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| UHH | Fachbereich 07 SLM | Institut für Germanistik I | VL-Verzeichnisse | Ältere Deutsche Literatur | Suche |
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Teilfach Ältere Deutsche Literatur Winter-Semester 2006/07 ZUR BEACHTUNG: Aktuelle Änderungen werden in blauer Schriftfarbe wiedergegeben.
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| S E M I N A R E Einführung in das Studium der Älteren deutschen Sprache und Literatur [DSL-E2] - DER "IWEIN" HARTMANNS VON AUE - 2st. Di 14-16 Phil 732, Übungen Do 12-14 Phil 259 + Fr 16.00-17.30 Phil 256/58 Beginn: 24.10.2006 Im Seminar werden grundlegende Voraussetzungen für das Verstehen mittelalterlicher Literatur vermittelt und erarbeitet. Das beginnt bereits bei der Kenntnis elementarer Nachschlagewerke und Hilfsmittel des Fachs, mit deren Benutzung vertraut gemacht werden soll, und reicht bis hin zur Diskussion allgemeiner Besonderheiten der Produktion, Distribution und Rezeption von Literatur im Mittelalter überhaupt (Stichworte: Mündlichkeit, Handschriftlichkeit, Buchdruck). Im Mittelpunkt wird die Ausbildung der Fähigkeit stehen, mittelhochdeutsche Texte, d.h. in einer älteren Sprachstufe des Deutschen verfasste Texte, im Original zu lesen und zu verstehen. Die entsprechenden Textbeispiele wird uns der zweite klassische Artusroman Hartmanns von Aue nach seinem "Erec", sein um 1200 entstandener "Iwein" liefern. In vergleichsweise eingänglichem Mittelhochdeutsch verfasst, eignet sich dieser Roman in besonderer Weise, das Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen einzuüben. Die Arbeit des Seminars wird von einem Tutorium begleitet, das Gelegenheit zur Vertiefung und Diskussion des Stoffs in kleineren Gruppen bietet. Voraussetzungen für den Scheinerwerb innerhalb der Modulstruktur sind regelmäßige und aktive Teilnahme am Seminar, der begleitende Besuch der Vorlesung und des Tutoriums sowie eine erfolgreiche abgelegte Abschlussklausur. Die Abschlussklausur wird in der letzten Sitzung geschrieben. Zur Anschaffung erforderlich sind: Iwein. Eine Erzählung von Hartmann von Aue. Hg. von G. F. Benecke und K. Lachmann. Neu bearbeitet von Ludwig Wolff. 7. Ausgabe. Bd. 1: Text. Berlin 1968; Weddige, Hilkert: Mittelhochdeutsch. Eine Einführung. 6. Aufl. München 2004; Lexer, Matthias: Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Mit den Nachträgen von Ulrich Pretzel. 38., unveränderte Auflage, Stuttgart 1992. Einführung in das Studium der Älteren deutschen Sprache und Literatur [DSL-E2] Das "Nibelungenlied" 2st. Mi 16-18 Phil 271, Übung Do 8-10 Phil 259, 1013 Beginn: 25.10.2006 Zu den auch heute noch bekanntesten und wirkmächtigsten Texten der deutschen Literatur des Mittelalters gehört das "Nibelungenlied". Um 1200 im österreichischen Donauraum, möglicherweise am Passauer Bischofshof, von einem unbekannten Künstler verfaßt, scheint es schon im Mittelalter ein Bestseller gewesen zu sein: Reicher als die meisten anderen Werke der mittelhochdeutschen Literatur ist es in 35 bisher bekannten Handschriften und Fragmenten überliefert, fast immer in Textgemeinschaft mit der "Klage", einer kommentierenden Fortsetzung. Diese Faszinationskraft des Epos ist trotz vieler Widersprüchlichkeiten in Handlung und Komposition, die nur eines seiner Rätsel sind, bis