Universität - Fachbereich Sprachwissenschaften - Literaturwissenschaftliches Seminar - KVV Übersicht


Seminare Ib

Fortsetzungsveranstaltungen von Seminaren Ia

 

  • 07.203 Jörg Schönert
    Sem. Ib
    Dramen von J.W. Goethe und J.M.R. Lenz: 1770-1780 (T)
    (in Verbindung mit Erg.Sem. 07.280)
    2st. Mo 9-11 Phil 1203 Beginn: 12.04.

    Das Seminar Ib schließt an das Seminar Ia aus dem WiSe 98/99 an. Es erweitert die Einführung in die gattungsspezifische Textanalyse um den Bereich der Dramentexte. Grundlage dafür wird sein: Manfred Pfister: Das Drama. 9.Aufl. München 1997. Zugleich sollen auch Analyseverfahren für die Inszenierung des Dramentextes, für die `Aufführung`, erörtert werden.
    Neben den systematischen Aspekten zur Text- und Aufführungsanalyse erhalten kontextuelle Perspektiven ein besonderes Gewicht: die Dramentexte der beiden Autoren werden in den jeweiligen werkgeschichtlichen Zusammenhängen diskutiert, auf die poetologischen Debatten der Sturm-und-Drang-Bewegung bezogen und im Blick auf das Programm der Genie-Ästhetik befragt. Dazu treten sozial- und mentalitätsgesschichtliche Fragestellungen.
    Die Bezugstexte für das Seminar Ib sind in der Regel in Reclams Universalbibliothek zu erhalten ("Götz von Berlichingen", "Urfaust", "Die Soldaten", "Der Hofmeister" etc.).
    Die Erfahrungen des vorausgegangenen Seminars Ia werden für die Arbeit im Seminar Ib vorausgesetzt. Wer dieses Seminar im WiSe 98/99 nicht besucht hat, aber über entsprechendes Wissen verfügt bzw. es in `Nacharbeit` erwerben will, ist im Seminar Ib willkommen.
    Voraussetzung für den Leistungsnachweis (Seminarschein) sind: regelmäßige Teilnahme, Protokoll zu einer der Plenumssitzungen, Mitarbeit an der Vorbereitung und Gestaltung einer Plenumssitzung, schriftliche Hausarbeit (ca. 15 Seiten).
    Lektüre zur Vorbereitung auf das Seminar Ib: Matthias Luserke: Sturm und Drang. Stuttgart1997 (=RUB 17602); Dramen des Sturm und Drang. Interpretationen. Stuttgart 1997 (=RUB 8410).

    Es besteht die Möglichkeit, die Auseinandersetzung mit den Dramen von Goethe und Lenz für die Sturm-und-Drang-Zeit (1770-1780) durch die Mitarbeit in einem Ergänzungsseminar zur Dramatik des Sturm und Drang zu vertiefen, vgl. 07.280. Die Semesterpläne für das Seminar Ib und das Ergänzungsseminar werden von Mitgliedern des vorausgegangenen Seminars in der vorlesungsfreien Zeit rechtzeitig vor dem Beginn des SoSe 99 ausgearbeitet und am Anschlagbrett des LitS (Quergang 4. Stock) bekanntgegeben.
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  • 07.204 Hans-Harald Müller
    Sem. Ib
    Lyrik der Weimarer Republik
    2st. Mi 13-15 Phil 1203 Beginn: 07.04.

