vom 12. bis zum 16. Jahrhundert zu erarbeiten und damit u. a. das literatur- und gattungshistorisches Überblickswissen aus den Veranstaltungen des Einführungsmoduls auszubauen und zu vertiefen. Zum weiteren wird das Augenmerk der vergleichenden Lektüre verschiedener Fabelfassungen gelten denn Fabeln haben, und das gilt selbst schon für das 12. Jahrhundert, in der Regel einen ausladenden Traditionshintergrund, der oft bis in die Antike zurückreicht und zum Verständnis der im Einzelfall realisierten Textfunktion immer mitgelesen werden muss. Nicht zuletzt werden wir auch den handschriftlichen Überlieferungszusammenhang einzelner Fabeln berücksichtigen (und dazu auch die Handschriftenabteilung der SUB besuchen).
Voraussetzung für den Leistungsnachweis sind regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines Referats und Anfertigung einer Hausarbeit.
Textgrundlage: Es wird ein Reader bereitgestellt, der ab Anfang April in meiner Sprechstunde abgeholt werden kann.
Vorbereitung: E. LEIBFRIED: Fabel. Stuttgart 41982 (SM 66).


52-174 Michael Baldzuhn
Minnesang um 1200: Heinrich von Morungen

[DSL-A3][DE-A3][DSL-W] [MASt-A1]
2st. Di 10-12 Phil 271
Beginn: 07.04.2009

Das Ib-Seminar führt insbesondere Teilnehmer der zurückliegenden Ia-Seminare weitergehend an literaturwissenschaftliche Methoden und Theorien des Fachs sowie exemplarisch an Charakteristika zentraler Epochen, Gattungen und Autoren der mittelalterlichen Literaturgeschichte heran. Mit Heinrich von Morungen wendet es sich einem Autor der hochmittelalterlichen höfischen Literatur und einer zentralen Gattung weltlicher Lyrik, dem Minnesang in seiner gemeinhin als "klassisch" bezeichneten Ausprägung zu.
Morungens Lieder ragen hier auf eine auch den heutigen Leser noch vielfach faszinierende Weise heraus: mit ihrer Vorliebe für die Lichtmetaphorik (wenn etwa die verehrte höfische Dame als Sonne und ihre Augen als Sterne angesprochen werden), mit ihrem Rückgriff auf bereits in der Antike belegte Motive (der selbstverliebte Narziss), vor allem aber mit dem Versuch, das Singen von höfischer Liebe derart weitgehend biographisch zu fundieren, dass das männliche "Ich" im Minnesang sogar sein einzig sinngebendes Lebensziel sehen kann.
Voraussetzung für den Leistungsnachweis sind regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines Referats und Anfertigung einer Hausarbeit.
Textgrundlage (zur Anschaffung empfohlen): Des Minnesangs Frühling [...] bearb. v. H. MOSER u. H. TERVOOREN. I: Texte. 38. [...] Aufl. [...]. Stuttgart 1988.
Zur Vorbereitung: D. HIRSCHBERG: "wan ich dur sanc bin ze der welte geborn". Die Gattung Minnesang als Medium der Interaktion zwischen Autor und Publikum. In: Grundlagen des Verstehens mittelalterlicher Literatur. Hg. v. G. HAHN u. H. RAGOTZKY. Stuttgart 1992 (Kröners Studienbibliothek 663), S. 108-132.


S E M I N A R E I I

52-175 Nikolaus Henkel
Nibelungenlied

[DSL-V2][DE-V2][DL-M1][DL-M5][MASt-V1]
2st. Mi 16-18, Phil 256/58
Beginn: 08.04.2009

Erzählungen von Siegfried, von dem Burgunderkönig Gunther, Dietrich von Bern oder dem Hunnenkönig Attila/Etzel sind über mehrere Jahrhunderte mündlich im Umlauf gewesen, bevor sie nach dem Vorbild des Höfischen Romans um 1200 in die Form des großen Buchepos gefasst wurden. Das Nibelungenlied als frühester buchliterarischer Text aus der Gattung des Heldenepos ist Gegenstand des Seminars. Es erzählt von dem jungen Helden Siegfried, der am Hof der Burgunderkönige um die junge Kriemhild wirbt, deren Bruder Gunther zu seiner Gattin Brünhild verhilft, von der Ermordung Siegfrieds und der späten blutigen Rache Kriemhilds, die ihre Brüder und deren Gefolge an den Hof Etzels einlädt und umbringen lässt. - Untersucht wird die Tektonik des zweiteiligen Werks, die Konzeption der „Szenen“, die Gestaltung der Figuren vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Poetik und die ethische Grundhaltung, in der sich „alte“, heldenepische und „neue“, höfisch-disziplinierte Verhaltensmuster und Wertekategorien mischen. - Ergänzt wird die Untersuchung des 'Lieds' durch einen im Mittelalter stets im Gefolge des 'Liedes' überlieferten Text, die 'Klage', die eine Wertung des vielschichtigen und stellenweise nicht eindeutig motivierten Nibelungenkonzepts aus den Denkkategorien der Zeit um 1200 entwickelt. - Voraussetzung für die Teilnahme ist die Textkenntnis des Nibelungenlieds zu Semesterbeginn.

