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Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
Teilfach Niederdeutsche Sprache und Literatur
Sommer-Semester 2010


Bitte beachten: Das Anmeldeverfahren erfolgt für alle Seminare über STiNE.


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Hinweise zu den Studienschwerpunkten, Modulcodierungen [Zusatz in eckigen Klammern] und Abkürzungen siehe hier



V O R L E S U N G E N

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S E M I N A R I a

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S E M I N A R E I b

-----Ingrid Schröder
Einführung in das Studium der Linguistik (LV-Nr. 52-120)
[DSL-E1][DE-E1][DSL-W][GL-W]

2st. Di 14-16 Hörsaal Phil A (Kernzeit)
Beginn: 06.04.2010

Die Vorlesung soll einen Überblick über die wichtigsten sprachwissenschaftlichen Theorien vermitteln, die im Laufe der Geschichte der Disziplin "Linguistik" / "Sprachwissenschaft" ausgebildet wurden. Die einzelnen Theorien werden in ihren wissenschaftsgeschichtlichen Kontext eingebettet und in ihrer Wirkung aufeinander dargestellt. Dabei sind die zentralen Fragestellungen und Begrifflichkeiten zu erörtern. Die Reichweite der einzelnen Ansätze kann anhand von exemplarischen Analysen kritisch diskutiert werden.
Die Vorlesung ist für alle Studierende des BA-Studiengangs "Deutsche Sprache und Literatur" und der Lehramtsstudiengänge „Deutsch“ im Modul „Einführung in die Linguistik des Deutschen“ (DSL-E1 / DE-E1) obligatorisch.
Ein Reader mit Basistexten wird zur Verfügung gestellt.


52-180 Yvonne Hettler
Sprache in der Stadt
[DSL-A1][DE-A1][DSL-A15][DE-A15]

2st. Mi. 16-18 Phil 256/58 (Wahlzeit)
Beginn: 07.04.2010

Gegenstand der Stadtsprachenforschung ist der Kommunikationsraum "Stadt", der sich insbesondere durch die Komplexität der kommunikativen Verhältnisse auszeichnet.
Ausgehend von einer Beschreibung des kommunikativen Netzes "Stadt" (Kommunikationssituationen, -aspekte und -formen) werden wir uns im Seminar mit regionalen Sprachmerkmalen und ihrer Pragmatik beschäftigen sowie uns einen Überblick über die Schwerpunkte und Methoden der wichtigsten Untersuchungen zu Stadtsprachen im deutschsprachigen Raum (u. a. Basel, Berlin, Mannheim) verschaffen.
Im letzten Teil des Seminars soll die Stadtsprache Hamburgs in den Blick genommen werden: Nach der Beschäftigung mit der spezifisch sprachlichen Ausgangslage der Stadt und dem Stand ihrer Erforschung soll eine kritische Auseinandersetzung mit der vorhandenen Forschungsliteratur erfolgen: Inwieweit erfüllen linguistische Untersuchungen zu Hamburg die Anforderungen einer modernen Stadtsprachenforschung, inwieweit lassen sich die Untersuchungen zu anderen Städten als Vergleich heranziehen?

Leistungsanforderungen: Übernahme eines Kurzreferates, begleitende Lektüre, schriftliche Hausarbeit (10-15 Seiten).

Eine Literaturliste wird zu Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Einführende Literatur: Möhn, Dieter (2003): Die Stadt in der neueren deutschen Sprachgeschichte I: Hamburg. In: Besch, Werner u. a. (Hrsg.): Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. Teilband. 3., 2. vollständig neu bearbeitete Auflage. (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikations-wissenschaft Band 2.3.) Berlin, New York: de Gruyter, S. 2297-2312.
Schildt, Joachim (2003): Die Stadt in der neueren deutschen Sprachgeschichte II: Berlin. In: Besch, Werner u. a. (Hrsg.): Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung. Teilband. 3., 2. vollständig neu bearbeitete Auflage. (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft Band 2.3.) Berlin, New York: de Gruyter, S. 2312-2321.


52-181 Bastian Weeke
Einführung in die Textlinguistik
[DSL-A1][DE-A1][DSL-A15][DE-A15][GL-W]

2st. Mi 12-14 Phil 570.Achtung! Fällt am 2.6. wegen Krankheit aus!
Beginn: 07.04.2010

