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| UHH | Fachbereich SLM | Institut für Germanistik I | VL-Verzeichnisse | Deutsche Sprache | Suche |
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Deutsche Sprache (Linguistik) Sommer-Semester 2009
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| TEILFACH V O R L E S U N G E N 52-120 Ingrid Schröder Deutsche Sprachgeschichte(n) [DSL-A2][DE-A2][DSL-A15][DE-A15][DSL-V1][DE-V1] [DSL-V7][DE-V7][DSL-W] [GL-M12][GL-W] 2st. Do 10-12, Hörsaal B, VMP 6 Beginn: 09.04.2009 Sprachgeschichte soll in der Vorlesung hauptsächlich unter zwei Gesichtspunkten betrachtet werden: (1) Sprachgeschichte als Textsortengeschichte; (2) Sprachgeschichte als Geschichte der Mehrsprachigkeit; Die Überlieferung historischer Sprachzeugnisse ist grundsätzlich an das Medium 'Schrift' und somit immer an Texte gebunden, die unterschiedliche kommunikative Aufgaben zu erfüllen haben. Während in der frühen Zeit das Lateinische klar dominiert und nur wenige deutschsprachige Zeugnisse vor allem im Rahmen der Missionierung entstehen, entwickelt sich im Mittelalter und in der frühen Neuzeit das Spektrum volkssprachlicher Gebrauchsschriften entsprechend den Bedürfnissen des politisch und wirtschaftlich erstarkenden Bürgertums. Als Geschichte der Mehrsprachigkeit erweist sich deutsche Sprachgeschichte vor allem im Spannungsfeld Hochdeutsch-Niederdeutsch. Hinzu kommen vielfältige Sprachkontakte, die Einfluss auf die Entwicklung genommen haben, sei es der Kontakt mit dem Englischen in der Gegenwart, mit dem Französischen im 18. Jahrhundert oder mit dem Lateinischen als lingua franca des Mittelalters. 52-121 Theo Bungarten Kommunikation in Institutionen: Werbekommunikation [DSL-A1][DE-A1][DSL-A12][DE-A12][DSL-W][GL-W] 2st. Mo 8-10, Hörsaal G, VMP 6 Beginn: 06.04.2009 Werbung und werbliche Kommunikationsformen als Wirtschaftswerbung sind nicht erst heute ein wichtiger ökonomischer Faktor, sei es als Produkt- oder Unternehmenswerbung, sei es im nationalen oder globalen Rahmen. Obgleich aus psychologischer, soziologischer und betriebswirtschaftlicher Sicht verschiedene theoretische Konzepte das vielschichtige Phänomen angehen und aus ihrer jeweiligen Fachperspektive zu akzeptablen theoretischen Entwürfen gekommen sind, sind die linguistischen, semiotischen und kommunikationswissenschaftlichen Ansätze einer Theoretisierung inzwischen zwar zahlreich, meist aber unbefriedigend. Es soll der Versuch unternommen werden, die vorliegenden theoretischen Ansätze der Nachbardisziplinen mit linguistischen Konzepten zu vergleichen und für eine semiotisch-pragmalinguistische Konzeptualisierung fruchtbar zu machen. Gegenstand der Vorlesung ist die komplexe kommunikative Handlung Werben im wirtschaftlichen Kontext der Unternehmens- und Produktwerbung. Auf der Grundlage linguistischer - insbesondere pragmalinguistischer - , psychologischer, soziologischer und betriebswirtschaftlicher Theorien und Konzepte werden Formen und Funktionen der Werbung, ihre Intentionen und Strategien erklärt und exemplarische Typen von Werbetexten für ausgewählte Konsumartikel (Markenartikel), Dienstleistungen und die sie produzierenden/ anbietenden Unternehmen (Unternehmensdarstellungen) in Printmedien, in Radio und Fernsehen sowie im Internet untersucht. Literatur: Sowinski, Bernhard: Werbung (= Grundlagen der Medienkommunikation, 4). Tübingen 1988: Niemeyer. Crijns, Rogier/ Brugers, Christian (Hrsgg.): Werbestrategien in Theorie und Praxis (= Beiträge zur Wirtschaftskommunikation, 24). Tostedt 2006: Attikon. Bungarten, Theo. 2005. Wenn die Mafia wirbt. Was ist eigentlich Wirtschaftswerbung?. In: Smeds, John/ Sarmavuori, Katrin/Laakkonen, Eero/Cillia, Rudolf de (Edd.): Multicultural communities, multilingual practice. Monikulttuuriset yhteisöt, monikielinen Käytäntö. Festschrift für Annikki Kosenksalo zum 60. Geburtstag (= SARSA-SER.B.OSA-TOM, 285). Turku 2005: Turun Yliopisto; S. 39 - 66. 52-122 Svend Sager Kommunikationstheorie [DSL-V1][DE-V1][DSL-V7][DE-V7][DSL-W][GL-M1][GL-W] 2st. Mo 10-12, Hörsaal B, VMP 6 Beginn: 06.04.2009 Diese Vorlesung wird sich mit grundlegenden Theorien zur Kommunikation befassen. Ziel ist es, einerseits einen generellen Überblick über die verschiedenen Problemaspekte zum Phänomen Kommunikation zu geben, andererseits linguistisch wichtige Modelle zur Kommunikation in ihren Grundzügen vorzustellen und kritisch zu hinterfragen. Dabei wird vor allem die Dichotomie von Transfer- und Konstitutionsmodell zu diskutieren sein. In diesem Sinne wird Kommunikation in seiner gesamten Phänomenbreite als Gegenstand der Linguistik definiert und in seinen verschiedenen Facetten exemplarisch beschrieben. Der Schwerpunkt liegt schließlich auf der Darstellung und Ausarbeitung eines Konstitutionsmodells der Kommunikation, das vor dem Hintergrund eines gesprächsethologischen Ansatzes entfaltet wird. 52-123 Angelika Redder Deixis - systematisch und sprachvergleichend [DSL-A1][DE-A1][DSL-V1][DE-V1][DSL-A15][DSL-V6][DE-A15][DE-V6][DSL-W][GL-M5][Gl-M8][ASW-M3/M5/M8][GL-W] 2st. Di 12-14, Hörsaal Audimax 2 Beginn: 07.04.2009 'Deixis' heißt zu Deutsch 'Zeigwort', lateinisch demonstrativum. Diese Kategorie ist sprachtheoretisch, sprachvergleichend und pragmatisch außerordentlich relevant und zugleich hochkomplex. Wir können im Deutschen beispielsweise kaum eine Äußerung ohne deiktisches Ausdrucksmittel realisieren - und im Spracherwerb gehören Zeigwörter zum frühen Aneignungsstadium. Andererseits gibt es Sprachen mit reicher und solche mit sehr armer Ausdrucksdifferenzierung in der Klasse, die Karl Bühler (1934) zum Zeigfeld von Sprache zusammenfasste und anhand derer er erstmals ein Handlungspotential von Sprache entdeckte. Was geschieht beim sprachlichen Zeigen, wie funktioniert das in Texten, wie funktioniert das in der Produktion und Rezeption verschiedener Sprachtypen, welche Funktionalisierung erfährt das Zeigen für komplexe Ausdrucksbedürfnisse - und wie kann das alles in einer Sprachtheorie systematisiert werden? Welche Konsequenzen ergeben sich hinsichtlich semantischer, grammatischer und diskurs-/textlinguistischer Konzeptionen, was weiß man sprachgeschichtlich? Ausgehend vom Deutschen und einer integralen Theorie der Deixis sollen die verschiedenen Etappen der sprachwissenschaftlichen Einsichten, die typologischen Vergleichsdiskussionen und die Schnittstellen zu literaturwissenschaftlichen und (entwicklungs)psychologischen Nachbardisziplinen dargelegt werden. Die Vorlesung ist komplementär zum empirischen Seminar von Kameyama konzipiert und kann insofern fruchtbar für ein Gesamtmodul genutzt werden. 52-124 Kristin Bührig Linguistikgeschichte - Einführung in die Linguistik [DSL-E1][DE-E1][DSL-W] 2st. Di 14-16, Hörsaal A, VMP 6 Beginn: 21.04.2008 Die Vorlesung soll einen Überblick über die wichtigsten sprachwissenschaftlichen Theorien vermitteln, die im Laufe der Geschichte der Disziplin Linguistik/Sprachwissenschaft ausgebildet wurden. Die einzelnen Theorien werden in ihren wissenschaftsgeschichtlichen Kontext eingebettet und in ihrer Wirkung aufeinander dargestellt. Dabei sind die zentralen Fragestellungen und Begrifflichkeiten zu erörtern. Die Reichweite der einzelnen Ansätze kann anhand von exemplarischen Analysen kritisch diskutiert werden. Die Vorlesung ist für alle Studierende des BA-Studiengangs Deutsche Sprache und Literatur und der Lehramtsstudiengänge Deutsch im Modul Einführung in die Linguistik des Deutschen (DSL-E1/DE-E1) obligatorisch. Ein Reader mit Basistexten wird zur Verfügung gestellt. |
