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Prof. Dr. em. Harro Segeberg

Foto von Harro Segeberg

Büro
Von-Melle-Park 6, Rm. 1354
DFG-Projekt: Rm. 1210 (Tel. -5542)
Postadresse
Institut für Medien und Kommunikation
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg
Telefon
+4940 428 38
- 3881
Fax
- 3553

hsegeberg@uni-hamburg.de
harro_segeberg@magicvillage.de
Sprechstunden

Wissenschaftlicher Werdegang:

Geboren 1942 in Hamburg-Bergedorf;

Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie, Pädagogik in Hamburg und Tübingen; Promotion 1973; Habilitation 1984. Seit 1983 Professor für neuere deutsche Literatur und Medien in Hamburg.
Gastprofessuren an der Universität Michel de Montaigne Bordeaux III (1989/1990), Karl Franzens Universität Graz (2000). Gastdozent am Northern Institute of Technology (TU Hamburg-Harburg).
Präsidium der Theodor-Storm-Gesellschaft (seit 1996); Vorstand der deutschen Gesellschaft für Medienwissenschaft (1999-2003 1. Vors.; seit 2004 Beisitzer)


Hauptarbeitsgebiete:

Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts (u.a. Spätaufklärung, Weimarer Klassik, Romantik, Poetischer Realismus); Arbeit und Technik in der Literatur seit der Aufklärung; Literatur und Medien seit der Aufklärung; Ernst Jünger; Literarische Kinodebatten; Mediengeschichte des Films (Frühes Kino; Weimarer Republik, Drittes Reich, Fünfziger Jahre, Neuer deutscher Film); Strategien der Intermedialität (B. Brecht, A. Döblin u.a.).


Buchpublikationen:

Monographien: Friedrich Maximilian Klinger (1973); Literarische Technik-Bilder. Studien zum Verhältnis von Technik- und Literaturgeschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert (1987); Literatur im technischen Zeitalter. Von der Frühzeit der deutschen Aufklärung bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs (1997); Literatur im Medienzeitalter. Literatur, Technik und Medien seit 1914 (2003).

Herausgeber: Technik in der Literatur. Ein Forschungsbericht und zwölf Aufsätze (1987); Vom Wert der Arbeit. Zur literarischen Konstitution des Wertkomplexes ;Arbeit in der deutschen Literatur (1770-1910); Die Mobilisierung des Sehens. Zur Vor- und Frühgeschichte des Films in Kunst und Literatur (1996; 2. Aufl. 2000); Die Perfektionierung des Scheins. Das Kino der Weimarer Republik im Kontext der Künste (1999); Theodor Storm und die Medien. Zur Mediengeschichte eines poetischen Realisten (1999). Die Medien und ihre Technik. Theorien. Modelle. Geschichte (2004); Mediale Mobilmachung I: Das Dritte Reich und der Film (2004).

Mitherausgeber: Polyperspektivik in der Moderne. Zur Theorie, Geschichte und Wirkung der Literatur. Ernst Jünger im 20. Jahrhundert (1995); Die Modellierung des Kinofilms. Zur Geschichte des Kinoprogramms zwischen Kurzfilm und Langfilm (1998); Klassik und Anti-Klassik. Goethe und seine Epoche (2000).

Vollständige Publikationsliste Prof. Dr. Harro Segeberg


Forschungsprojekte:

DFG-Projekt Prof. Dr. Harro Segeberg:

"Medialität und Modernität im NS-Kino - Regionale Fallstudien zur Geschichte von Kino und Kinoprogramm (am Beispiel Hamburgs und anderer Metropol-Regionen)"

Das Projekt untersucht nicht Probleme der Medialität des NS-Regimes generell, sondern stellt Fragen nach der spezifischen Medialität des NS-Kinos. In diesem Kontext meint Medialität im Kino Strategien zur Produktion autonomer audiovisueller Erlebniswelten, die das ideologisch bekämpfte Leitbild Hollywood nicht nur nachahmen, sondern überbieten sollten. Die Kategorie der Modernität fragt in ähnlicher Weise nicht danach, ob der Nationalsozialismus überhaupt modern war, sondern danach, inwiefern das Kino des Nationalsozialismus die kommerzielle Ästhetik (R. Maltby 1998) eines dediziert modernen, weil populären Kinos (S. Hake 2002) praktiziert habe.

Um zu beschreiben, wie das Kino des Dritten Reichs auf seine Weise ,populär‘ sein wollte, haben Projektleiter und Mitarbeiterin bereits an anderen Orten unter dem Stichwort einer Medialen Mobilmachung vorgeschlagen, die Aufmerksamkeit nicht länger auf politisch-ideologische Instrumentalisierungen, sondern auf die Binnendynamik von Medienentwicklungen zu richten (vgl. Segeberg 2004/2006). Das jetzt zu bearbeitende Projekt führt diesen Ansatz fort und erweitert ihn um den Versuch einer systematischen Fallanalyse zur Produktion, Distribution, Präsentation und Rezeption des NS-Kinos anhand eines überschaubaren regionalen Beispiels.

Vor diesem Hintergrund versteht sich die Wahl des Fallbeispiels Hamburg nicht als ein weiterer Beitrag zu einer Kinogeschichte des Regionalen im Sinne eines lokalgeschichtlich Bedeutsamen. Vielmehr will das Projekt damit Ernst machen mit der Forderung, die Geschichte des Films in eine Mediengeschichte des Kinos mit den diese Mediengeschichte steuernden ökonomischen, programmästhetischen und rezeptionshistorischen Faktoren zu verwandeln. Mit dieser Horizonterweiterung will das Projekt die Ergebnisse einer regionalen Filmforschung mit den Problemstellungen einer allgemeinen Filmgeschichte vermitteln.

Projektleiter: Prof. Dr. Harro Segeberg

Wiss. Mitarbeiterin: Irina Scheidgen, M.A.; wiss. Mitarbeiter: Alexander Kohlmann, M.A.

sowie Stud. Hilfskräfte

Projektraum: Phil 1210; Tel.: 42838-5542

Wir freuen uns über Besuche und Anfragen!

  Impressum   Letzte Änderung: 4/20/2012