Masterstudium in Hamburg
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Griechische und Lateinische Philologie (Master of Arts)

Der Masterstudiengang Griechische und Lateinische Philologie versteht sich als zeitgemäße Zusammenführung der traditionell an Universitäten gelehrten Fächer Klassische Philologie (Gräzistik und Latinistik), Byzantinistik (Geschichte und Kultur von Byzanz) sowie der Neugriechischen Philologie (Neogräzistik). Im Studiengang werden vertiefte und wissenschaftlich fundierte Kenntnisse einer der Sprachen und Literaturen (Alt-, Mittel-, und Neugriechisch, Lateinisch) sowie der dazugehörigen Kulturräume vermittelt.

Perspektiven

Der forschungsorientierte Studiengang berücksichtigt die aktuellen Anforderungen des akademischen Arbeitsmarktes, denn er bildet den wissenschaftlichen Nachwuchs aus und bietet ein solides Fundament für die anschließende Aufnahme eines Promotionsstudiums in einem der drei Profilbereiche. Die im Studiengang vermittelten profunden Kenntnisse der antiken Sprachen und Literaturen bzw. der neueren griechischen Sprache und Literatur bilden gemeinsam mit den im Verlaufe des Studiums erworbenen Schlüsselqualifikationen darüber hinaus eine herausragende Qualifikation für eine spätere berufliche Tätigkeit in kulturvermittelnden Berufsfeldern (Erwachsenenbildung, Bibliotheks- und Verlagswesen, Museen, Archive etc.).

Inhalte

Im Masterstudiengang Griechische und Lateinische Philologie können im Rahmen einer individuellen Schwerpunktsetzung durch die Wahl entsprechender Module folgende Fachprofile studiert werden: Gräzistik, Latinistik oder Byzantinische und Neugriechische Philologie.

Das Studium mit Schwerpunkt Gräzistik vermittelt vertiefte passive und aktive Kenntnisse des Altgriechischen. Die Kenntnis der antiken griechischen Literatur wird dabei sowohl durch die Vermittlung eines erweiterten Überblickswissens als auch durch die intensive exemplarische Auseinandersetzung mit einzelnen, wichtigen Monumenten der Literatur und deren soziokulturellem Umfeld vertieft, wobei Fähigkeit zur eigenständigen und kritischen Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur erreicht werden soll. Grundlegend ist dabei die vertiefte Vermittlung von methodischem Wissen sowohl im literatur- als auch im sprachwissenschaftlichen Bereich.

Das Studium mit Schwerpunkt auf Latinistik vermittelt vertiefte passive und aktive Kenntnisse der lateinischen Sprache. Die Kenntnis der lateinischen Literatur wird dabei sowohl durch die Vermittlung eines erweiterten Überblickswissens als auch durch die intensive exemplarische Auseinandersetzung mit einzelnen, wichtigen Monumenten der Literatur und deren soziokulturellem Umfeld vertieft, wobei Fähigkeit zur eigenständigen und kritischen Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur erreicht werden soll. Grundlegend ist dabei die vertiefte Vermittlung von methodischem Wissen sowohl im literatur- als auch im sprachwissenschaftlichen Bereich.

Das Studium mit dem Profil Byzantinische und Neugriechische Philologie vermittelt eine vertiefte Kompetenz in den Teilbereichen Byzantinische und Neugriechische Philologie, die eine erweiterte Sprachpraxis Neugriechisch einschließt. Die Kenntnis der byzantinischen und neugriechischen Literaturen wird dabei sowohl durch die Vermittlung eines erweiterten Überblickswissens als auch durch die intensive exemplarische Auseinandersetzung mit einzelnen, zentralen Texten der Literaturen und deren soziokulturellen Umfeld vertieft, wobei Fähigkeit zur eigenständigen und kritischen Auseinandersetzung mit der Forschungsliteratur erreicht werden soll. Grundlegend ist dabei die vertiefte Vermittlung von methodischem Wissen sowohl im literatur- als auch im sprachwissenschaftlichen Bereich.