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| S E M I N A R E Für alle Ia-Seminare besteht eine Teilnehmerbegrenzung. Anmeldung und Zulassung über STiNE. 52-125 Theo Bungarten Einführung in die Linguistik [DSL-E1][DE-E1] 2st. Mi 10-12, Phil 256/58, 2st. Übung in Gruppen 1. Zeit Do 8-10 Phil 1013 oder 2. Zeit Mi 8-10 Phil 708 Beginn: 08.04.2009 Ziel des Kurses ist einmal die exemplarische Einführung in den Zeichen- und Systemcharakter der Sprache und in den Prozesscharakter der verbalen und nonverbalen Kommunikation. Dabei sollen der nichtreflektierte Gebrauch von Sprache bewusst gemacht und die Sprache als Untersuchungsgegenstand der Linguistik in ihren unterschiedlichen Formen und Funktionen vorgestellt werden. Zum anderen soll ein systematischer Überblick über die grundlegenden linguistischen Methoden und Theorien vermittelt werden. Neben der sog. Systemlinguistik werden die Teilbereiche Soziolinguistik, Psycholinguistik und Pragmalinguistik in ihren wichtigsten Untersuchungszielen, Methode, Theorien und Ergebnissen vorgestellt. Arbeitsformen: Im Plenum skizzierende Darstellung von ling. Wissen durch den Seminarleiter; gemeinsame Erarbeitung und Diskussion von Problemstellungen; Vortrag und Diskussion von Arbeitsgruppenthemen. In den Arbeitsgruppen unter der Anleitung von Tutorinnen Vor- und Nachbereitung der Plenumsarbeit; Erarbeitung der gewählten Gruppenthemen für das Plenum. Als Leistungsnachweis gelten die Erarbeitung eines Gruppenthemas und dessen Vortrag anhand eines Thesenpapiers im Plenum sowie eine Abschlussklausur. 52-126 Svend Sager Einführung in die Linguistik [DSL-E1][DE-E1] 2st. Di 12-14, Phil 256/58, 2st. Übung in Gruppen 1. Zeit Do 16-18 Phil 1350 oder 2. Zeit Mo 12-14 Uhr Phil 1101 Beginn: 07.04.2009 Gegenstand des Seminars In diesem Seminar soll der Bereich sprachlicher Kommunikation von einem fächerübergreifenden Standpunkt aus erarbeitet werden. Wir werden die Linguistik in Verbindung setzen zu Bereichen der Human-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften. Sprache soll in dem Zusammenhang als interaktives Sprachverhalten, als kognitive Fähigkeit und als abstraktes Regelsystem erkannt werden. Wir werden die zentralen Arbeitsgebiete der Linguistik, also die Laut-, Wort-, Satz- und Bedeutungslehre sowie die Handlungs- und Verhaltenstheorie der Sprache erarbeiten und zu einem einheitlichen Konzept einer umgreifenden Kommunikationsanthropologie zusammenfassen. Die menschliche Fähigkeit zur Sprache wird dabei als ein sozio-biologisches Phänomen zu bestimmen sein, das in seiner ganzen Komplexität nur im Zusammenhang von geistes- und naturwissenschaftlichen Ansätzen erfasst werden kann. Ziel des Seminars Neben der Vermittlung eines solchen Grundverständnisses von Sprache und Linguistik sollen zwei weitere Ziele verfolgt werden: 1) Es soll ein Orientierungsschema der wichtigsten Teildisziplinen der Linguistik vermittelt werden, auf dessen Grundlage in den folgenden Semestern das gesamte Gebiet der Linguistik erschlossen werden kann; 2) es sollen die wichtigsten linguistischen Konzepte, Begriffe und Methoden verfügbar gemacht werden. Vorgehen im Seminar Der Schwerpunkt der Arbeit im Seminar liegt auf der Präsentation und Analyse von Sprach- und Gesprächsmaterial. Die Arbeit außerhalb des Seminars soll in kleinen Gruppen stattfinden. Die Gruppen werden die in den Sitzungen behandelten Themen jeweils gemeinsam nachbereiten und entsprechende Hausaufgaben schriftlich zu lösen haben. Tutorien Neben den eigentlichen Seminarsitzungen wird es zusätzliche Tutorensitzungen geben, in denen es um die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie um ein kleines empirisches Projekt gehen soll. 52-127 Pamela Steen Einführung in die Linguistik des Deutschen [DSL-E1][DE-E1] 2st. Do 16-18, Phil 256/58, 2st. Übung in Gruppen 1. Zeit Di 12-14 Phil 271 oder 2. Zeit Fr 12-14 Phil 1013 Beginn: 09.04.2009 Dieses Seminar richtet sich an Studierende des Faches Deutsche Sprache und Literatur, die sich zu Beginn ihres Studiums einen Überblick über das Fachgebiet der Linguistik verschaffen möchten. In den Plenumssitzungen werden zunächst die Grundlagen der Linguistik erarbeitet: Was ist der Ursprung der Sprache? Was ist ein Zeichen? Welche Funktionen haben Sprache und Texte? Wie lässt sich Kommunikation beschreiben? Sodann werden die verschiedenen Teilbereiche der Linguistik besprochen, wie z.B. Phonetik, Morphologie, Semantik, Syntax. Abschließend werden mit der Text- und Gesprächsanalyse die zwei wichtigsten konkreten Erscheinungsformen von Sprache betrachtet. Hierbei geht es um die Analyse der besonderen Bedingungen, unter denen Sprache gebraucht wird, um Regularitäten, die zu beobachten sind. Neben den Plenumssitzungen werden zweistündige Arbeitsgruppensitzungen angeboten. Die Tutorinnen und Tutoren betreuen hier die Seminarteilnehmer bei vertiefenden Übungen und bei der Lektüre wissenschaftlicher Texte. Bedingungen für den Scheinerwerb sind die regelmäßige Teilnahme an den Sitzungen und das erfolgreiche Bestehen einer Abschlussklausur. Eine Literaturliste wird zu Beginn des Seminars zur Verfügung gestellt. 52-128 Sabine Forschner Einführung in die Linguistik [DSL-E1][DE-E1] 2st. Di 10-12 Phil 256/58, 2st. Übung in Gruppen 1. Zeit Mo 14-16 Phil 708 oder 2. Zeit Di 12-14 Phil 708 Beginn: 07.04.2009 Zielstellung: Im Seminar werden verschiedene theoretische Positionen und methodische Ansätze der neueren Linguistik erarbeitet. Zentrale Gebiete des Faches wie die Analyse gesprochener Sprache, die Struktur von Sätzen und Äußerungen, die Bedeutung sprachlicher Mittel, Zeichentheorie und Formenlehre werden in ihren unterschiedlichen Zugriffsweisen auf deren Gegenstand behandelt. Auf diese Weise soll bis zum Ende des Semesters ein Überblick über Gegenstände, Teilgebiete, Verfahren und theoretischen Positionen verschafft werden. Das Seminar verfolgt eine handlungstheoretische Herangehensweise an Sprache, in deren Mittelpunkt die Beschäftigung mit gesprochener Sprache steht. Verfahren: Zentrale Elemente linguistischer Theorien und Methoden werden anhand der Analyse eines authentischen Beispiels in ihrem Zugriff auf unterschiedliche Phänomene sprachlichen Handelns erfahrbar gemacht. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit den kleinsten Einheiten sprachlichen Handelns über Wörter, Äußerungen und Sätze bis hin zu Phänomenen auf Ebene des Diskurses werden die Elemente des sprachlichen Handelns aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Im Plenum liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung und Diskussion linguistischer Standpunkte. Die Übung dient zum einen der Vertiefung der vermittelten Inhalte anhand von Übungsaufgaben, zum anderen werden durch die Besprechung von Grundlagentexten die Inhalte des nächsten Plenums vorbereitet. Leistungsnachweis: regelmäßige Teilnahme, Lektüre der verbindlichen Texte, Protokoll einer Übung, Abschlussklausur Weitere organisatorische Details und die verbindliche wie erweiterte Literaturliste werden in der 1. Sitzung bekannt gegeben. Alle Materialien werden auf Agora elektronisch zur Verfügung gestellt. 52-129 Ingrid Schröder Einführung in die Linguistik des Deutschen [DSL-E1][DE-E1] 2st. Di 14-16, Phil 256/58, 2st. Übung in Gruppen 1. Zeit Do 810 Phil 708 oder 2. Zeit Fr 810 Phil 708 Beginn: 07.04.2009 Sprache als Medium der Kommunikation, der Welterschließung und der Selbstdarstellung wird von uns allen meist unreflektiert und selbstverständlich verwendet. Erst wenn wir uns nicht so ausdrücken können, wie wir wollen, oder wenn Missverständnisse auftreten, denken wir über das Phänomen Sprache nach. In der Linguistik geht es darum, dieses Medium, das uns genauso vertraut wie unbekannt ist, zu analysieren und zu beschreiben. Das Studium der Fachrichtung Sprache hat zum Ziel, mündliches und schriftliches sprachliches Handeln zu beschreiben, zu erklären und kritisch zu beurteilen. Die Veranstaltung soll dafür die notwendigen Grundlagen schaffen, indem linguistische Analyse- und Beschreibungsprozeduren vorgestellt werden. Einen wichtigen Schwerpunkt nimmt dabei die Erarbeitung des notwendigen Begriffsinstrumentariums ein. Den Ausgangspunkt bilden alltägliche Erfahrungen mit der Sprache, die dann in linguistische Kategorien umzusetzen sind. Wichtige Teilbereiche wie Bedingungen der Kommunikation und Sprache in ihrer Anwendung (sprachliches Handeln) sowie die einzelnen Sprachebenen (Texte, Sätze, Wörter, Laute) sollen behandelt und an Textbeispielen erprobt werden. Ziel ist es, eine solide Basis für ein weiteres selbständiges wissenschaftliches Arbeiten zu schaffen. Didaktik und Methodik: Das Seminar gliedert sich in eine 2stündige Plenumsveranstaltung und 2stündige AG-Sitzungen. In den AGs sollen die in den Plenumssitzungen erarbeiteten Kategorien auf Texte angewandt werden und die zugehörige Forschungsliteratur soll diskutiert werden. Als Leistungsnachweis dienen 2 Protokolle einer AG-Sitzung und eine Abschlussklausur. Literatur: Linke, Angelika/Nussbaumer, Markus/Portmann, Paul R.: Studienbuch Linguistik. Ergänzt um ein Kapitel Phonetik und Phonologie von Urs Willi. 