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SUMMARY:Litauisch-deutsche Lexikographie: vom handschriftlichen Lexicon Lithuanicum (17. Jh.) bis zum elektronischen LiVoLi
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DESCRIPTION:Vortragende: Assoc. Prof. Dr.  Lina Plausinaityte, Assoc. Prof. Dr. Skaiste Volungeviciene, beide Universität Vilnius\nDie deutsch‑litauische Lexikographie begann im 17. Jahrhundert mit handschriftlichen Wörterbüchern und war bis zum 19. Jahrhundert fast die einzige Existenzform der litauischen Lexikographie. Die handschriftlichen wie gedruckten Wörterbücher des 17. und 18. Jahrhunderts waren nicht nur Hilfsmittel bei der Übersetzung religiöser Literatur ins Litauische, sondern dienten auch zur systematischen Dokumentation des litauischen Wortschatzes und der Phraseologie. Die großen deutsch-litauischen Wörterbücher des 19. und zum Teil noch des 20. Jahrhunderts dienten größtenteils der Kodifikation und Aufbewahrung der litauischen Sprache und waren wenig auf die Kommunikationsbedürfnisse ausgerichtet. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewann die zweisprachige Lexikographie einen stärker anwendungsorientierten Charakter: Übersetzung, Fremdsprachendidaktik und Kommunikation traten in den Vordergrund, wobei die lexikographischen Werke weiterhin stark schriftsprachlich ausgerichtet blieben. Nach der Wende erlebte die deutsch-litauische Lexikographie einen kurzen Aufschwung der Buchproduktion, auf welchen eine längere und bis heute andauernde Flaute folgte. Die deutsch-litauische Lexikographie blieb von der Digitalisierung wenig betroffen und auf dem Feld der neuen elektronischen Lexikographie dominieren Internet‑Korpora und automatisch erstellte Onlinewörterbücher, deren Zuverlässigkeit viel zu wünschen übrig lässt. Vor diesem Hintergrund scheint die Entwicklung neuer, an technologische Möglichkeiten und moderne Kommunikationsbedürfnisse angepasster lexikographischer Ressourcen erforderlich zu sein. Unser vorerst noch sehr kleines Projekt eines digitalen litauisch-deutsch-litauischen Wörterbuchs LiVoLi, dessen Konzept im zweiten Teil des Vortrags vorgestellt werden soll, stellt einen Schritt in diese Richtung dar.\n
LOCATION:Philosophen-Turm, Von-Melle-Park 6, 20146 Hamburg, Phil Hörsaal F
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