Texte: Das Nibelungenlied. Nach dem Text von Karl Bartsch ... ins Nhd. übers. und komm. von Siegfried Grosse. Stuttgart: reclam 1997 (Lektüre vor dem Semester ist Teilnahmevoraussetzung). - Lektüre empfohlen: Die Nibelungenklage. Mhd. Text nach der Ausgabe von Karl Bartsch, Einf., nhd. Übers. und Kommentar von Elisabeth Lienert. Paderborn - München: Schöningh 2000.
Vorbereitung: Schulze, Ursula: Das Nibelungenlied. Stuttgart 1997 (und spätere Nachdrucke).
Themenvergabe: Mi. 4.2.2009, 11.30 Uhr (Phil 309); außerdem in den Feriensprechstunden und im Sekretariat Zi. 308, Frau Wulff.
Bitte beachten: Für jeden Teilnehmer, der vorbereitet ist, wird ein Platz im Seminar garantiert.


52-176 Nikolaus Henkel
Deutsche Boccaccio-Rezeption im 15. und 16. Jahrhundert

[DSL-V2][DE-V2][MASt-V1][DL-M1][DL-M5]
2st. Do 14-16, Phil 256/58
Beginn: 09.04.2009

Giovanni Boccaccio (1313-1375) ist neben Petrarca und Dante eine der drei großen Gestalten des Florentiner Renaissancehumanismus von weltliterarischem Rang. Sein Werk ist nördlich der Alpen erst im Laufe des 15. Jahrhunderts aufgenommen worden, das lateinische eher als das italienische. Das Seminar widmet sich den deutschen Bearbeitungen, vor allem der Novellen. Der 'Decamerone' als Zyklus von 10x10 Novellen (1349-1353) ist als Ganzes erst 1471/78 übersetzt worden, hat jedoch dann zu einer Fülle von deutschen Bearbeitungen, insbesondere im 16. Jahrhundert geführt. Die deutschen Autoren gehören zu den bedeutendsten ihrer Zeit: Niklas von Wyle, Heinrich Steinhöwel, Hans Sachs. - Das Seminar widmet sich den Wegen der Vermittlung von Boccaccios Werk nach Deutschland, seiner Verbreitung, seinem Stellenwert innerhalb der deutschen Literatur der Zeit sowie vor allem den Strategien der jeweiligen Bearbeitung. Hinzu kommen Fragestellungen, wie etwa Boccaccios Schilderungen des inneren Empfindungen und seelischen Dispositionen der Figuren in den deutschen Fassungen aufgenommen werden oder wie Männlichkeits- und Weiblichkeitsmuster adaptiert und gestaltet werden.
Themenvergabe: Mi 4.2.2009, 12 Uhr; außerdem in den Feriensprechstunden und im Sekretariat Zi. 308, Frau Wulff.
Texte: Eine Textsammlung wird bei Anmeldung ausgehändigt. Angeschafft werden sollte eine deutsche Übersetzung des Decamerone (empfohlen: die Übersetzung von Karl Witte, mehrfach aufgelegt, auch antiquarisch zu haben).
Einführung: Egon Flaig, Giovanni Boccaccio, Salzburg 1984. Eine Übersicht über das Werk bietet auf älterem Stand: Kindlers Neues Literaturlexikon, Bd. 2, München 1989, S. 821-835.
Bitte beachten: Für jeden Teilnehmer, der vorbereitet ist, wird ein Platz im Seminar garantiert