5. Aufl. Tübingen 2004 (Reihe Germanistische Linguistik, 121. Studienbuch). 52-130 Gisella Ferraresi Einführung in die Linguistik [DSL-E1][DE-E1] 2st. Fr 10-12, Phil 271/Übung 2st. in Gruppen 1. Zeit Mo 18-20 Phil 708 oder 2. Zeit Beginn: 24.04.2009 In dieser Einführungsveranstaltung sollen Studierende zunächst an verschiedene Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens in der Linguistik herangeführt werden. Im Mittelpunkt der Plenumssitzungen sollen dann die Kerngebiete der Grammatik (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik) stehen, aber auch die für das Fach relevanten Teildisziplinen wie z.B. die empirische Sprachwissenschaft. Dabei werden Beschreibung und Analyse der Daten anhand deutscher Beispiele sowohl aus der geschriebenen als auch aus der gesprochenen Sprache vorgenommen. Neben den Plenumssitzungen werden zweistündige Arbeitsgruppensitzungen angeboten, die von Tutorinnen und Tutoren betreut werden und die dazu dienen, die Inhalte aus den Plenumssitzungen durch Übungsaufgaben und die Lektüre wissenschaftlicher Texte zu vertiefen. Für den Scheinerwerb sind neben regelmäßiger und aktiver Teilnahme am Seminar die Übernahme des Protokolls einer Sitzung, das Bearbeiten von Arbeitsblättern sowie das Bestehen der Abschlussklausur obligatorisch. Eine Literaturliste wird zu Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. |
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| M E N T O R E N P R O G R A M M 52-131 Angelika Redder, Koord. Christoph Breitsprecher Übung Effektiv studieren I (für Studierende aller Einführungsmodule) [DSL-E] [DE-E] [DSL-W für BA-Nebenfach Germanistik] 1st. Blockseminar (einsemestrig) Erwerb von Schlüsselqualifikationen für Studierende der Germanistik für das mündliche und schriftliche Handeln in der Universität. Ziel der Übung ist die Einführung in die Besonderheiten des sprachlichen Handelns an der Universität, insbesondere in den Seminardiskurs sowie den Wissenschaftsdiskurs. In ES I wird nicht nur die Propädeutik im technischen Sinne im Vordergrund stehen, sondern auch der Einstieg in die wissenschaftliche Reflexion der eigenen Studienpraxis unternommen. Im Einzelnen werden Literaturrecherche, Bibliographieren, Zitieren, Exzerpieren, Protokollieren etc. vermittelt und die verschiedenen wissenschaftlichen Diskurs- und Textarten wie z.B. Referat und Seminararbeit erarbeitet. Inhaltliche Verankerung im Studium Deutsche Sprache und Literatur (DSL) bzw. Unterrichtsfach Deutsch (DE): 'Effektiv studieren I' ist begleitend zu den drei Einführungsmodulen E1, E2 und E3 angelegt. Entsprechend wird es allen Teilnehmenden der Einführungsmodule dringend empfohlen. Verankerung in den Studienplänen DSL sowie Unterrichtsfach Deutsch (DE) für LAPS, LAGym, LAB, LAS: 'Effektiv studieren I' ist verpflichtend für alle BA-Studierenden des Hauptfaches DSL bzw. des Unterrichtsfaches Deutsch sowie für alle Studierenden, die zum Magister- oder Lehramtsstudiengang Deutsche Sprache und Literatur mit dem Sommersemester 06 oder später zugelassen worden sind. Mit der erfolgreichen Teilnahme an ES I werden von DSL-Hauptfach-Studierenden 2 ABK-Leistungspunkte, von Unterrichtsfach-DE-Studierenden 2 Leistungspunkte für das Modul DE-E1 und von DSL-Nebenfach-Studierenden 2 Leistungspunkte im Wahlbereich erworben. Studierende anderer Studiengänge (Magister, Lehramt vor WS07/08, Diplom) können sich 1 SWS im Bereich fakultative Veranstaltungen anrechnen lassen. Organisatorische Verankerung in STiNE: Für DSL-Hauptfach-Studierende wie auch für Unterrichtsfach-DE-Studierende ist 'Effektiv studieren I' mit Modulbezug zum Modul E1 zu belegen, d.h. zunächst muss eine Anmeldung für dieses Modul erfolgen bevor eine Anmeldung für den Modulbestandteil 'Effektiv studieren I' erfolgen kann. (Achtung: Nach Anmeldung für das Modul E1 ist dieses innerhalb von 2 Semestern abzuschließen!) Für DSL-Nebenfach-Studierende ist ES I als Wahlbereichsveranstaltung ohne Modulbezug zu belegen. Kurszeiten: Für die neu beginnenden (!) einsemestrigen Kurse im SoSe 09 stehen drei verschiedene Kurszeiten zur Auswahl. Kurs 52-131a: 5 Termine à 3 Stunden, je montags, 9.30-12h, am 27.4., 11.5., 25.5., 08.6. sowie 22.6. Kurs 52-131b: 4 Termine à 4 Stunden, je freitags, 14-18h, am 17.4., 15.5., 29.5. sowie 19.6. Kurs 52-131c: 4 Termine à 4 Stunden, je samstags, 10-14h, am 25.4., 09.5., 30.5. sowie 20.6. Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über STiNE. Raumangaben: Die Raumangaben werden per E-Mail über STiNE sowie im AGORA-Projektraum 'Effektiv studieren' bekannt gegeben. TutorInnen: Claudia Celentano, Jonas Füllner Obligatorische Bibliotheksführung: Zur erfolgreichen Teilnahme an ES I ist eine Bibliotheksführung durch EINE der bei den Bibliotheken der Germanistik nachzuweisen. Zu diesem Zweck finden in der ersten Vorlesungswoche (6.-9. April) Führungen durch die Bibliotheken im 3. und 4. Stock statt. Die einzelnen Termine sind den Anmeldelisten in den beiden Bibliotheken (Phil 350 sowie Phil 450) sowie den 'Terminen' im Agora-Projekt-Raum 'Effektiv studieren' zu entnehmen. 52-132 Angelika Redder, Koord. Christoph Breitsprecher Übung Effektiv studieren II: Wissenschaftliches Reden & Schreiben [DSL-W] 1st. Blockseminar (für alle Studierenden in SLM I + II) In diesem Teil des Programms Effektiv studieren sollen akademisches Reden (Kurzvortrag, Referat) und Schreiben (Seminararbeit vs. Essay), Scheidung von Forschungs- und Darstellungsprozess, Handlungen wie wissenschaftliches Einschätzen, Argumentieren und Kritisieren bis bin zum Leiten einer wissenschaftlichen Diskussion behandelt werden. Der Schwerpunkt wird auf dem Verfassen von Hausarbeiten und allen Tätigkeiten, die damit im Zusammenhang stehen, liegen. Weiterhin kann in diesem Rahmen auch auf Fragen des Bearbeitens, Zusammenstellens und Präsentierens von Themen als Seminarbeitrag (Referat, Präsentation, Input, Thesenpapier oder welche Formen auch immer vorgegeben sind) vertiefend eingegangen werden. (Als Grundlage der Besprechung dienen nach Möglichkeit die Studienarbeiten der Teilnehmer.) Dieser Kurstyp wird als Blockveranstaltung mit einem Gesamtumfang von 1 SWS bei max. 15 Teilnehmern pro Kurs angeboten. Mit der erfolgreichen Teilnahme werden zwei Leistungspunkte (2 LP) für den Wahlbereich erworben bzw. 1 SWS für fakultative Lehrveranstaltungen angerechnet. Kurszeit: Die 4 Blocktermine finden freitags, 14-18h, am 24.4., 08.5., 12.6. sowie 03.7. statt. Tutorinnen: Maike Prestin, Sabine Forschner Raumangaben: Die Raumangaben werden per E-mail über STiNE, im AGORA-Projektraum "Effektiv studieren" sowie als Aushang am Koordinationsbüro Phil 359 bekannt gegeben. Anmeldung ausschließlich über STiNE. ((Der Pfad in STiNE zu ES II; gilt u. a. für BA-DSL-Studierende: Meine Anmeldungen --> Anmeldung zu Veranstaltungen --> Wahlbereich --> _Wahlbereich: Kurse/ Lehrveranstaltungen --> Fakultät für Geisteswissenschaften --> Department SLM I --> Deutsche Sprache und Literatur --> Effektiv studieren Alternativ-Pfad über 'Öffentliche Veranstaltungen': Studium --> Veranstaltungen --> Öffentliche Veranstaltungen --> Fakultät für _Geisteswissenschaften --> Department Sprache, Literatur, Medien I --> E. Deutsche Sprache und Literatur --> Effektiv studieren)) 52-132.III Angelika Redder, Koord. Christoph Breitsprecher 'Effektiv