heute ungebrochen. Das Seminar möchte am Beispiel dieses bedeutenden Textes in das Studium der Älteren deutschen Sprache und Literatur einführen. Vorrangiges Lernziel ist dabei der Erwerb elementarer Kenntnisse des Mittelhochdeutschen, die die erste Voraussetzung für das wissenschaftliche Verständnis des Textes und für das weitere Studium des Teilfachs sind. Daneben soll das "Nibelungenlied" inhaltlich, thematisch, stoffgeschichtlich und strukturell erschlossen sowie sein kultur-, sozial- und literaturgeschichtlicher Kontext in Grundzügen erarbeitet werden. Literatur: Das Nibelungenlied. Nach der Ausgabe von Karl Bartsch hg. von Helmut de Boor, bearb. von Roswitha Wisniewski, 22. Aufl., Wiesbaden 1996 [Arbeitsgrundlage für das Seminar, bitte anschaffen oder über das Semester ausleihen; ISBN 3765303739]; Das Nibelungenlied. Nach dem Text von Karl Bartsch und Helmut de Boor ins Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert von Siegfried Grosse. Stuttgart 1997 u.ö. (RUB 644) [wichtig wegen des Kommentars und der umfassenden Einführung; auch die Benutzung der beigegebenen Übersetzung ist zur Vor- und Nachbereitung erlaubt, nur im Seminar selber nicht erwünscht]. Hilfsmittel: Beate Hennig, Kleines Mittelhochdeutsches Wörterbuch, 4. Aufl., Tübingen 2001, oder Matthias Lexer, Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch, 38. Aufl., Stuttgart 1992 (oder eine andere Auflage). Einführung in das Studium der Älteren deutschen Sprache und Literatur [DSL-E2] 2st. 1st. Blockseminar Angelika Redder |
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| S E M I N A R E Märendichtung [DSL-A3] 2st. Di 14-16 Phil 732 Beginn: 24.10.2006 07.170 Maike Claußnitzer Das Annolied [DSL-A3] 2st. Do 14-16 Phil 259 Beginn: 24.10.2006 Das um 1080 entstandene frühmittelhochdeutsche Annolied schildert das Leben eines Erzbischofs der Salierzeit, Annos II. von Köln ( 1075), und ordnet es in die Heils- und Weltgeschichte ein. Gattungstechnisch zwischen Historiographie und Heiligenvita anzusiedeln, preist es Anno als vorbildlich fromm und heilig. Doch der Kölner Erzbischof ist historisch gesehen durchaus eine widersprüchliche Figur, die auch in ihrer eigenen Zeit nicht unumstritten war. Das Annolied soll uns daher nicht nur als literarisches Werk beschäftigen, dessen Geschichtsbild und geistliche Inhalte es zu entdecken gilt, sondern im Vergleich mit anderen Quellen auch als historisches Dokument einer bewegten Epoche betrachtet werden. Textausgabe: Das Annolied, mittelhochdeutsch und neuhochdeutsch. Hrsg., übers. und kommentiert von Eberhard Nellmann. 6. Aufl. Stuttgart 2005 (RUB 1416). 07.171 Nikolaus Henkel Des Minnesangs Frühling [DSL-A3] 2st. Di 14-16 Phil 271, Lehrveranstaltung fällt am 7.11. aus! Beginn: 24.10.2006 Des Minnesangs Frühling ist der Titel einer vom Geist der Romantik getragenen Sammlung der frühen deutschen Liebeslyrik vor Walther von der Vogelweide, also aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Des Minnesangs Frühling, zuerst erschienen 1857, ist, in mehrfachen Bearbeitungen dem heutigen Editionsstandard angepasst, bis heute die maßgebliche Edition des frühen Minnesangs. - Anhand dieser Ausgabe wird das Seminar einen repräsentativen Querschnitt durch die Gattung erarbeiten: die Spezifik der Rollen von Mann (Ritter/Sänger) und Frau (Herrin/Dame), die