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Universität - Fachbereich Sprachwissenschaften - Literaturwissenschaftliches Seminar - KVV Übersicht
Vorlesungen
Die Vorlesungsreihe wird von auswärtigen Gästen und Mitgliedern des Literaturwissenschaftlichen Seminars getragen und möchte sowohl zur erneuten Auseinandersetzung mit schon bekannten Texten als auch zur Entdeckung weniger bekannter Aspekte der Weimarer Klassik einladen. Vorgestellt werden neue Lesarten und Interpretationsansätze zu den kanonisierten Texten, Ansätze der Travestie oder ironischen Brechung der Klassik sowie Texte von Autoren und Autorinnen, die nicht zur Weimarer Klassik im engeren Sinne gezählt werden und deshalb bisher nur am Rande Beachtung fanden. Zur Diskussion gestellt wird die Klassik als Epochenbezeichnung, wobei sich zugleich dabei die Frage stellt, ob die Klassik nicht auch ihre eigene Unterwanderung herausfordert und damit eine Gegenklassik oder auch Anti-Klassik hervortreibt.
06.04. Karl-Robert Mandelkow,
HamburgWeimarer Klassik. Gegenwart und Vergangenheit eines deutschen Mythos. 13.04. Gerhard G. Kaiser, Jena Friedrich Justin Bertuch (1747-1822). Herzoglicher Privatsekretär, Literat, Verleger, Industrieller, Politiker im klassischen Weimar. 20.04. Angelika Jacobs, Hamburg Torquato Tasso: Goethes Antwort auf Rousseau 27.04. Reiner Wild, Mannheim Die moderne Form. Goethes Balladen von 1797 als Teil des `Projekts Klassik' 04.05. Klaus Bartels, Hamburg Die Erhabenheit des Krieges, der Technik und des Mordes.
Eine neue Ordnung der Dinge bei Goethe und Kleist.11.05. Peter Brandes, Hamburg Entstellte Klassik. Goethes "barbarische Komposition" des Faust 18.05. Alexander Mehlmann, Wien Keine Faustregel für Mephisto - Spieltheoretische Fingerzeige zu Goethes Faust 01.06. Bernhard Dotzler, Köln Goethe und sein Ende: Das Medium Weltliteratur 08.06. Malte Stein, Hamburg Triumph der Galathea? Ansichten zum Eros als "Bildungstrieb" von Winckelmann bis Goethe 15.06. Stefan Blessin, Hamburg Todesbilder in Goethes Romanen 22.06. Waltraud Wende, Siegen Kennt Ihr das Land, wo frei die Meinung ist ...
Goethe im Visier der Parodie29.06. Harro Segeberg, Hamburg Friedrich Maximilian Klinger als Romanautor.
Ein Beitrag zur Geschichte der Gegen-Klassik.06.07. Wolfram Malte Fues, Basel "Wanderjahre" im Hypertext 13.07. Ortrud Gutjahr, Hamburg Charlotte von Steins Dido - eine Anti-Iphigenie?
Die Vorlesung bildet den siebten Teil einer Vorlesungssequenz, und in ihr geht es auch jetzt darum, die Geschichte der deutschen Literatur der Neuzeit sowohl als literarisch reflektierte Technik-Geschiche wie auch als Technik- und Mediengeschichte der Literatur selber zu verstehen und - in Auswahl - zu erhellen.
Dazu wird die Vorlesung des Sommer-Semesters als erstes die anti-autoritären Protestbewegungen der 68-Jahre als literarisch inspirierte Kultur- und Medienrevolution aus Büchern, Zeitschriften, Flugschriften Raubdrucken, Wahlreden, Kurztexten, Flugblättern, Slogans, Handzetteln, szenischen Texten, Sit-ins, Presseblockaden u.ä und auch als Versuch zur ideologiekritischen ,Aneignung` nicht-literaler technischer Medien vorstellen. Danach wird es gehen um die Wege und Irrwege einer industrie- und kapitalismuskritischen Dokumentar- und Reportagenliteratur, die in den siebziger Jahren von der Gegenbewegung einer nicht länger ideologiekritischen, sondern medienkritischen Literatur der ,neuen Subjektivität` (Peter Handke) und eines ,Neuen Realismus` (Dieter Wellershoff, Nicolas Born, Rolf Dieter Brinkmann) abgelöst wird. Im Anschluß daran bieten sodann die achtziger Jahre das kontrastreiche Bild von Schriftstellern, die als bisher in verschiedenen Medien operierende Medienarbeiter nunmehr ins neue Integrationsmedium Fernsehen hinüberwechseln (Alexander Kluge), inmitten ihrer dezidiert antiliterarischen Pop-TV-Welt nach Strategien der literarischen ,Vertiefung" dieser Simulationswelten suchen (Bodo Morshäuser, Norbert Niemann, Rainald Goetz), in radikal-literarischen Texten Strategien einer medienkritischen Literatur der Verlangsamung vorschlagen (Sten Nadolny, Brigitte Kronauer) oder aber auch weiterhin als Exponent wie als Kritiker neokapitalistischer Bewußtseinsdustrien und immer neuer Nullmedien (H.M. Enzensberger) hervortreten. Mit einigen unvermuteten Allianzen im Übergang zu den neunziger Jahren (B. Strauß/E. Jüngr) sowie möglichst kontrastreich ausgewählten Ansichten zur Zukunft der Literatur am Ende der Gutenberggalaxis und im Übergang ins Informationszeitalter soll dieVorlesung schließen.