studieren III: Wissenschaftliche Lektüren' [DSL-W] 1st Blockseminar (offen für alle Studierenden in SLM I + II) 1. Termin: 24.4., 14-18h, Phil 259 2. Termin: 08.5., 14-18h, Phil 259 3. Termin: 12.6., 14-18h, Phil 259 4. Termin: 03.7., 14-18h, Phil 259 Im diesem Teil des Programms 'Effektiv studieren' stehen exemplarisch wissenschaftliche Lektüren im Mittelpunkt: Aktuelle Forschungsliteratur soll gemeinsam ausgewählt, relational zueinander referiert und diskutiert werden.Besondere Aspekte sind: wissensmäßige Einordnung nach Leitfragen, Methoden- und Kategorienklärung, Stellenwertbestimmung im Forschungszusammenhang und Fachkritik, eigene Einschätzung und Anknüpfung von Anschlussfragen; ggf. Bewertung nach Wissenschaftsstil und Brauchbarkeit für verschiedene Zielgruppen (Fachdisziplin, andere Disziplinen, nicht-akademisches Publikum). Sie widmet sich also dem Erschließen von wissenschaftlichen Diskursen. Dazu werden am Anfang des Kurses interessante, aktuelle Diskussionen ausgewählt und dazu gehörende Texte gelesen. Ein Ziel ist, nachzuvollziehen, wie wissenschaftliche Auseinandersetzungen in Texten geführt und wie dabei theoretische und methodische Konzepte deutlich werden. Dieser Kurstyp wird als Blockveranstaltung mit einem Gesamtumfang von 1 SWS bei max. 15 Teilnehmern pro Kurs angeboten. Mit der erfolgreichen Teilnahme werden zwei Leistungspunkte (2 LP) für den Wahlbereich erworben bzw. 1 SWS für fakultative Lehrveranstaltungen angerechnet. (Sie steht allen Studierenden der Fachbereiche SLM I und II offen.) Einzig für BA-Studierende der Germanistik (Hauptfach DSL oder Unterrichtsfach DE) besteht eine Teilnahmevoraussetzung: erfolgreiche Belegung von 'Effektiv studieren I'. Tutorin: Sabine Forschner Koordination des Tutorenprogramms 'Effektiv studieren': Christoph Breitsprecher (M.A.) Universität Hamburg - Institut für Germanistik I Phil 359, Von-Melle-Park 6, 20146 Hamburg Tel.: 040-428 38 - 7461 christoph.breitsprecher@uni-hamburg.de AGORA-Projektraum 'Effektiv studieren' 52-133 Arne Offermanns Einstieg SLM - DSL - Mentorium (2. Semester) Sitzungstermine: Di 10-12: 28.4./12.5./26.5./16.6./23.6. Phil 708 Beginn: 28.04.2009 52-134 Arne Offermanns Einstieg SLM - DSL - Mentorium (2. Semester) Sitzungstermine: Do 14-16: 23.4./7.5./28.5./11.6./25.6. Phil 708 Beginn: 23.04.2009 |
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| S E M I N A R E 52-135 Bastian Weeke Methoden empirischen Arbeitens [Begleitseminar] (Methodenseminar)][zu den Projektseminaren 52-138/139/182] [DSL-A5][DE-A5][DSL-A14][DSL-A17][DE-A14][DSL-W][A-18; Fortsetzung vom WiSe 08/09] 2st. Fr. 14-16 in Phil 256/58 Beginn: 17.04.09 Das Sammeln sprachlicher Daten und das Erstellen eines Analysekorpus sind wichtige Grundlagen jeder linguistischen Untersuchung. In diesem Seminar können sich die Teilnehmer mit diesen Grundlagen und somit mit wichtigen Aspekten des empirischen Arbeitens in der Sprachwissenschaft vertraut machen. Es wird im Seminar zunächst darum gehen, wie Fragestellungen und Untersuchungsgegenstände herausgearbeitet und die entsprechenden Untersuchungen geplant werden. Dabei wird die Auswahl geeigneten Methoden zur Erhebung von Sprachdaten eine Rolle spielen (Beobachtung, Fragebogen, Interview). Darüber hinaus sollen die Teilnehmer selber die Erhebung sprachlicher Daten ausprobieren und das Transkribieren mündlicher Sprachdaten üben. Ein wichtiger Bezugspunkt bei der Diskussion und Erprobung der Methoden wird in diesem Seminar die Varietätenlinguistik sein, da sich hier eine Vielzahl von Ansätzen zur Entwicklung von Fragestellungen und zur Datenerhebung bietet. Atteslander, Peter: Methoden der empirischen Sozialforschung. (ESV Basics). 12. Auflage, Berlin 2008. Schlobinski, Peter: Empirische Sprachwissenschaft. (WV-Studium; 174). Opladen 1996. 52-136 Theo Bungarten Linguistische Aspekte der Immigration und Remigration [DSL-A1][DE-A1][DSL-A12][DE-A12] [DSL-W] 2st. Fr 10-12, Phil 1350 Beginn: 17.04.2009 Seit der Emigration italienischer, spanischer und portugiesischer Gastarbeiterfamilien nach Deutschland in den Tagen des deutschen Wirtschaftswunders sind weitere türkische, jugoslawische, griechische, polnische u.a. Arbeiterfamilien in die Bundesrepublik emigriert. Durch das Recht auf Aufenthaltsfreiheit für die Bürger der Europäischen Union und die Gewährung von Asyl für Menschen aus Kriegs- und Spannungsgebieten sind in den letzten Jahren darüber hinaus weitere Nationalitätengruppen aus ihren Heimatländer in den deutschen Sprachraum immigriert. Eine nicht weniger bedeutsame globale Erscheinung ist es, dass Familien aus unterschiedlichsten Gründen wieder in ihre Heimatländer zurückkehren, mit der Folge erheblicher sprachlicher und kultureller Probleme auch für ihre Kinder, die die deutsche Sprache und Kultur i.d.R. besser kennen als die ihrer ursprünglicher Herkunftsländer. Im Seminar sollen die durch die Immigration und Remigration erwachsenden sprachlichen, kommunikativen und kulturellen Konflikte besonders von Kindern und Jugendlichen unter linguistischen, sozialpsychologischen und kulturwissenschaftlichen Aspekten behandelt werden. Literatur Eine ausführliche Literaturliste steht zu Beginn des Seminars zur Verfügung. 52-137 Shinichi Kameyama Grammatiken des Deutschen im Vergleich [DSL-A1][DE-A1][DE-A12] [DSL-A12][DSL-W] 2st. Mo 10-12, Phil 271 Am 29.6. fällt das Seminar wg. Krankheit aus! Beginn: 06.04.2009 Für das Deutsche gibt es eine Vielzahl an Grammatiken mit wissenschaftlichem oder didaktischem Anspruch, jede einzelne mit ihren eigenen Stärken und Schwächen. Aber welche davon ist die richtige für mich? Welche soll ich zu Rate ziehen? Soll es der Grundriss von Eisenberg sein, die Textgrammatik von Weinrich, die dreibändige IdS-Grammatik oder eine andere? Wo finde ich überhaupt das, wonach ich suche? - Damit Sie mit solchen Fragen nicht ratlos dastehen, möchte ich in diesem Seminar zusammen mit Ihnen einige ausgewählte Grammatiken des Deutschen erkunden. Gemeinsam wollen wir versuchen herauszuarbeiten, wie die betrachteten Grammatiken aufgebaut sind, welche Eigenarten sie haben, was man von ihnen erwarten kann und was nicht. Dabei soll auch die Frage geklärt werden, welches grammatische Grundwissen man benötigt, um Grammatiken des Deutschen fachgerecht nutzen zu können. Vor allem aber geht es um die Frage, wie man Grammatiken des Deutschen bei der grammatischen Analyse von Texten und Diskursen heranziehen kann, sei es für eine Hausarbeit oder für die Vorbereitung von Grammatikunterricht. 52-138 Bernd Meyer Arzt-Patienten-Kommunikation: ein- und mehrsprachig [DSL-A5][DE-A5][DSL-A14][DE-A14][DSL-W] [ASW-M8][ASW-M10][ASW-M12][Projektseminar] 2st. Mo 12-14, Phil 271 Beginn: 06.04.2009 Im Rahmen dieses Projektseminars wird am Beispiel des Krankenhauses die fachexterne Fachkommunikation zwischen Agenten und Klienten einer Institution untersucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche institutionellen Voraussetzungen und kommunikativen Zwecke das sprachliche Handeln der Beteiligten prägen und welche kommunikativen Anforderungen sich daraus ergeben. Betrachtet werden drei zentrale Diskursarten: Anamnese-, Befund- und Aufklärungsgespräche. Neben Verfahren der Modalisierung und der Thematisierung bzw. Dethematisierung von Redegegenständen sowie fachsprachlichen Aspekten werden auch zentrale Handlungstypen (Frage-Antwort, Ankündigen, Beschreiben, Hinweisen, Mitteilen) diskutiert. Gefragt wird danach, wie jeweils das spezifische, institutionell relevante Wissen im Diskurs elizitiert und versprachlicht wird. Des weiteren wird untersucht, wie mit Patienten mit geringen Deutschkenntnissen kommuniziert wird. Die Veranstaltung steht in Verbindung mit dem Begleitseminar 52-135. Für den Erwerb eines Leistungsnachweises ist Präsentation und Diskussion von authentischen Fällen aus Arzt-Patienten-Gesprächen sowie die Erstellung einer schriftlichen Hausarbeit erforderlich. Die erforderlichen Transkriptionen sowie eine Literaturliste werden zu Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. 