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Uralische Sprachen und Kulturen/ Uralic Studies (Master of Arts)

Im Masterstudiengang Uralische Sprachen und Kulturen / Uralic Studies werden Sie systematisch und auf einer theoretisch fundierten Basis an die praktische Beschäftigung mit den uralischen Sprachen und den Kulturen ihrer Sprecher herangeführt. Dabei können sich im Verlauf des Studium entweder auf die Beschreibung der Kulturen der Uralischen Völker spezialisieren oder sich schwerpunktmäßig mit den vielfältigen Erscheinungsformen der uralischen Sprachen in Europa und Asien befassen, von denen einige vom Aussterben bedroht sind.

Perspektiven

Als Studierende des Masterstudiengangs Uralische Sprachen und Kulturen / Uralic Studies erwerben Sie vertiefte, umfassende Kenntnisse der finnisch-ugrischen Sprachen und Literaturen sowie des jeweiligen historischen und soziokulturellen Kontextes. Über die „größeren“ Sprachen Estnisch, Finnisch und Ungarisch hinaus widmet sich der Studiengang auch den „kleineren“ Sprachen, die vorwiegend aus dem Gebiet der Russischen Föderation gesprochen werden. Das gleiche gilt für die Kulturen der Regionen, in denen uralische Sprachen gesprochen werden, wobei das Lehrangebot auch hier nicht auf die in der europäischen Union lebenden uralischen Völker beschränkt ist. Durch Ihr Studium qualifizieren Sie sich damit für Berufe, in denen das analytische Durchdringen von Problemfeldern unter Berücksichtigung unterschiedlicher sprachlicher und kultureller Faktoren im Mittelpunkt stehen – insbesondere im Kontext multiethnischer und / oder mehrsprachiger Gesellschaften.

Inhalte

Der Masterstudiengang Uralische Sprachen und Kulturen führt die Studierenden auf einer theoretisch fundierten Basis an die vertiefte praktische Beschäftigung mit den uralischen Sprachen und den Kulturen ihrer Sprecher heran.

Auf hohem wissenschaftlichem Niveau werden einerseits linguistische Kenntnisse vermittelt wobei der Schwerpunkt auf der Wechselwirkung von Sprache und Gesellschaft lieget, wie z.B. der Beschreibung regionaler und sozialer Varietäten, Kontakterscheinungen oder Fragen der Mehrsprachigkeit. Andererseits werden zentrale Fragen der Kulturwissenschaft behandelt, wobei die Beschreibung der traditionellen Kulturen ebenso zur Sprache kommt wie ihre modernen Varianten oder Fragen der kollektiven Identität. Auch hier spielen auf Kontakt und Akkulturation zurückzuführende Phänomene eine große Rolle.

Diese Schwerpunkte spiegeln sich in den für die Studierenden zur Wahl stehenden Fachprofilen wider:

I. Kultur der uralischen Völker

II. Uralische Sprachen

Das Studium im Fachprofil I Kultur der uralischen Völker vermittelt vertiefte Kenntnisse der Kultur uralischer Völker. Diese Kenntnisse werden dabei sowohl durch die Vermittlung eines erweiterten Überblickswissens als auch durch die intensive exemplarische Auseinandersetzung mit kulturellen Phänomenen, mit einzelnen Problemen der Geschichte, mit den wichtigsten Akteuren des kulturellen Lebens, und deren soziokulturellem Umfeld erworben. Dabei sollen auch die Fähigkeiten zur eigenständigen und kritischen Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur weiter ausgebaut werden. Die Basis hierfür bildet die vertiefte Vermittlung von methodischem Wissen im kulturwissenschaftlichen Bereich.

Das Studium im Fachprofil II Uralische Sprachen vermittelt vertiefte Kenntnisse im Bereich der uralischen Sprachwissenschaft, wobei sowohl exemplarische Kenntnisse über die Struktur einzelner (kleinerer) uralischer Sprachen als auch Überblickswissen in der vergleichenden Uralistik erworben werden sollen. Sprachtheoretische und typologische Fragestellungen sind hierbei ebenso Bestandteile des Studiums wie die Zusammenhänge zwischen Sprache, Denken und Handeln in der Gesellschaft sowie verschiedene Aspekte der Varietäten- und Soziolinguistik (z.B. die für alle Sprecher der „kleineren“ uralischen Sprachen typische Mehrsprachigkeit oder Fragen der Status- und Korpusplanung). Gleichzeitig wird die Fähigkeit zur eigenständigen und kritischen Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur ausgebaut. Auch die Beherrschung von sprach- und kulturwissenschaftlichen Methoden wird geübt und erweitert, insbesondere durch die Vermittlung und Erprobung empirischer Methoden zur Gewinnung von sprachlichen und kulturellen Daten.

Neben den in den beiden Profilbereichen thematisierten theoretischen, historischen und kontrastiven Aspekten der Kultur- bzw. Sprachwissenschaft umfasst der Masterstudiengang auch ein sprachpraktisches Ausbildungsprogramm in einer (ggf. einer weiteren) der “großen“ uralischen Sprachen Estnisch, Finnisch oder Ungarisch.

Ablauf

Der Masterstudiengang Uralische Sprachen und Kulturen / Uralic Studies gliedert sich in einen Pflichtbereich, einen Profilbereich, das Abschlussmodul und einen freien Wahlbereich.