Bildersprache und sprachlichen Ausdrucksmittel der Liebeswerbung und -klage, die Formenwelt des mittelalterlichen Lieds und seine Überlieferung, u.a. im Codex Manesse, werden im Mittelpunkt des Seminars stehen. Textausgabe: Des Minnesangs Frühling, bearb. von HUGO MOSER/HELMUT TERVOOREN, 38., revid. Aufl. Stuttgart: Hirzel 1988 (oder spätere Auflage). Vorbereitung: KASTEN, INGRID, Minnesang, in: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft (RLW) 2, Berlin-New York 2000, S. 604-608; SCHWEIKLE, GÜNTER, Minnesang (Slg. Metzler, 244), Stuttgart 1995, S. 78-88; 119-126. Vorbereitende Textlektüre: Namenlos VIII,XIII;XIV; II. Der von Kürenberg II, 1-4; 6-7; III. Meinloh von Sevelingen I, 2-4 (wird bei Beginn des Seminars vorausgesetzt). Themenvergabe: Di, 11.7.2006, 17 Uhr sowie Mi, 12.7.2006, 12 Uhr (Phil 309) oder in den Feriensprechstunden (s. Aushang) bzw. im Sekretariat, Frau Wulff (Phil 308). 1st. Blockseminar Angelika Redder |
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| S E M I N A R E 07.172 Hartmut Freytag Heilsgeschichtliche Deutungen mittelalterlicher Dichtungen. Untersuchungen zum Geschichts- und Weltverständnis deutschsprachiger Texte vom 9.-16. Jahrhundert 2st. Fr 14-16 Phil 256/58 Beginn: 27.10.2006 An ausgewählten mittelalterlichen und - z.T. auch mit Bildern kombinierten - frühneuzeitlichen Texten (z.B. Otfried von Weißenburg, Liber evangeliorum; Ezzos Gesang; Annolied; [frühmhd.] Summa theologiae; Physiologus; St. Trudperter Hohes Lied; Hartmann von Aue, Gregorius und Armer Heinrich; Wolfram von Eschenbach, Parzival; Ebstorfer Weltkarte; Reynke de vos; spätmittelalterliche Totentänze; Einblattdrucke und Flugblätter; Emblematik), vielleicht auch dem einen oder anderen "Kinderbuch" aus dem 20. Jahrhundert (z.B. Astrid Lindgren, Mio mein Mio und Die Brüder Löwenherz; Michael Ende, Die unendliche Geschichte) wollen wir heilsgeschichtliche Deutungen, auf die hin Dichter oft vorgegebene Erzählstoffe, diesen Sinn gebend, beziehen, untersuchen. Dabei wollen wir auch Merkmale eines weitgehend in Vergessenheit geratenen, von Fall zu Fall durchaus zu differenzierenden Welt- und Geschichtsverständnisses aufzuspüren suchen und uns etwa am Beispiel mittelalterlicher Hermeneutik Voraussetzungen von Farben- und Zahlensymbolik vergegenwärtigen und diese an einzelnen Text- und Bildzeugnissen nachweisen. Texte werden von Fall zu Fall entweder zur Verfügung gestellt oder genannt. Hier noch eine provokative Definition von "Heilsgeschichte": Der Bezug der Dinge und Ereignisse/ seit der Schöpfung/ bis zum Ende dieser Welt/ auf Christus und seinen Opfertod/ - als die Voraussetzung/ für die dem Christen geschenkte Freiheit zur Gewinnung des ewigen Lebens:/ auf der Grundlage der Gnade Gottes. Zur Einstimmung folgende Literatur: Friedrich Ohly, Vom geistigen Sinn des Wortes im Mittelalter. In: Zeitschrift für deutsches Altertum und deutsche Literatur 89 (1958/59) 1-23. Separatdruck: (Libelli 218), Darmstadt 1966; Wiederabdruck: In: F.O., Schriften zur mittelalterlichen Bedeutungsforschung, Darmstadt 1977, 2. Auflage ebd. 1983. - Ferner Übersetzung ins Italienische und Ungarische. Hartmut Freytag, diu seltsænen mære/ von dem guoten sündære. Über die heilsgeschichtlich ausgerichtete interpretatio auctoris im Gregorius Hartmanns von Aue. In: Euphorion 98 (2004) 265-280. 