52-139 Bernd Meyer Sprachliche Vielfalt in Deutschland (DaF) [DSL-A5][DE-A5][ [DSL-A14][DE-A14][DSL-W][ASW-M9][ASW-M10] [ASW-M11][ASW-M12] [Projektseminar] 2st. Mi 10-12, Phil 271 Beginn: 08.04.2009 Deutschland ist durch ein hohes Maß an (migrantischer und autochthoner) sprachlicher Vielfalt geprägt. Während die Bundesregierung vor allem den Erwerb des Deutschen durch Migrant/innen zu fördern versucht, wird der Erhalt der Herkunftssprachen in den Medien und in der wissenschaftlichen Debatte zunehmend als nutzlos oder gar schädlich diskreditiert (vgl. etwa Hartmut Esser (2006): Sprache und Integration. Die sozialen Bedingungen und Folgen des Spracherwerbs von Migranten. Campus Verlag). Dem stehen die hybriden sprachlichen Identitäten von Migrant/innen und ihre konkrete kommunikative Praxis gegenüber, aber auch die Existenz von Minderheitensprachen (Friesisch, Plattdeutsch), denen besondere Förderung zuteil wird. In dem Seminar werden die Erwerbsbiografien von Migrant/innen, ihre Kompetenzen im Deutschen und in den Herkunftssprachen, ihre mehrsprachige Praxis sowie der Umgang von Institutionen und Einrichtungen mit sprachlicher Vielfalt untersucht. Im Mittelpunkt stehen die Auseinandersetzung mit soziodemografischen Daten, Aussagen von Migrant/innen, Beobachtungen anhand von Kommunikationsexperimenten und Analysen mehrsprachiger Kommunikation. Die Veranstaltung steht in Verbindung mit dem Begleitseminar 52-135. Für den Erwerb eines Leistungsnachweises sind die Erhebung linguistischer oder ethnografischer Daten (Informanten-Interview, Experiment, Transkription) sowie die Erstellung einer schriftlichen Hausarbeit erforderlich. Eine Literaturliste wird zu Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. 52-141 Wolfgang Krischke Mediensprache: Pragmatik - Stilistik - Grammatik [DSL-A1][DE-A1][DSL-W] 2st. Do 14-16 Phil 271 Im ersten Teil des Seminars geht es um die Rahmenbedingungen massenmedialen Sprachgebrauchs. Sie ergeben sich aus den medialen Funktionen (u.a. Informationsvermittlung, Meinungsbildung, Unterhaltung), aus der Arbeitsteiligkeit der Textproduktion in den Redaktionen und den Konventionen medienspezifischer Textsorten. Im zweiten Teil untersuchen wir, wie innerhalb dieses Rahmens sprachliche Mittel auf der textlichen, syntaktischen und lexikalischen Ebene eingesetzt werden, um die unterschiedlichen Aufgaben zu erfüllen. Dabei wird es unter anderem um Themen wie Textaufbau, Wortwahl oder Satzkomplexität gehen. Durch die Text- und Satzanalysen soll auch die Sicherheit im Umgang mit linguistischen Kategorien und Methoden verstärkt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, kleinere journalistische Texte zu verfassen und zur Diskussion zu stellen. Diese Schreibübungen dienen dazu, das Verständnis für die Besonderheiten der Mediensprache zu vertiefen. Eine Literaturliste wird zu Beginn der Veranstaltung verteilt. 52-142 Walther von Hahn u. Christina Vertan Kohärenz und ihre computerlinguistische Beschreibung [BA-DSL-A1] [DE-A1][GL-W] 2st. Mo 10-12 Phil 1013 Beginn: 06.04.2009 Kohärenz und Kohäsion sind Aspekte der Textlinguistik, die sich mit sprachlichen bzw. logischen Verknüpfungsphänomenen zwischen Teiltexten beschäftigen. Der Zusammenhang zwischen Sätzen ist nicht nur durch explizite Verbindungen (z.B. Konjunktionen) hergestellt, sondern auch (und öfter) durch Phänomene wie Anaphora, Ellipsen und Kataphora. Auch die Analyse des thematischen Fortschreitens in einem Text (Topik und Fokus) über mehrere Sätze gibt Hinweise für deren Zusammenhang. Das Seminar wird sich besonders mit anaphorischen Phänomenen und Topik-Fokus Strukturen in deutschen Texten beschäftigen. Ziel des Seminars ist einerseits - die theoretische Darstellung unterschiedlicher Anaphora- und Topik-Fokus-Typen, anderseits - deren Erprobung durch praktische Annotationen solcher Phänomene in unterschiedlichen Textsorten. Da die Annotationen nach dem modernsten Stand durch XML vorgenommen werden,werden auch XML-Kenntnisse erlernt. Am Anfang werden die Veranstalter eine Einführung in das Seminarthema geben, sowie die XML-Annotation vermitteln. Die Teilnehmer werden dann ein Köhärenz-Thema auswählen, dessen Problematik theoretisch darstellen und in einem Text annotieren. Literatur wird in der ersten Sitzung ausgegeben. Der elementare Umgang mit Computern wird erwartet. neu: Anna Komor 52-141A Block-VA Seminar Ib Aneignung und Verwendung von Sprache in der Kindergruppe theoretische Grundlagen und empirische Herangehensweisen [DSL-A1] [DE-A1] [DSL-W] Do 23.4.09 14-16 Phil 732 Fr Sa Fr 03.07.09 9-12 und 13-15.30 Phil 732 Sa 04.07.09 9-12 und 12.30-14 Phil 732 Aneignung und Verwendung von Sprache in der Kindergruppe - theoretische Grundlagen und empirische Herangehensweisen Das Seminar hat zum Ziel, ein Randgebiet der Sprachaneignungsforschung näher zu betrachten: die verbale Kommunikation von Kindern mit Gleichaltrigen. Dazu soll zunächst ein Überblick über die Theorien der Sprachaneignung gegeben werden. Im Anschluss werden Aneignungsprozesse in den ersten drei Lebensjahren des Kindes kurz skizziert. Das Hauptaugenmerk des Seminars liegt auf dem sprachlichen Handeln unter Kindern mit seinen Herausforderungen und Besonderheiten. Vorbereitende Lektüre: Klann-Delius, Gisela (1999) Spracherwerb. Stuttgart: Metzler Ehlich, Konrad / Bredel, Ursula / Reich, Hans H. (2008) Referenzrahmen zur altersspezifischen Sprachaneignung. Reihe Bildungsforschung Bd. 29/I. Hgg. von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bonn http://www.bmbf.de/publikationen/2713.php Ehlich, Konrad / Bredel, Ursula / Reich, Hans H. (2008) Referenzrahmen zur altersspezifischen Sprachaneignung - Forschungsgrundlagen. Reihe Bildungsforschung Bd. 29/II. Hgg. von: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bonn PDF-Download oder kostenlose Bestellung unter: http://www.bmbf.de/publikationen/2713.php ----- Johann Corthals Grundbegriffe der historischen Sprachwissenschaft [DSL-A2][DSL-A15][DSL-W] (Vorl.Nr. 53.452) Beginn: 09.04.2009 2st. Do 16-18 Phil 1322 Sprachwandel und Sprachgebrauch - Mehrwertigkeit von sprachlichen Zeichen - Abduktive Sprachverarbeitung - Soziale, räumliche und zeitliche Dimensionierung von Sprache - Die 'dritte Hand' als Erklärungsprinzip? - Erklärung und Einübung von wichtigen Begriffen und Arbeitsmittel. Leistung: Klausur zu den Grundbegriffen. [DSL-A1][DE-A1][DSL-A15][DE-A15][DSL-W] (s. Vorl.Nr. 52-181) 2st. N.N. Regionale Varianz am Beispiel des Hamburgischen [DSL-A1] [DE-A1] [DSL-A15] [DE-A15] [DSL-A17] [DSL-W] (s. Vorl.Nr. 52-182) 2st. Do 12-14 Phil 259 Yvonne Hettler ---- Dagmar Knorr Strukturelle Bedingungen des Sprachgebrauchs I (Sem Ib-DaF/DaZ): (Zusatzausbildung, s. LP Vor.Nr. 81-414) 2st. Mo. 18-20 Phil 256/58 Ich habe fertig - Giovanni Trapattoni machte dieser Ausspruch unsterblich; gleichzeitig zeigt er, wie die Grammatik der Muttersprache auf die Sprachproduktion des Deutschen einwirkt. Um Schüler mit einer anderen Muttersprache als Deutsch im Unterricht geeignet fördern zu können, ist es notwendig, grammatikalische Strukturen des Deutschen erfassen, beschreiben und vermitteln zu können. Hilfreich sind dazu Kenntnisse über typische Problembereiche der deutschen Sprache, die kontrastiv, d.h. unter Einbeziehung grammatikalischer Strukturen anderer Sprachen, dargestellt werden können. Im Seminar wird daher zunächst in grundlegende grammatikalische Bereiche wie die komplexe Wortstellung und Präpositionen eingeführt, wie sie im schulgrammatischen Kontext verwendet werden. Der Schwerpunkt wird dann auf der Betrachtung von Satzverknüpfungen sowie Deixis und Anapher liegen. Hierfür werden Konzepte aus der Textgrammatik von Harald Weinrich und der funktionalen Pragmatik von Konrad Ehlich herangezogen. An Beispielen sollen einzelne Phänomene analysiert werden. Ziel des Seminars ist, grammatikalische Kenntnisse einsetzen zu können, um sprachliche Probleme bei Schülern identifizieren und Hilfestellungen zur Verbesserung der sprachlichen Kompetenz geben zu können. Literatur: Ehlich, Konrad (2007): Teil A: Funktionale Pragmatik. In: Ehlich, Konrad: Pragmatik und Sprachtheorie. [Sprache und sprachliches Handeln; 1], Berlin: de Gruyter Ehlich, Konrad (2007): Teil D: Deiktische Prozeduren. In: Ehlich, Konrad: Prozeduren des sprachlichen Handelns. [Sprache und sprachliches Handeln; 2], Berlin: de Gruyter Weinrich, Harald (20032): Textgrammatik der Deutschen Sprache. Hildesheim u.a.: Olms ---- Jutta Fienemann Strukturelle Bedingungen des Sprachgebrauchs III (Sem Ib-DaF/DaZ): (Zusatzausbildung, s. LP Vor.Nr. 81-433) Kompakttermine: Mo. 04.05., 16-18 Phil 708 Sa. 13.06./05.09./19.09. 