Theaterforschung als Kritische Wissenschaft
Die Theaterforschung an der Hamburger Universität begreift sich in Forschung und Lehre als kritische Wissenschaft. Der Begriff der kritischen Wissenschaft will dabei auf zweierlei verweisen: Theaterforschung soll hier als kritische Wissenschaft im Sinne der kritischen Theorie gedacht werden. Ihre Grundlage ist unausweichlich kritisch in dem Sinne, in dem man davon spricht, daß die Situation eines Patienten in der Intensivstation kritisch sei. Dadurch wird der ersten Bestimmung hinzugefügt, daß selbst noch die Kritik, die ihrer Tendenz nach an die Stelle klassischer Fundierungen treten könnte, einem beständigen Zweifel unterworfen bleiben muß.
Theaterforschung als kritische Wissenschaft orientiert sich in ihrem Selbstverständnis an dem Versprechen, das dem Theater selbst in seiner abendländischen Prägung innewohnt: Verhandlung über die öffentlichen Belange zu sein, die in ihm zur Darstellung kommen, Revision der an anderen Orten getroffenen Entscheidungen und insofern ein Ort und eine Zeit der Eröffnung auf das hin, was die Polis oder die Gesellschaft konstitutiv ausgeschlossen hat. Voraussetzung solcher Öffnung ist in der Theorie allerdings, daß die Kriterien der Wissenschaft selbst mit jedem Gegenstand neuerlich auf den Prüfstand gestellt werden. Das heißt: Der Gegenstand muß gegenüber der Methode seiner Betrachtung ein Einspruchs-, ja Mitgestaltungsrecht behalten. (...weiterlesen)
Aktuelles
Potentialanalyse der freien Theater- und Tanzszene in Hamburg
Die im Jahr 2010 im Auftrag der Kulturbehörde erstellte Studie wurde am 10. Juni 2011 im Kulturausschuss der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg vorgestellt und ist seither öffentlich. Sie kann hier heruntergeladen werden. (Die Anhänge befinden sich ab dem 01.07. auf der Agora Seite.)
Kleist-Ringvorlesung
Sommersemester 2011
"Kleist und die Ideologie des Ästhetischen" - Ringvorlesung in Kooperation mit der Heinrich von Kleist-Gesellschaft und dem Institut francais.
Änderungen im Programm: am 1. 6. fällt aus, 8. 6. Ulrike Haß, 22. 6. Julia Freytag
Ausschreibungen und Informationen
Kampnagel - RABIH MROUÉ / LINA SANEH, Beirut PHOTO ROMANCE
06. - 08. Oktober 2011 / 20:00h / K1
Photo Romance ist eines der erfolgreichsten internationalen Theaterstücke und eine ebenso
unterhaltsame wie beeindruckende Arbeit über die Freiheit der Kunst und unseren Umgang mit
politischen Realitäten. Durch die Vermischung von Fiktion und Realität dekonstruiert Rabih
Mroué die politische Logik ebenso wie die Illusion des Theaters und zeigt uns „Wahrheit‘‘ als die
Konstruktion von Möglichkeiten.
Information
Kampnagel - Stefan Kolosko - Die Stadt der verlorenen Utopien
ab 06. Oktober 2011
Der PROTOTYP der STADT DER VERLORENEN UTOPIEN wird momentan auf Kampnagel erbaut. Die Eröffnung, zu der wir Sie schon jetzt herzlich einladen möchten, ist am 6. Oktober. Stets dem Ort und den Menschen entsprechend rhizomorph wachsend, sollen in Zukunft unterschiedliche Städte der verlorenen Utopien auch auf anderen Bühnen entstehen…
Information
Ausschreibung
Call for Papers - 10. Erlanger Graduiertenkonferenz - 12. bis 13. November 2011
Die zehnte internationale und interdisziplinäre Graduiertenkonferenz an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gilt der Be-standsaufnahme und Analyse von (Re-)Präsentationen der Arbeitswelt. Hierbei soll an die etablierten wissenschaftlichen Diskussionen zum Thema ‚Arbeit‘ angeknüpft wer-den, wie sie etwa die Soziologie, Philosophie und Theologie führen. Die Konferenz möch-te eine entsprechende kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung vorantreiben. Sie richtet sich daher vor allem an NachwuchswissenschaftlerInnen der Kultur-, Sozial- und Geisteswissenschaften, denen sie ein Forum zur Diskussion bieten will.