Ablauf

Der Masterstudiengang gliedert sich in vier Studienbereiche:

  • Im Pflichtbereich (28 LP), der schwerpunktübergreifend organisiert ist, werden Sie in einem Orientierungsmodul (GLP-M1) individuell auf das Masterstudium vorbeitet. In drei weiteren Pflichtmodulen werden Sie systematisch an die Themenbereiche "Sprachgeschichte und Literatursprache" (GLP-M2) "Literatur & deren Theorie" (GLP-M3), "Spätantike/ Mittelalter/ Frühe Neuzeit" (GLP-M4) herangeführt.
  • Im Sprachpflichtbereich (12 LP) ergänzen und erweitern Sie – abhängig von Ihren Vorkenntnissen und Ihrem individuellen Studieninteresse – in einem weiteren Modul (GLP-M5/6/7) Ihre Sprachkompetenz in einer der drei angebotenen Profilsprachen Altgriechisch, Latein oder Neugriechisch.
  • Im Profilbereich (30 LP) spezialisieren Sie sich auf eines der drei angebotenen Fachprofile. In drei Modulen vertiefen Sie unter professioneller Begleitung systematisch Ihre forschungsbezogenen Kompetenzen und Ihr sachbezogenes Wissen im gewählten Profil und bereiten sich so auf die Anfertigung der Masterarbeit vor.
  • Der Wahlbereich (20 LP) dient der Stärkung Ihrer interdisziplinären Kompetenzen. Sie können zusätzlich Kenntnisse in anderen fachlichen Schwerpunkten erwerben oder auch ihr Wissen in anderen Fachdisziplinen erweitern und dabei lernen, über die Grenzen ihres eigenen Spezialgebiets hinaus zu denken. Sie können dazu entweder weitere Lehrveranstaltungen und Module aus dem Bereich der Klassischen Philologie bzw. der Neugriechischen Philologie sowie der Byzantnistik belegen oder Module aus dem entsprechend gekennzeichneten Wahlbereichsangebot anderer Studiengänge der Universität Hamburg auswählen.

Abschluss

Im letzten Semester des Masterprogramms, also in der Regel im vierten Fachsemester, wird das Abschlussmodul belegt. Es besteht aus einem Kolloquium (1 SWS / 1 LP), der Anfertigung einer ca. 80seitigen Masterarbeit (Bearbeitungszeit: fünf Monate; 24 LP), sowie einer 45minütigen mündlichen Abschlussprüfung (4 LP, inkl. Vorbereitungszeit). Bei der Berechnung der Endnote des Abschlussmoduls werden die Einzelleistungen mittels Leistungspunkten gewichtet. Die so ermittelte Endnote des Abschlussmoduls trägt mit einem Anteil von 25 % zur Gesamtnote des MA-Abschlusses bei. Die Ergebnisse der übrigen Modulprüfungen in Pflicht- und Profilbereich schlagen mit insgesamt 75 % in der Abschlussnote zu Buche.

Voraussetzungen

Für den konsekutiven Masterstudiengang Griechische und Lateinische Philologie besteht folgende besondere Zugangsvoraussetzung:

ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss einer deutschen oder anerkannten ausländischen Universität in einem der Fächer der Klassischen Philologie (Latinistik oder Gräzistik im Haupt- oder Nebenfach), Byzantinistik (Haupt- oder Nebenfach) oder Neogräzistik (Haupt- oder Nebenfach) oder eine Anzahl von mindestens 45 LP in einem der genannten bzw. sachlich-methodisch benachbarten Fächer. Im Falle einer angestrebten Profilbildung im Bereich der Byzantinischen und Neugriechischen Philologie zählen dazu alle geisteswissenschaftlichen Disziplinen, einschließlich der Theologie.