10-16 jeweils Phil 708 Das Seminar befasst sich mit der Entwicklung komplexer Sprachfähigkeiten bei Kindern, die unter den spezifischen Bedingungen der Migration bilingual aufwachsen. Unter dem Begriff 'komplexe Sprachfähigkeiten' wird die Verfügung über diejenigen sprachlichen Mittel verstanden, die speziell zum Handeln in komplexen Diskurszusammenhängen befähigen, die also etwa bei der sprachlichen Darstellung absenter Sachverhalte, beim Erzählen, Berichten, Erklären, Erläutern sowie auch in anderen institutionsspezifischen Kommunikationsformen zum Einsatz kommen. Die Diskussion geht von folgenden Grundannahmen aus: (1) Komplexe Sprachfähigkeiten sind ein Teilbereich des natürlichen Spracherwerbs, der sich über die frühe Kindheit hinaus bis ins Jugendlichenalter hinein fortsetzt. (2) Sprach¬fähigkeiten werden in denjenigen Handlungszusammenhängen erworben und entwickelt, in denen sie kommunikativ erforderlich sind und verwendet werden. (3) Als eine Besonderheit von migrationsbedingtem Bilingualismus ist damit zu rechnen, dass nicht beide Sprachen mit allen Funktionsbereichen gesellschaftlich und institutionell gleichermaßen repräsentiert sind und dass dieses Auswirkungen auf den Erwerb komplexer Sprachfähigkeiten bei mehr¬sprachigen Kindern und Jugendlichen haben kann. Ziel des Seminars ist somit eine Sensibilisierung für solche grammatischen Strukturen, deren Erwerb je nach gesellschaftlicher Präsenz und institutioneller Förderung der beteiligten Sprachen unterschiedlich verlaufen kann. Die Arbeitsformen umfassen dabei Diskussionen von Arbeiten zu unterschiedlichen Bereichen der Konnektivität und zu relevanten Diskurs¬arten sowie gemeinsame Analysen transkribierter mehrsprachiger Daten mit einem Hauptaugenmerk auf den betroffenen grammatischen Strukturen. Leküre und Lektüretipps werden zu Beginn des Seminars bereitgestellt und während der Veranstaltung laufend ergänzt. Als Leistungsnachweise werden eine regelmäßige aktive Teilnahme, regelmäßige vor- und nachbereitende Lektüre mit laufenden Arbeitsaufgaben, wie Protokolle, Kurzreferate u.ä., für die Anerkennung als Ib-Seminarschein zusätzlich eine schriftliche Hausarbeit zu einem gewählten Schwerpunkt erwartet. ---- Jutta Fienemann Probleme sprachlicher Kommunikation I: Analyse von Gesprächen (Sem Ib-DaF/DaZ): (Zusatzausbildung, s. LP Vor.Nr. 81-415) Kompakttermine: Mo. 11.05. 16-18 Phil 708 Sa. 20.06./12.09./26.09. jeweils 10-16 Phil 708 Im Seminar werden wir uns zunächst mit den Grundlagen einer sprachlichen Handlungstheorie beschäftigen. Mit Hilfe der erarbeiteten Kategorien werden wir unterschiedliche Gespräche analysieren, z.B. Unterrichtskommunikation oder Gespräche mit Freunden. Im Mittelpunkt stehen dabei die von den Studierenden selbst aufgenommenen und transkribierten Gespräche. Scheinvoraussetzung ist die Bereitschaft, eine Sprachaufnahme zu machen, sie auszugsweise zu transkribieren, zu analysieren und sie im Plenum zu präsentieren. Zusätzlich muss ein Referat gehalten werden. Studierende, die einen 1b-Schein erwerben möchten, müssen außerdem eine Hausarbeit schreiben, die die Sprachaufnahme zur Grundlage hat. ---- Michaela Kuchenreuther Probleme sprachlicher Kommunikation II: Lernen in der zweiten Sprache (PSKII/Zusatzausbildung, Vorl.Nr. 81-423 im LP Zusatzausbildung) Blocklehrveranstaltungen: I. Block: 06.04./20.04. u. 27.04.09 16-18, Phil 708 II. Block: 09. 05./13.05. u. 27.06. Phil 256/58 Oft wird bei Kindern und Jugendlichen mit dem Deutschen als Zweitsprache davon ausgegangen, dass sich die schulischen Schwierigkeiten vor allem auf das Fach Deutsch konzentrieren. Besonders wenn Schüler(innen) in der Lage sind, sich in der Alltagskommunikation problemlos zu verständigen, wird übersehen, dass die institutionelle Kommunikation der Schule, die in erster Linie der Wissensvermittlung dient, eine besondere Herausforderung darstellt. Lerner(innen) mit Deutsch als Zweitsprache haben besonders auch in den Sachfächern, in denen Deutsch die verbindliche Unterrichtssprache ist, welche nicht weiter reflektiert oder erklärt wird, große Probleme. In diesem Seminar werden zum einen die diversen Merkmale der fachlichen und vorfachlichen Kommunikation bestimmt und zum anderen werden die Prozesse des Textverstehens analysiert. Anhand dieser Grundlagen werden dann versteckte Sprachschwierigkeiten für Schüler und Schülerinnen (insbesondere mit Deutsch als Zweitsprache) erarbeitet und Rückschlüsse für den Deutschunterricht und den sprachsensiblen Fachunterricht gezogen. Scheinbedingungen: a) Zusatzausbildung für LehrerInnen: - aktive und regelmäßige Teilnahme an der Seminardiskussion und Übungen - Vorbereitung eines Themas durch Erarbeitung und Beantwortung bestimmter Problemfragen zu einem Text und deren Darstellung in einem Handout b) Seminar Ib: - aktive und regelmäßige Teilnahme an der Seminardiskussion und Übungen - evtl. Vorbereitung eines Themas durch Erarbeitung und Beantwortung bestimmter Problemfragen zu einem Text und deren Darstellung in einem Handout - Erstellung einer Hausarbeit Literaturhinweise werden zu Seminarbeginn verteilt. |
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| S E M I N A R E 52-143 Theo Bungarten Sprachen- und sprachpolitische Aspekte der Globalisierung [DSL-V1][DE-V1][DSL-V6][DE-V6][GL-M4][GL-M6] 2st. Mi 12-14, Phil 1350 Beginn: 08.04.2009 Die in Politik und Wirtschaft proklamierte Forderung nach "Globalisierung", der globalen Ausrichtung lokaler, regionaler und nationaler gesellschaftlicher Bereiche, hat reale Auswirkungen auch auf die nationale(n) Sprache(n) und das lokale wie globale Kommunikationsverhalten. Über die Sprache als wichtigem Kulturträger und konstitutivem Bestandteil der Kultur wirken sich Globalisierungstendenzen in weitere Bereiche sozialer Wirklichkeit aus. Im Seminar sollen diese Einflüsse auf Sprache und Kommunikation und über Sprache im Detail untersucht werden, wobei psycholinguistische und soziolinguistische Fragestellungen im Vordergrund stehen werden. Literatur Eine ausführliche Literaturliste steht zu Beginn des Seminars zur Verfügung. 52-144 Frederike Eggs Negation [DSL-V1][DE-V1][GL-M3][ASW-M3][ASW-M4] 2st Do 12-14, Phil 271 Achtung! Die Lehrveranstaltung fällt am 09.04. wg. Krankheit aus! Beginn: 09.04.2009 In diesem Seminar werden wir uns mit den vielfältigen Möglichkeiten befassen, die das heutige Standarddeutsche zum Ausdruck der Negation bereitstellt. Punktuell sollen aber auch Vergleiche zu anderen Sprachen bzw. Sprachstufen angestellt werden. So ist etwa ein Exkurs zur Entstehungsgeschichte von 'nicht' und damit einhergehend eine Beschäftigung mit dem Phänomen der doppelten Negation geplant. Folgende Fragen werden im Zentrum der Seminararbeit stehen: Welche Elemente des Deutschen sind als Negationsträger zu identifizieren? Wie und wozu genau können sie verwendet werden? Welche Rolle spielen hierbei Position und Prosodie? Kann eine Negation unter Umständen auch realisiert werden, ohne dass eines der klassischen Negationswörter zum Einsatz kommt? Und schließlich: gibt es tatsächlich Verwendungen ohne Negationsbedeutung bzw. -funktion, wie dies zum Beispiel für 'nicht' in Was du nicht sagst! behauptet worden ist? Solide grammatische Grundkenntnisse werden vorausgesetzt. Eine Literaturliste wird zu Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. 