52-177 Hartmut Freytag
Totentänze

[DSL-V2][DE-V2] [MASt-V1]
2st. Fr. 12-14, Phil 256/58
Beginn: 17.04.2009

Gegenstand des Seminars sind Totentänze, d.h. in ihren frühen Formen im Späten Mittelalter meist von Versen begleitete bildliche Darstellungen eines Tanzes von Toten miteinander und mit der Bild gewordenen Personifikation des Todes. - Ausgehend von der Danse macabre in Paris (1424/25), dem bedeutendsten und einflußreichsten Totentanz überhaupt, sollen zunächst ober-, mittel- und niederdeutsche Totentänze des 15. und 16. Jahrhunderts skizziert werden, allen voran der Baseler Totentanz (wohl vor 1440), der einmal die Friedhofsmauer des Dominikanerklosters schmückte, und Bernt Notkes Lübecker Totentanz der Marienkirche (1463), von dessen Revaler Replik in Tallinn (etwa 1500) ein Fragment erhalten ist, das heute wohl den besten und ästhetisch anspruchsvollsten Eindruck von einem monumentalen spätmittelalterlichen Totentanz vermittelt. - Darüber hinaus werden Buch-Totentänze aus dem späten 15. und 16. Jahrhundert behandelt. Über das Späte Mittelalter und die Frühe Neuzeit hinaus sollen in einem weiten Überblick auch Totentänze des 17. Jahrhunderts und nicht zuletzt aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bis in die jüngste Vergangenheit vorgestellt werden.
Es ist vorgesehen, an einem Sonnabend oder Sonntag im Mai eine Exkursion nach Lübeck zu unternehmen, um dort die Totentanzkapelle in St. Marien, Bernt Notkes Triumphkreuz im Dom und eine Totentanz-Ausstellung im St. Annen-Museum zu besuchen, die aus Anlaß der 500. Wiederkehr von Notkes Todesjahr der jahrhundertelangen Rezeption seines bekanntesten Werkes gelten soll.

Literatur:„Ihr müßt alle nach meiner Pfeife tanzen.“ Totentänze vom 15. bis 20. Jahrhundert aus den Beständen der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und der Bibliothek Otto Schäfer Schweinfurt. Hrsg. von Winfried Frey und Hartmut Freytag (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek 77), Wiesbaden 2000.
Tanz und Tod in Kunst und Literatur. Hrsg. von Franz Link (Schriften zur Literaturwissenschaft 8), Berlin 1993.
Der Totentanz der Marienkirche in Lübeck und der Nikolaikirche in Reval (Tallinn). Edition, Kommentar, Interpretation, Rezeption. Hrsg. von Hartmut Freytag (Niederdeutsche Studien 39), Köln/ Weimar/ Wien 1993.
Hartmut Kraft, tanz mit dem Totentanz, Köln 2007.
Susanne Warda, Bild und Text in ausgewählten Totentänzen, Köln 2009 [demnächst im Druck].


52-178 Michael Baldzuhn
Das deutsche Liebeslied um 1400: Oswald von Wolkenstein

[DSL-V2] [DE-V2][DL-M1][DL-M5]
2st. Mo 16-18 Phil 256/58
Beginn: 06.04.2009

Mit Oswald von Wolkenstein wendet sich die Veranstaltung einerseits dem profiliertesten Liederdichter deutscher Zunge seiner Zeit zu, andererseits einem Zeitabschnitt in der Geschichte des weltlichen deutschen Liedes, den in der Forschung weithin Profillosigkeit auszeichnet: Neben Oswald ragen nur noch wenige weitere Autoren (Mönch von Salzburg, Hugo von Montfort) aus dem Nebel einer Gattungsgeschichte heraus, die mit dem traditionellen höfischen Minnelied der Zeit zu Beginn des 14. Jahrhunderts ihr Ende gefunden zu haben scheint (die Rede vom Liebeslied statt vom Minnelied reflektiert diesen Wandel begrifflich.)
Im Seminar werden ausgewählte Liebeslieder Oswalds zu analysieren und zu interpretieren und wird stets zu fragen sein, wieweit sie "exemplarische" Einblick in das weltliche Lied um 1400 geben.
Voraussetzung für den Leistungsnachweis sind regelmäßige Teilnahme, Übernahme eines Referats und Anfertigung einer Hausarbeit.
Soweit die organisatorischen Voraussetzungen gegeben sind, wird im Zusammenhang mit dem Seminar in den Pfingstferien eine mehrtägige Exkursion nach Tirol stattfinden.
Textgrundlage: Die Lieder Oswalds von Wolkenstein [...] hg. v. K. K. KLEIN. Musikanhang v. W. SALMEN. 3., neubearb. u. erw. Aufl. v. H. MOSER, N. R. WOLF u. N. WOLF. Tübingen 1987 (ATB 55).
Zur Vorbereitung: J. SPICKER: Oswald von Wolkenstein: Die Lieder. Berlin 2007 (Klassiker-Lektüren 10).


OBER SEMINAR UND FORSCHUNGSKOLLOQUIUM

52-179 Nikolaus Henkel
OS/Kolloquium

[DSL-Abschlussmodul][DL-M20]
1. st. Blockseminar: Vorbesprechung Mo. 20.4.,
weitere Sitzungen: Fr. 10.7. 14-19, Sa. 11.7. 9-16 in Phil 309
Anmeldung: in den Feriensprechstunden oder im Sekretariat Zi. 308, Frau Wulff
Beginn: 17.04.2009

Arbeitsgebiete: Besprechung von im Entstehen begriffenen Abschlussarbeiten; Strategien der Prüfungsvorbereitung (mündlich/schriftlich). Klausurübungen. Auf Wunsch: Prüfungssimulationen.











  Impressum   Letzte Änderung: 09. April 2009