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Arbeitsstelle für Graphische Literatur (ArGL) Das Forschungsinteresse der Arbeitsstelle für Graphische Literatur der Universität Hamburg gilt den verschiedensten Aspekten der graphischen Literatur und Animationsforschung: Dies reicht von der Ästhetik der Comics bis zur Geschichte der graphischen Literatur im 20. Jahrhundert; von Vorläufermedien und Grenzgängern bis zur Analyse einzelner Werke und intermedialen Adaptionen und Bezügen. Unterschiedliche theoretische Positionen bündeln sich in einer interdisziplinär ausgerichteten Arbeitsstelle, deren Aufmerksamkeit dem vielfältigen Studium der graphischen Literatur und der audiovisuellen Animation gewidmet ist. In der Arbeitsstelle arbeiten Lehrende mit Studierenden, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern zusammen. Die Basis für diese Forschung wird seit 1990 durch den kontinuierlichen Aufbau einer Bibliothek für Primär- und Sekundärliteratur zum Thema graphische Literatur (Bédéthek) geschaffen, deren Umfang mittlerweile bei über 25.000 Medieneinheiten liegt. Die Bibliothek beherbergt dabei Schätze der graphischen Literatur aus verschiedenen Kulturkreisen und unterschiedlichster künstlerischer Provenienz. Zu finden sind neben Superheldencomics amerikanischer Prägung eine Vielzahl von Mangas, europäische Comicalben, Kinder- und Jugendpublikationen sowie Stripsammlungen und Graphic Novels. Hinzu kommt eine umfangreiche Sammlung an Sekundärliteratur zum gesamten Spektrum des Mediums. Die Verknüpfung einer Archivbibliothek dieses Umfangs mit einer Forschungseinrichtung ist im europäischen Vergleich einzigartig. Neben der wissenschaftlichen Erforschung der graphischen Literatur und des Animationsfilms hat es sich die ArGL zur Aufgabe gemacht, ihre Ergebnisse auch einer interessierten Öffentlichkeit außerhalb der Universität vorzustellen. Dazu gehören Vorträge, die Organisation von bzw. die Beteiligung an Ausstellungen und die Veranstaltung von Tagungen ebenso wie umfassende und regelmäßige publizistische Tätigkeiten in Presse (z.B. Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau), Fachmagazinen (u.a. Lexikon der Comics und Reddition) und zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen. Seit 2010 vergibt die ArGL zusammen mit der Roland Faelske-Stiftung den alle zwei Jahre ausgeschriebenen „Roland Faelske-Preis für Comic und Animationsfilm“ für akademische Arbeiten in diesen Forschungsfeldern. In Kooperation mit der AG Animation der Gesellschaft für Medienwissenschaft veranstaltet die ArGL in diesem Jahr vom 15.-17. November die Konferenz zur deutschsprachigen Animationsforschung „In Bewegung setzen ...“ an der Universität Hamburg. Mitglieder der Arbeitsstelle bieten zudem regelmäßig Lehrveranstaltungen an, um das Studium der graphischen Literatur, ihrer Ästhetik, Geschichte und Theorie zu ermöglichen. Außerdem existiert seit 2012 das studentisch geleitete „Comic-Kolloquium“, das allen Interessierten einen Raum für Austausch und Anregung, sowie die Möglichkeit zur Diskussion von Arbeitsvorhaben und Abschlussarbeiten bietet. Mitglieder der ArGL betreuen zudem studentische Abschlussarbeiten zu den Themenfeldern Comic und Animation. Seit 2001 sind Mitglieder der ArGL zudem an der von der Katholischen Universität Leuven im Internet publizierten wissenschaftlichen Zeitschrift Image & Narrative [I&N] als Mitherausgeber beteiligt, die verschiedenen Themen der Narrations- und Medientheorie gewidmet ist. 2002 veröffentlichte sie den Tagungsband Ästhetik des Comic im Erich Schmidt Verlag (Berlin). |
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