52-145 Shinichi Kameyama Konnektivität in journalistischen Texten [DSL-V1][DE-V1][GL-M5][ASW-M3][ASW-M10] 2st. Di 14-16, Phil 1350 Beginn: 07.04.2009 Wie funktionieren sprachliche Ausdrucksmittel der Zusammenhangsbildung (wie Konjunktion oder Textdeixis) in journalistischen Texten wie dem Leitartikel, dem Kommentar, der Kolumne, der Glosse, der Reportage, dem Dossier/Feature, dem Porträt? Wie werden überhaupt inhaltliche Zusammenhänge in solchen Texten oder zwischen Schlagzeile/Titel und Bezugstext für einen Leser sprachlich hergestellt? Welcher Zusammenhang besteht zwischen diesen Ausdrucksmitteln einerseits und den Medientypen (Zeitung, Zeitschrift, Hörfunk, Fernsehen, Internet) sowie den o.g. Texttypen andererseits? Auf welche Weise trägt Konnektivität zur Textart oder zum (besonderen) Stil eines Textes bei? - Anhand einer Auswahl von authentischen Beispieltexten aus der aktuellen Presse möchte ich in diesem Seminar mit Ihnen zusammen das Phänomen der Konnektivität in journalistischen Texten ein wenig unter die Lupe nehmen, um mögliche Antworten auf solche oder ähnliche Fragen zu finden. 52-146 Svend Sager Linguistik des Bildes [DSL-V1][DE-V1][GL-M3][GL-M10] 2st.,Do 12-14, Phil 1350 Beginn: 09.04.2009 Neben der schriftkonstituierten Realisierung von Sprache in Form von Texten tritt uns heute als zweites prototypisches Leitmedium das Bild entgegen - und hier vor allem im Rahmen der Printmedien die Fotografie. Wie wird in solchen Bilder Sinn konstituiert? Nach welchen semiotisch-linguistischen Prinzipien und Verfahren gelingt es uns, Bilder zu lesen. Benötigen wir dazu ebenso wie für das Lesen und Verstehen sprachlicher Texte eine spezifische Kompetenz? Welches sind die konstituierenden Einheiten, aus denen sich Bilder zusammensetzen und aus denen sich ihre Bedeutung erschließen lässt? Und: Werden diese Bildelemente nach ähnlichen oder anderen Regeln zusammengesetzt wie die syntaktisch korrekten Sätze der Sprache? Diese und ähnliche Fragen sollen der Gegenstand des Seminars sein, in dem wir also das (fotografische) Bildmedium mit dem Medium der verbalen Sprache vergleichen und Gemeinsamkeiten wie Unterschiede herausarbeiten wollen. Das Vorgehen im Seminar wird dadurch geprägt sein, dass wir anhand von konkretem Bild- und Textmaterial uns eine mögliche Linguistik des Bildes erarbeiten wollen. 52-147 Svend Sager Kinesik im Gespräch [DSL-V1][DE-V1][GL-M3][GL-M5] 2st. Do 14-16, Phil 1350 Beginn: 09.04.2009 Gespräche sind kommunikative Ereignisse, in denen nicht nur verbale Kommunikation eine Rolle spielt. Ebenso von Bedeutung ist das Bewegungsverhalten der Gesprächspartner - die Kinesik oder nonverbale Kommunikation. Diese Form der Kommunikation ist vor allem deshalb so interessant, weil durch sie sehr verschiedene kommunikative Funktionen realisiert werden können, die neben und unabhängig zur verbalen Kommunikation einen entscheidenden Einfluss auf den Charakter und Verlauf von Gesprächen haben. Wir wollen im Seminar anhand konkreter Analysen von Videoaufnahmen Kommunikationsereignisse untersuchen. Dabei geht es um die Frage, wie verbale und kinesische Displays in Gesprächen zusammenwirken und wie die Gesprächspartner dadurch Sinn im Gespräch herstellen. Im Einzelnen werden wir die verschiedenen Bereiche der Kinesik betrachten - also das mimische, gestische, pantomimische, haptische etc. Display. Ein wichtiges Ziel des Seminars ist es dabei, in der konkreten Analyse von Material auch die praktischen Fertigkeiten einer methodisch kontrollierten, empirischen Analysearbeit an Gesprächen zu vermitteln. Ein wichtiger theoretischer Hintergrund der Analysen wird durch den Ansatz der Gesprächsethologie gegeben sein. 52-148 Kristin Bührig Aspekte der kontrastiven Linguistik [DSL-V1][DE-V1] [DSL-V6][DE-V6] [GL-M1][GL-M7][GL-M9][ASW-M5] 2st. Mo 10-12, Phil 1350 Beginn: 20.04.2009 Der Vergleich zweier oder mehrer Sprachen kann anhand unterschiedlicher Aspekte der Sprachsysteme bzw. unterschiedlichen Dimensionen sprachlichen Handelns und zu unterschiedlichen Zwecken vorgenommen werden. In unserem Seminar werden prominente Traditionen des Sprachvergleichs zum Gegenstand der Betrachtung. Neben einer Diskussion einzelner Ansätze sollen vor allem in der zweiten Semesterhälfte gemeinsam exemplarische konfrontative Analysen ausgewählter Phänomene durchgeführt werden. Eine Literaturliste wird zu Beginn des Semesters zur Verfügung gestellt. Als Voraussetzung für einen Leistungsnachweis sind neben der regelmässigen und aktiven Teilnahme das Anfertigen einer schriftlichen Hausrarbeit erforderlich. 52-149 Angelika Redder Modalität in institutionellen Diskursen und Texten [DSL-V1] [DE-V1][GL-M1][GL-M6][ASW-M8][ASW-M10] 2st. Di 16-18, Phil 1350 Beginn: 07.04.2009 Das Seminar soll auf folgende Frage Antworten zu geben versuchen: - Was sind Modalitäten, insbesondere Handlungsmodalitäten (> Modalverben) im Unterschied zu Wirklichkeitsmodalitäten (> Konjunktiv vs. Indikativ) und Wissensmodalitäten (> evidentials, Matrixkonstruktionen wie 'ich glaube, dass')? - Wie lassen sich die Modalverben des Deutschen systematisch und in ihrer Interrelation zueinander bestimmen? Was sind die sprachkontrastiv bzw. fremd-/zweitsprachlich interessanten Besonderheiten? - Worin besteht das Spezifikum der abgeleiteten/inferentiellen/epistemischen Modalverbverwendung ('sie will/kann ... das nicht gelesen haben')? - Was charakterisiert institutionelle Handlungsräume bzw. bestimmte institutionelle Diskursarten mit Blick auf ihre (Handlungs-)Modalitäten? (z.B. institutionelle Planungsdiskurse, Beratungen, Lehr-Lern-Diskurse, medizinisch-diagnostische Diskurse, gerichtliche Verhöre etc.) - Wie verhalten sich dazu konkrete Modalverbverwendungen? Das Seminar wird theoretische und empirische Arbeit miteinander verbinden. Grammatik, Pragmatik und Semantik werden bezogen auf das Deutsche und ausgewählte andere Sprachen diskutiert. ----- Ingrid Schröder Hamburger Sprachgeschichte(n) (NdSL) [DSL-V1][DE-V1][DSL-V7][DE-V7][GL-M4][GL-M12][ASW-M14] (s. Vorl.Nr. 52-183) 2st. Di 16-18, Phil 271 Beginn: 07.04.2009 Der Kommunikationsraum Stadt wird seit jeher von sprachlicher Heterogenität geprägt, die auf der sozialen Differenzierung der Bevölkerung sowie auf der Vielfalt der Kommunikationssituationen und -formen beruht. In der Sprachgeschichte Hamburgs lässt sich eine historisch gewachsene Mehrsprachigkeit mit im Laufe der Stadtgeschichte wechselnden Leitvarietäten nachzeichnen. Bis ins 17. Jahrhundert dominiert das Niederdeutsche in allen kommunikativen Bereichen (Verwaltung, Recht, Wissensvermittlung, Religion, Literatur, Alltag). Danach kommt es zu einer medial, sozial und funktional differenzierten Mehrsprachigkeit Niederdeutsch-Hochdeutsch mit immer größerem Einfluss des Hochdeutschen zunächst im schriftlichen Bereich und später auch in der Mündlichkeit. Durch den sprachlichen Kontakt hat sich ein neuer städtischer Substandard ausgebildet, der auch als Hamburger Missingsch bezeichnet worden ist. Im Seminar soll die Sprachgeschichte Hamburgs anhand von zeittypischen Texten bzw. Textsorten nachgezeichnet werden. Dabei werden sowohl für die städtische Kommunikation relevante Textsorten (Verwaltung, Recht, Öffentlichkeit) als auch Texte berücksichtigt, welche die sprachliche Entwicklung strukturell abbilden oder beschreiben. Literatur zur Einführung: Möhn, Dieter: Die Stadt in der neueren deutschen Sprachgeschichte I: Hamburg. In: Besch, Werner/Betten, Anne/Reichmann, Oskar/Sonderegger, Stefan (Hrsg.): Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. Teilbd. 3. 