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Foto: HC Dahlmann

Über die Vorträge

Nach der von Enthusiasmus und Aufbruchsstimmung geprägten Wahrnehmung unserer östlichen Nachbarn in den 1990er und frühen 2000er Jahre hat sich der Blick auf Mittelosteuropa und Russland in den letzten Jahren wieder gewandelt. Ukrainekrise, Spannungen zwischen Russland und seinen Nachbarn, zunehmender Nationalismus, Demokratieabbau insbesondere in Ungarn und Polen, Flüchtlingskrise und fragile wirtschaftliche Lage – Mittelosteuropa steht vor großen Herausforderungen. Aus dieser Lage ergibt sich für die deutsche Forschung zu Osteuropa eine ganze Reihe von Fragen: Wie gehen wir damit um, dass die deutsche Wahrnehmung der Region zunehmend von Krisenphänomene geprägt ist? Bedarf die Osteuropaforschung einer neuen Ausrichtung und Architektur um diesen Problemen gerecht zu werden? Wo liegen neue Schwerpunkte der Osteuropaforschung und mit welchen inhaltlichen und methodischen Problemen muss sie sich auseinandersetzen? In welcher Form können sich die an der Osteuropaforschung beteiligten Disziplinen, in die aktuelle Debatte um Osteuropa einschalten? 

In der Vortragsreihe wird von führenden VertreterInnen der Osteuropaforschung aus drei Forschungseinrichtungen in Deutschland diesen Fragen nachgegangen. Es wird gefragt, inwiefern sich die deutsche Forschungslandschaft durch die politischen Umbrüche von 1989/91 verändert hat und wo die Schwerpunkte der neuen Forschungsaufgaben und – diskussionen liegen.