1. Im Pflichtbereich (4 Module à 10 LP) belegen Sie das Sprachpflichtmodul sowie die Module Theorien und Methoden der Forschung in der Uralistik, Linguistische Theorien und Kulturwissenschaftliche Theorien.

2. Im Profilbereich besuchen Sie 3 Module à 10 LP aus dem von Ihnen gewählten Profil:

  • Fachprofil I Kultur der uralischen Völker "Sprache und Kultur", "Gesellschaft" sowie "Kulturelle Phänomene (Fallbeispiele)" oder
  • Fachprofil II Uralische Sprachen: "Sprachdokumentation", "Uralische Sprachen im Vergleich" sowie "Soziolinguistische Aspekte (Fallbeispiele)"

3. Im vierten Semester besuchen Sie das profilübergreifende Abschlussmodul (30LP)

4. Im freien Wahlbereich belegen Sie Veranstaltungen im Umfang von weiteren 20 LP, die Sie nach eigenem Interesse aus dem Wahlangebot anderer Studiengänge der Universität Hamburg oder aus den fachspezifischen Veranstaltungen des Institut für Finnougristik/ Uralistik wählen können.

Abschluss

Im letzten Semester des Masterprogramms, also in der Regel im vierten Fachsemester, wird das Abschlussmodul belegt. Es besteht aus einem Kolloquium (1 SWS / 1 LP), der Anfertigung einer ca. 80seitigen Masterarbeit (Bearbeitungszeit: fünf Monate; 24 LP), sowie einer 45minütigen mündlichen Abschlussprüfung (4 LP, inkl. Vorbereitungszeit). Bei der Berechnung der Endnote des Abschlussmoduls werden die Einzelleistungen mittels Leistungspunkten gewichtet. Die so ermittelte Endnote des Abschlussmoduls trägt mit einem Anteil von 25 % zur Gesamtnote des MA-Abschlusses bei. Die Ergebnisse der übrigen Modulprüfungen in Pflicht- und Profilbereich schlagen mit insgesamt 75 % in der Abschlussnote zu Buche.

Voraussetzungen

Für den Masterstudiengang Uralische Sprachen und Kulturen bestehen folgende besondere Zugangsvoraussetzungen:

ein erster berufsqualifizierender Abschluss einer deutschen oder anerkannten ausländischen Hochschule in einem der folgenden Haupt- oder Nebenfächer:

  • Finnougristik/Uralistik (Hungarologie, Fennistik, Estonistik, Finnougristik),
  • Allgemeine Sprachwissenschaft,
  • Skandinavistik,
  • Slavistik oder

in einem anders bezeichneten, aber inhaltlich äquivalenten Fach.

Bewerbung

Bitte stellen Sie Ihren Antrag auf Zulassung zu einem Masterstudiengang der Universität Hamburg über das zentrale Online-Bewerbungsportal. Die Bewerbungsfrist für die Zulassung zum Wintersemester 2011/2012 beginnt am 01. Juni 2011 und endet am 15. Juli 2011.

Wenn Sie den Antrag online ausgefüllt und elektronisch verschickt haben, senden Sie bitte die notwendigen Unterlagen (z. B. Transcript of Records, ggf. Nachweis über Sprachkenntnisse bzw. "Letter of Intent") zusammen mit einem Ausdruck Ihrer Online-Bewerbung (per Post) an die im Bewerbungsportal genannte Anschrift.

Sollten Sie zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung noch nicht über ein vollständiges BA-Zeugnis verfügen, können Sie sich auch mit einem vorläufigen Transcript of Records bewerben, in dem Ihre aktuelle Durchschnittsnote aufgeführt wird. Bitte legen Sie in diesem Falle den Bewerbungsunterlagen zusätzlich eine Bescheinigung des zuständigen Prüfungsausschusses bzw. Prüfungsamtes vor, aus der hervorgeht, dass für den erfolgreichen Studienabschluss nur noch Prüfungen ausstehen, die voraussichtlich zum Ende des laufenden Semesters stattfinden bzw. die Zulassung zur Bachelorabschlussarbeit vorliegt. In der Bescheinigung muss deutlich werden, dass voraussichtlich auch die Gutachten der Abschlussarbeit bis dahin zu erwarten sind.

Kontakt

Prof. Dr. Beáta Wagner-Nagy
Institut für Finnougristik/ Uralistik
Johnsallee 35
20148 Hamburg
Telefon: 040 - 42838-2787
beata.wagner-nagy{a}uni-hamburg.de

Aktuelles
  • Uralische Sprachen in Hamburg! Zum Wintersemester startet das Masterprogramm Uralische Sprachen und Kulturen. Es richtet sich an AbsolventInnen der Finnougristik, der Skandinavistik und der Slavistik sowie der Allgemeinen Sprachwisseschaft. Weitere Infos zum Studiengang finden Sie hier.

  • Bin ich drin? Sie haben sich um einen Studienplatz beworben und warten auf eine Rückmeldung? Ab dem 24.08. finden Sie den entsprechenden Bescheid auf Ihrem Bewerberaccount in STiNE. Weitere Infos erhalten Sie im Campus Center.
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    Letzte Änderung: 26.05.2011
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