Für die im Rahmen des Studiengangs vorzunehmende Wahl eines Profils muß die angemessene Beherrschung der jeweiligen Zielsprachen bzw. der jeweiligen Zielsprache nachgewiesen werden:

  • Für das Profil Latinistik: Kenntnisse des Lateinischen im Umfang des Latinums und mindestens 22 LP in Lehrveranstaltungen mit lateinischer Ausgangs- und Zielsprache (von denen 12 LP im Rahmen des Studiengangs durch die Wahl entsprechender Veranstaltungen nachgeholt werden können) sowie Kenntnisse des Altgriechischen im Umfang des Graecums;
  • Für das Profil Gräzistik: Kenntnisse des Altgriechischen im Umfang des Graecums und mindestens 22 LP in Lehrveranstaltungen mit altgriechischer Ausgangs- und Zielsprache (von denen 12 LP  im Rahmen des Studiengangs durch die Wahl entsprechender Veranstaltungen nachgeholt werden können) sowie Kenntnisse des Lateinischen im Umfang des Latinums;
  • Für das Profil Byzantinische und Neugriechische Philologie: Kenntnisse des Neugriechischen in Wort und Schrift im Umfang von 30 LP.

 Die obligatorischen Sprachkenntnisse werden im Falle des Latinums und des Graecums durch entsprechende Bescheinungen der Behörde für Bildung und Sport bzw. der Fakultät für Geisteswissenschaften oder von dieser als gleichwertig anerkannten Bescheinigungen nachgewiesen. Die im Rahmen eines Bachelorstudiengangs erworbenen Sprachkenntnisse werden in der Regel durch das Transcript of Records des Diploma Supplements nachgewiesen.

Bewerbung

Bitte stellen Sie Ihren Antrag auf Zulassung zu einem Masterstudiengang der Universität Hamburg über das zentrale Online-Bewerbungsportal. Die Bewerbungsfrist für die Zulassung zum Wintersemester 2011/2012 beginnt am 01. Juni 2011 und endet am 15. Juli 2011.

Wenn Sie den Antrag online ausgefüllt und elektronisch verschickt haben, senden Sie bitte die notwendigen Unterlagen (z. B. Transcript of Records, ggf. Nachweis über Sprachkenntnisse bzw. "Letter of Intent") zusammen mit einem Ausdruck Ihrer Online-Bewerbung (per Post) an die im Bewerbungsportal genannte Anschrift.

Sollten Sie zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung noch nicht über ein vollständiges BA-Zeugnis verfügen, können Sie sich auch mit einem vorläufigen Transcript of Records bewerben, in dem Ihre aktuelle Durchschnittsnote aufgeführt wird. Bitte legen Sie in diesem Falle den Bewerbungsunterlagen zusätzlich eine Bescheinigung des zuständigen Prüfungsausschusses bzw. Prüfungsamtes vor, aus der hervorgeht, dass für den erfolgreichen Studienabschluss nur noch Prüfungen ausstehen, die voraussichtlich zum Ende des laufenden Semesters stattfinden bzw. die Zulassung zur Bachelorabschlussarbeit vorliegt. In der Bescheinigung muss deutlich werden, dass voraussichtlich auch die Gutachten der Abschlussarbeit bis dahin zu erwarten sind.

Kontakt

Prof. Dr. Christian Brockmann
Institut für Griechische und Lateinische Philologie
Von-Melle-Park 6
20146 Hamburg
Telefon: 040 - 42838-3653/ 4770
IGrLatPhil{a}uni-hamburg.de

Aktuelles
  • Uralische Sprachen in Hamburg! Zum Wintersemester startet das Masterprogramm Uralische Sprachen und Kulturen. Es richtet sich an AbsolventInnen der Finnougristik, der Skandinavistik und der Slavistik sowie der Allgemeinen Sprachwisseschaft. Weitere Infos zum Studiengang finden Sie hier.

  • Bin ich drin? Sie haben sich um einen Studienplatz beworben und warten auf eine Rückmeldung? Ab dem 24.08. finden Sie den entsprechenden Bescheid auf Ihrem Bewerberaccount in STiNE. Weitere Infos erhalten Sie im Campus Center.
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    Letzte Änderung: 01.06.2009
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