    Das Seminar Ib stellt eine Fortsetzung des Ia-Seminars aus dem Wintersemester 1998/99 dar. Studierende, die hinzukommen wollen, sind willkommen, sie sollten sich entweder beim Seminarleiter oder bei Studierenden, die das Seminar Ia mitgemacht haben, über den Stoff des Wintersemesters 1998/99 informieren.
    Die Auswahl der behandelten Autor(inn)en wird erst am Ende des Wintersemesters vorgenommen (Wünsche auch der hinzukommenden Studierenden können berücksichtigt werden), so daß ein genauerer Seminarplan erst in den Semesterferien ausgehängt werden kann. Im Zentrum des Seminars wird eine Anzahl klassischer Autor(inn)en der Moderne von Expressionismus Neuer Sachlichkeit und Naturlyrik stehen.
    Neben der Lyrikanalyse wird die Konzeption und Anfertigung von Hausarbeiten
    geübt.
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  • 07.205 Horst Ohde
    Sem. Ib
    Was heißt 'Erzählen'? Narrative Strukturen moderner Kurzprosa.
    4st. Di 14-16, AG Di 16-18 Phil 1373 Beginn: 06.04.
  • Das Seminar soll den Umgang mit neuen Erzählformen an Beispielen von moderner Kurzprosa einüben.-Nicht nur der Roman 'erzählt', auch Kurz- und Kürzesttexte sind fast immer aus narrativen Elementen aufgebaut, die allerdings oft erst in genauer Analyse der komplexen Textstrukturen sichtbar werden. Diesem Erzählen als einem bis heute durchgehaltenen Grundgestus literarischer Kommunikation gilt das Interesse des Seminars. Das Programm bietet dazu auf der einen Seite ein repräsentatives Spektrum von 'Übungsfällen' aus dem vielfältigen Angebot von Kurzprosa aus der Zeit von 1970 bis heute. Auf der anderen Seite sollen einige aktuelle Theorien zum Erzählen auf ihre Leistungsfähigkeit für die Arbeit mit moderner Erzählprosa vorgestellt und diskutiert werden.
    Was heißt 'Erzählen' heute? Die Frage sucht verschiedene 'neue' Möglichkeiten aufzuspüren, enthält zunächst aber die Problematisierung und Kritik eines Begriffs von Erzählen im traditionellen Sinne. Nicht zufällig ist in den 90er Jahren (wieder einmal) eine heftige Debatte zwischen 'experimentellen' und 'realistischen' Positionen unter den Jungschrifstellern -etwa Maxim Biller, Christian Döring, Thomas Hettche, Uwe Wittstock- entbrannt. Darin spiegelt sich ein wiederkehrendes Modell von Streit um das 'richtige', das heißt zeitgemäß neue Erzählen und seine Textformen. Grenzbereiche zur journalistischen Reportage und Glosse stehen auf dem Prüfstand, ebenso wie hochkomplexe Textstrukturen, die avantgardistische Entwicklungen aus Film und Cybertext umzusetzen versuchen. Eine Textliste als Kopiervorlage wird rechtzeitig ausgelegt werden, ebenso ein detaillierter Programmplan mit Arbeitshinweisen. Anmeldungen für Referate werden bereits in den Feriensprechstunden (oder schriftlich über das Geschäftszimmer) angenommen.

    Zum Einarbeiten in Probleme der Erzähltheorie siehe die entsprechenden Beiträge in:

     

  • 07.206 Angelika Jacobs
    Sem. Ib
    Exotismus in der deutschsprachigen Literatur der Jahrhundertwende (IntLit)
    2st. Di 11-13 Phil 1373 Beginn: 06.04.
  • Kaum ein Phänomen ist so facettenreich und schillernd, so präsent in allen Künsten wie das Exotische am Beginn dieses Jahrhunderts. In Deutschland hat es vergleichsweise spät Konjunktur. Entsprechend weitausgreifend und interdisziplinär sind auch die Versuche der wissenschaftlichen Beschreibung und Deutung. In diesem Seminar soll, über die traditionellen stoff- und motivgeschichtlichen Ansätze hinaus, mit Wolfgang Reif, dem Verfasser der bahnbrechenden germanistischen Studie zu diesem Thema, nach der Funktion des Exotischen in der Gesamtstruktur des Textes gefragt werden. Zu überprüfen ist auch Reifs These vom utopischen Grundmuster des Exotismus (intensive Vergegenwärtigung von Wunschräumen), das sich in der Epik als `exotistische Erzählstrategie' mit ihren verschiedenen Ausformungen des Verhältnisses von `Negativbild und Wunschbild' entfalte. Die für das Seminar ausgewählten Lektüren spielen an verschiedenen Schauplätzen des Orients und in der Südsee. Inwieweit diese Schauplätze Ziel einer Fluchtbewegung aus der Zivilisation sind, regressive Sehnsuchtsbilder mit Projektionscharakter, die getrennt von realen Reiseerfahrungen und einem Bewußtsein kultureller Fremdheit stehen, wird die eingehende Beschäftigung mit den einzelnen Texten zeigen. Da von den großen exotistischen Romanen Dauthendeys (Raubmenschen), Müllers (Tropen) und Döblins (Die drei Sprünge des Wang-lun) derzeit nur Müllers Tropen greifbar sind, wird sich das Proseminar auf Novellen und Erzählungen konzentrieren. Diese stammen vorwiegend aus dem Zeitraum von 1890 bis zum Ende des ersten Weltkriegs und repräsentieren verschiedene literarische Stilrichtungen. Behandelt werden Texte von Hofmannsthal, Lasker-Schüler, Dauthendey, Hesse, Edschmid, Müller und Musil. Sie sind, bis auf Robert Müllers Inselmädchen, in der Seminarbibliothek vorhanden. Eine Literaturliste sowie ggfs. Kopiervorlagen stehen ab Februar im Seminarordner zur Verfügung. Wir werden am 12.4. mit dem (von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorbereiteten) Text von Hofmannsthal beginnen.

    vorbereitende Lektüre:

    Literaturhinweise:

     

     


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