07.173 Nikolaus Henkel Sebastian Brant, "Das Narrenschiff" 3st. Di 9-12 Phil 271, Lehrveranstaltung fällt am 7.11. aus! Beginn: 24.10.2006 Das "Narrenschiff", die bedeutendste Satire der deutschen Literatur am Übergang zur Neuzeit ist Gegenstand des Seminars. Ihr Verfasser, der Basler Jurist und Poetikprofessor Sebastian Brant, nutzt die Technik des Buchdrucks und das Medium des Holzschnitts (Dürer wirkt maßgeblich mit), um in den Figuren unterschiedlicher Narren Formen des menschlichen Fehlverhaltens in der Gesellschaft sichtbar zu machen. Vornan im Narrenschiff sitzt der Büchernarr, in dem Brant sich selbst und den Stand des Gelehrten in die Schar der Narren einbezieht. - Geprägt ist das Werk von einem bemerkenswerten ethischen und sozialen Optimismus: der Mensch könne gebessert werden, wenn er nur zur rechten Selbsterkenntnis gelange und sich seines Fehlverhaltens bewusst werde. - Das Seminar analysiert das Werk vor dem Hintergrund der kulturellen Situation der spätmittelalterlichen Stadt, der Gattung der Satire und der literarischen Situation um 1500 und zielt sowohl auf die auf die zeitspezifischen als auch auf die Zeiten übergreifenden Aspekte der Narrenidee: Alle Menschen sind - potentiell - Narren. Text: Sebastian Brant, Das Narrenschiff. Studienausgabe, hg. von JOACHIM KNAPE, Stuttgart 2005 (Reclam). - Ich erwarte vorbereitende Lektüre (Einleitung, S. 1-88; Brants Vorrede sowie Kap. 1, 3, 5, 13, 19) sowie: Vorbereitung: JOACHIM KNAPE, Sebastian Brant, in: Deutscher Humanismus 1480-1520. Verfasserlexikon, Bd. 1, Berlin - New York 2005, Sp. 247-283 (s. Seminarordner). Themenvergabe: Di, 11.7.2006, 17 Uhr sowie Mi, 12.7.2006, 12 Uhr (Phil 309) oder in den Feriensprechstunden (s. Aushang) bzw. im Sekretariat, Frau Wulff (Phil 308). 07.174 Heimo Reinitzer Wie beginnen mittelhochdeutsche Epen? 3st. Di 13-16 Phil 1013 Beginn: 24.10.2006 Das Seminar widmet sich nicht den Prologen, Vorreden und Einleitungen, sondern der scheinbar simplen Frage, wie in verschiedenen Erzählungen der Aufbruch eines (oder auch mehrerer) "Helden" in die Welt je verschieden (und auch abweichend von der Quelle) motiviert wird. Selten ist es Neugier oder Abenteuerlust, neben moralischen Gründen stehen meist rechtliche oder dynastische Erwägungen, die geradezu zwingen, eine eben nicht mehr "heile" Welt zu verlassen und zu ihrer Heilung in die Welt zu gehen. Untersuchungsgegenstand sind mhd. Epen, neben Hartmanns Erec und Iwein das Nibelungenlied, Wolframs Parzival und Willehalm und Gottfrieds Tristan. Zur Einführung: Mareike Kotte, Der Aufbruch in die Welt. Wie beginnt Handlung in mittelalterlichen deutschsprachigen Epen, Staatsexamensarbeit 2005. |
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| O B E R S E M I N A R E 07.176 Heimo Reinitzer Reisebeschreibungen im Mittelalter 2st. Di 9-11 Phil 1414 Beginn: 24.10.2006 Gegenstand ist der Reisebericht Alexanders (II.) von Pappenheim nach Italien und Jerusalem. Der Text, der in drei Hss. überliefert ist, liegt in Transkription vor. Nach der Kommentierung der Italienreise soll im Winter der Kommentar der Jerusalemfahrt erarbeitet werden. |
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| F o r s c h u n g s k o l l o q u i u m --- |
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| Impressum | Letzte Änderung: 06. November 2006 |