Einführende Literatur: Walter Delabar, Erhard Schütz (Hrsg.): Deutschsprachige Literatur der 70er und 80er Jahre. Autoren, Tendenzen, Gattungen. Darmstadt 1997. Dirk Matejovski, Friedrich Kittler (Hrsg.): Literatur im Informationszeitalter. Frankfurt a.M./New York 1996. Renate Matthaei (Hrsg.): Grenzverschiebung. Neue Tendenzen in der deutschen Literatur. Köln 1970. Peter Paul Schneider (Hrsg.): Literatur im Industriezeitalter. Marbach 1987. Erhard Schütz (Hrsg.): HighTech-LowLit? Literatur und Technik: Autoren und Computer. Essen 1991. Und als Information zum Problemzusammenhang Literatur und Technik sowie zu den vorangegangenen Vorlesungsteilen H. Segeberg: Literatur im technischen Zeitalter. Von der Frühzeit der deutschen Aufklärung bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Darmstadt 1997.
12.04.
Grußwort und Eröffnungsvortrag: "Hör-Kunst"
Dr.Christina Weiss, Kultursenatorin.
19.04.
1.Teil:
"Radiorecht und Radiopolitik auf der Schwelle zum Jahr 2000"
Prof.Dr.Wolfgang Hoffmann-Riem, Justizsenator a.D., Hans-Bredow-Institut.
2. Teil:
"Radiopraxis an der Schwelle zum Jahr 2000"
Dagmar Reim, Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Hamburg
26.04.
"Ars Acustica"
Klaus Schöning, Leiter des Studios Akustische Kunst, WDR, Köln
03.05.
"Digital Audio Broadcasting - der Radio Highway? Technik, Digitalisierung und die
Zukunft des Hörfunks"
Prof.Dr. Hans J. Kleinsteuber, Arbeitsstelle Medien und Politik
10.05.
"Zur Geburt des Hörspiels aus dem Geist der Operette"
Hermann Naber, freier Autor und Regisseur, Baden-Baden
17.05.
"Geschichte zum Hören - Hörbarmachen von Geschichte"
Jens Sparschuh, freier Autor, Berlin, und Andreas Stuhlmann, Literaturwissenschaftliches Seminar, Universität Hamburg
31.05.
"Auf der Jagd nach den verlorenen Frequenzgespenstern. Zur Verräumlichung des
Rauschens im Radio"
Ole Frahm, Torsten Michaelsen, Literaturwissenschaftliches Seminar, Freies Sender
Kombinat, Hamburg
07.06.
"Die Rolle des Radios in der Demokratiebewegung Osteuropas seit 1989"
Tom Bass , Radiomacher, Budapest
14.06.
"Vortex. Ein akustisches Palimpsest". Zu einer Audio-Installation an der Universität
Hamburg
Ronald Steckel, freier Autor, Berlin; Einführung: Marion Fiedler, Hörspielredaktion NDR alternativ:
"In Sack haun". Zu einer Hörspielproduktion im WDR.
Hermann Bohlen, freier Autor, Berlin
21.06.
"Sound poetry goes radio" - Klaus-Peter Dencker im Gespräch mit Franz Mon
Prof.Dr. Klaus Peter Dencker, Universität Trier, Kulturbehörde Hamburg, und Franz Mon, freier Autor, Frankfurt/M.
28.06.
"Radio im Netz"
Geert Lovink, Amsterdam
05.07.:
"text - stimme - körper: konstruktion von geschlecht im radio"
Christine Achinger, Dagmar Brunow, Janina Jentz, Regina Mühlhäuser, Freies Sender Kombinat, Hamburg
12.07.:
"The joy of Repitition - Die Lust an der Wiederholung"
Heiner Goebbels, Frankfurt/M.
Diese Ringvorlesung ist von Doktoranden des theater-, medien- und kulturwissenschaftlichen Teilforums des Kollegs der Promovierenden am Fachbereich Sprachwissenschaften mit Prof. Dr. Knut Hickethier konzipiert worden.
Seit der Entstehung des Films haben sich Theater und Film gegenseitig befruchtet. Viele Regisseure aus der Anfangsphase des Films haben ihre Laufbahn im Theater begonnen. 1945, als das deutsche Filmwesen zerstört war und viele Filmschaffende zur Bühnenarbeit zurückkehrten, dankte der Regisseur Helmut Käutner dem Theater für die Anregungen, die es der Filmgeschichte geschenkt habe. Aber nicht nur der Film profitiert vom Einfluß des Theaters: auch das Theater adaptiert filmische Methoden und verändert sich auf diese Weise.
Die Beiträge der Ringvorlesung setzen sich mit den unterschiedlichsten Aspekten des Medienwechsels von Theater und Film auseinander. Dabei sollen zum einen die Übergänge des Theaters zum Film anhand historischer und aktueller Beispiele erläutert werden. Zum anderen werden auch der Einsatz von filmischen Mitteln sowie die Umsetzung von Filmstoffen im Theater untersucht. Hierzu werden Beispiele gegeben aus den Bereichen der Schaubühne, der Musik, der Komik, der Ästhetik oder der praktischen Theaterarbeit. Begleitend zur Vorlesung werden Filme im Abaton-Kino gezeigt.
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