2., vollst. neu bearb. und erw. Aufl. Berlin/New York 2003 (Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft, 2.3), S. 2297-2312. ----- Ingrid Schröder Regionale Identität im Spiegel biografischer Interviews [DSL-V1][DE-V1][DSL-V7][DE-V7][GL-M4][GL-M13] [ASW-M9] [ASW-M14] (s. Vorl.Nr. 52-184) 2st. Do 16-18, Phil 271 Beginn: 09.04.2009 In einer Kommunikationsgemeinschaft, in der den Sprechern neben standardnahen Formen eine Regionalsprache oder ein regionaler Substandard zu Verfügung stehen, kann die Wahl der regionalen Sprachform zur bewussten Entscheidung werden, in der sich die regionale Verortung und Ortsloyalität ihrer Benutzer äußern. Im Hamburger Archiv für Biographie und Sprache (HABS) sind biographische Interviews von norddeutschen Sprechern mit einer niederdeutschen Sprachkompetenz gesammelt worden. Ziel des Seminars ist es, anhand dieser Interviews dem Zusammenhang von Sprache und Identitätsstiftung im Spannungsfeld von Standardsprache und Regionalsprache nachzugehen. Um mit dem Niederdeutschen verbundene Rollenbilder und Bewertungsmuster beschreiben zu können, sollen narrative Interviews ausgewertet werden, indem die mit der Sprachverwendung assoziierten Sprechsituationen, Sprechergruppen und Themenbereiche ermittelt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Erfassung von Stereotypen als kollektiven Bewusstseinsinhalten, die mit dem Niederdeutschen verknüpft werden. Es kann vermutet werden, dass neben den individuellen Erinnerungen an die eigene Kindheit der Hafen mit seinen traditionellen Berufen und die Geschichte Hamburgs mit ihrer hansischen - oder als Reflex darauf - hanseatischen Tradition eine Rolle spielen. Gleichzeitig ist zu fragen, welche biographischen Faktoren für den aktuellen Sprachgebrauch und die damit verbundenen Bewertungen ausschlaggebend sind. Literatur: Eichinger, Ludwig M. (1999): Mehrsprachigkeit im Kontext. In: Zeitschrift für Angewandte Linguistik 30, 41-54. Föllner, Ursula: Zum Gebrauch des Niederdeutschen in der Gegenwart - soziolinguistische und pragmatische Aspekte. In: STELLMACHER, Dieter (Hrsg.): Niederdeutsche Sprache und Literatur der Gegenwart. Hildesheim 2004 (Germanistische Linguistik; 175-176), S. 99-148. 52-150 Sabine Forschner Empirische Methoden der Sprachwissenschaft [DSL-V1][DE-V1][GL-M2] 2st. Mo 14-16 Phil 271 Beginn: 06.04.2009 Anhand der angeleiteten Durchführung einer eigenen empirischen Untersuchung werden im Seminar die unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen sprachwissenschaftlicher Empirie diskutiert. Von der Formulierung einer Fragestellung bzw. dem Auffinden eines Gegenstandes über die Auswahl der geeigneten Methode, die Datenerhebung und -aufbe¬reitung bis zur Analyse und Auswertung werden semesterbegleitend die Schritte hin zur Formulierung einer empirischen Hausarbeit gegangen. Während des Semesters wechseln Präsenssitzungen mit online begleiteten Arbeitsphasen ab. Jede/r Studierende vollzieht die einzelnen Arbeitsschritte in Form eines Blogs auf der Agora-Plattform online, wo sie von der Seminarleitung kommentiert und während der Präsenssitzun¬gen mit allen diskutiert werden. Eine Einführung erfolgt in der ersten Sitzung. Eine ausgewählte umfangreiche Literaturliste wird ebenfalls bereitgestellt. Leistungsnachweis: Vollziehen der einzelnen Arbeitsschritte im Blog, zweimalige Kommentierung eines fremden Blogs, Verfassen einer Hausarbeit 52-151 Gisella Ferraresi Grammatikalisierung [DSL-V1][DE-V1][GL-M3] 2st. Fr 12-14 Phil 1350 Beginn: 24.04.2009 Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen Prozesse des Sprachwandels, bei denen ursprünglich lexikalisches Material grammatische Funktionen übernimmt. Solche Prozesse werden seit Meillet (1914) mit dem Begriff 'Grammatikalisierung' bezeichnet. Ein Beispiel hierfür ist die Herausbildung subordinierender Konjunktionen aus Adverbialbestimmungen ((al) die wîle daweil) oder in jüngster Zeit die Verbreitung der Verlaufsform am + Infinitiv (z.B. ich bin am Arbeiten). In diesem Seminar werden zunächst verschiedene Theorien zur Grammatikalisierung kritisch diskutiert. Anhand konkreter Beispiele aus Korpora des gesprochenen und des geschriebenen Deutschen, aber auch anderer Sprachen wird insbesondere auf die relevante Frage näher eingegangen, ob durch Grammatikalisierungsprozesse wirklich 'neue' grammatische Kategorien entstehen oder vielmehr schon vorhandene ihre Funktion erweitern. Eine Literaturliste wird zu Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. 52-152 Wolfgang Krischke Populärwissenschaftliches Schreiben: Theorie und Praxis [DSL-V1][GL-M4][GL-M6] 2st. Do 10-12 Phil 1350 Beginn: 09.04.2009 Populärwissenschaftliches Schreiben umfasst die Auswahl, Darstellung, Erläuterung und Kommentierung wissenschaftlicher Sachverhalte für ein Laienpublikum. Die besondere Herausforderung dabei besteht darin, dass fachsprachlich strukturierte Wissenswelten mit Mitteln der Allgemeinsprache möglichst interessant, verständlich und sachlich korrekt aufbereitet werden müssen, was über eine bloße Übersetzung fachlicher Termini weit hinausgeht. Im Seminar werden wir uns vor allem mit den Bereichen Wissenschaftsjournalismus und Wissenschafts-PR sowie mit der Informationsvermittlung in Enzyklopädien (z.B. Brockhaus, Wikipedia) beschäftigen. Andere Textformen wie das Sachbuch oder Instruktionstexte werden am Rande berücksichtigt. Das Seminar ist gleichermaßen theoretisch wie praktisch orientiert. Zum einen wird es darum gehen, die semantischen, stilistischen und funktionalen Merkmale populärwissenschaftlicher Texte - von der Textstruktur über die Syntax bis zum Wortschatz - zu analysieren und im Kontext ihrer Produktionsbedingungen zu erklären. Damit sollen Kenntnisse über diese wichtige Schnittstelle fachlichen und medialen Sprachgebrauchs vermittelt und zugleich linguistische Analysemethoden eingeübt werden. Zum anderen sollen die unterschiedlichen Formen populärwissenschaftlichen Schreibens auch praktisch erprobt werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist deshalb die Bereitschaft, selbst kleinere populärwissenschaftliche Texte zu verfassen und zur Diskussion zu stellen. Eine Literaturliste wird zu Beginn der Veranstaltung verteilt. |
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| O B E R S E M I N A R E 52.153 Theo Bungarten Doktorandenkolloquium [DSL-Abschlussmodul] Interkulturelle Wirtschaftskommunikation mit osteuropäischen Partnern 2.st. Fr 12-14, (14tgl.) Phil 271 Beginn: 17.04.2009* In der alltäglichen Begegnung mit Menschen anderer Kulturen in Europa nehmen wir beträchtliche Unterschiede wahr, oft erst dann, wenn es zu Konflikten und Störungen im gegenseitigen Verstehen kommt. Nicht nur die Sprache der anderen Kultur und Sprachgemeinschaft ist anders als die eigene - wir sprechen daher von einer "Fremdsprache" - sondern auch die Verhaltensweisen, die Anschauungen, die Einstellungen, Werte und Normen unterscheiden sich. Da auch die Wirtschaft und jedes Unternehmen in nationale, ethnisch geprägte Kulturen eingebettet ist ("Unternehmenskultur"), zeigen sich die kulturbedingten Unterschiede auch hier. Wirtschaftliches Handeln als ein intentionales, ziel- und ergebnisorientiertes Handeln macht nicht vor nationalen oder ethnischen Grenzen halt. Unternehmen brauchen daher eine interkulturelle Kommunikationskompetenz, um auf fremden Märkten angemessen agieren zu können. Worin besteht die interkulturelle Kommunikationskompetenz für wirtschaftliches Handeln, und welche Kommunikationslösungen bevorzugen global tätige Unternehmen, etwa im Hinblick auf ihre Unternehmenssprache. Diese Fragen sollen auf dem theoretischen Hintergrund weiterer Disziplinen wie Sozialpsychologie, Managementwissenschaft, Anthropologie, Ethnologie, Fremdsprachendidaktik, Literaturwissenschaft und Philosophie durch den kulturwissenschaftlichen Vergleich von nationalen Managementformen und anhand von Beispielen interkultureller Kommunikation in der Wirtschaft mit osteuropäischen Kommunikationspartnern thematisiert werden. 52-154 Svend Sager Doktorandenkolloquium 2st. Mi 14-16 (14tg.), Phil 1013 Beginn: 08.04.2009 52-155 Angelika Redder Oberseminar Linguistische Pragmatik 2st. Mi 12-14 (14tgl.) Phil 1013 Beginn: 15.04.2009 Das Oberseminar bietet die Möglichkeit, sich verschiedene theoretische Fragestellungen gemeinsam intensiver anzueignen und eigene Arbeiten zur Diskussion zu stellen. |
| Impressum | Letzte Änderung: 29. Juni 2009 |