Die Textlinguistik stellt für die Untersuchung von Gebrauchstexten ein differenziertes Analyseinstrumentarium zur Verfügung, das sowohl grammatische (semantische, syntaktische) als auch kommunikative (situative und funktionale) Aspekte umfasst. Im Seminar sollen zunächst die wichtigsten Mehrebenenmodelle zur Analyse von Texten und Textsorten und deren theoretische Verankerung in anderen sprachwissenschaftlichen Diszplinen betrachtet werden.
Im Hauptteil des Seminars werden wir die erarbeiteten Grundlagen anwenden, indem wir Texte aus verschiedenen Kommunikationsbereichen (u.a. Politik, Printmedien, Fachkommunikation) analysieren. Texte mit primär werteorientiertem Sprachgebrauch (persuasive Texte, Versprachlichung von Weltbildern) werden dabei Texten mit primär sachorientiertem Sprachgebrauch (Instruktion, Information) gegenübergestellt.
In einem weiteren Teil des Seminars werden wir uns darüber hinaus mit niederdeutschen Texten beschäftigen, deren Publikation heute häufig im Kontext des niederdeutschen Kulturbetriebs erfolgt. Dabei soll der Wechselbeziehung zwischen spezifischen kontextuellen Bedingungen (des niederdeutschen Kultursystems, des Dialektausbaus) und den funktionalen und strukturellen Merkmalen der vorgestellten Texte nachgegangen werden.
Leistungsanforderungen: begleitende Lektüre - Vorstellen eines Analysebeispiels im Plenum - schriftliche Hausarbeit (10-15 Seiten).

Literatur: Brinker, Klaus: Linguistische Textanalyse. Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden. (Grundlagen der Germanistik; 29). 6., überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin 2005. van Dijk, Teun A.: Textwissenschaft. Eine inter-disziplinäre Einführung. (dtv Wissenschaft; 4364). Tübingen 1980. Heinemann, Margot/Heinemann, Wolfgang: Grundlagen der Textlinguistik. Interaktion - Text - Diskurs. (Reihe Germanistische Linguistik; 230). Tübingen 2002.

Eine ausführliche Literaturliste steht am Anfang des Semesters zur Verfügung


S E M I N A R I I

52-183 Ingrid Schröder
„Da nicht für“. Grammatik im Kontakt Hochdeutsch - Niederdeutsch (NdSL)
[DSL-V1][DE-V1][DSL-V7][DE-V7][GL-M3][GL-M11][GL-W]

2st. Mo 16-18 Phil 570
Beginn: 12.04.2010

Sprachliche Phänomene, die als typisch norddeutsch wahrgenommen werden, sind durch die historisch gewachsene Zweisprachigkeit Hochdeutsch-Niederdeutsch bedingt. Im norddeutschen Varietätenspektrum Hochdeutsch-Niederdeutsch sind wechselseitige Einflüsse der beiden Sprachformen zu konstatieren, insbesondere auch auf der morphologischen und der syntaktischen Ebene.
Seit März 2008 werden in einem Forschungsprojekt (Sprachvariation in Norddeutschland, SiN) die Resultate dieses sprachlichen Kontakts untersucht. Im Seminar wollen wir mit den Sprachdaten arbeiten, die im Projekt erhoben worden sind. Transkripte von Aufnahmen aus den verschiedenen norddeutschen Regionen sollen korpuslinguistisch aufgearbeitet und miteinander verglichen werden. Ziel ist es, die Kontaktphänomene zu ermitteln, die in den einzelnen Regionen sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können und dadurch die spezifische "Färbung" der Sprache ausmachen. Dies versetzt uns in die Lage, den aktuellen Sprachwandel in Norddeutschland nachzuvollziehen.
Erwartet wird aktive Mitarbeit bei der Materialaufbereitung und -analyse. Leistungsnachweis: Hausarbeit im Umfang von 20-25 Seiten.

Literatur:
Elmentaler, Michael/Schröder, Ingrid: Sprachvariation in Norddeutschland (SiN). In: Niederdeutsches Jahrbuch 132 (2009) (erscheint 12/2009).
Schröder, Ingrid: Niederdeutsch in der Gegenwart: Sprachgebiet - Grammatisches - Binnendifferenzierung. In: Niederdeutsche Sprache und Literatur der Gegenwart. Hrsg. von Dieter Stellmacher (Germanistische Linguistik; 175-176). Hildesheim 2004, S. 35-97


K O L L O Q U I U M

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S P R A C H L E H R V E R A N S T A L T U N G

52-186 Bolko Bullerdiek
Niederdeutsch II (für HörerInnen mit und ohne Vorkenntnisse)
[DSL-W]

2st. Do 10-12 Phil 708
Beginn: 01.04.2010

Ziel ist es, die Sprache Niederdeutsch zu erlernen. Niederdeutsch II setzt den Kurs Niederdeutsch I aus dem Wintersemester fort. Trotzdem sind Neueinsteiger willkommen. Als eine deutsche Sprachvariante ist die Mehrheit der Vokabeln für Deutsche verständlich. Das erleichtert den Einstieg. Trotzdem bedarf es zur aktiven Beherrschung intensiver Übungen in der Grammatik und vor allem beim Sprechen und Lesen.






  Impressum   Letzte Änderung: 02. Juni 2010