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Aufbau
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Deutsche Sprache
Ältere deutsche Literatur
Niederdeutsche Sprache und Literatur
Skandinavistik
Deutsch als Fremdsprache
Jiddisch

Struktur des Instituts für Germanistik I


Struktur des IfG I
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Aufbau des Instituts

Im Institut für Germanistik I sind heute die Teilfächer Deutsche Sprache (Linguistik des Deutschen), Ältere Deutsche Literatur (germanistische Mediävistik), Niederdeutsche Sprache und Literatur (Linguistik und Literaturwissenschaft des Niederdeutschen) sowie das Fach Skandinavistik integriert.
Weiterhin gibt es eine Abteilung für den Bereich Deutsch als Fremdsprache mit einer Zusatzausbildung für Lehrer und Schüler verschiedener Muttersprachen. Daneben wird Jiddisch durch Lehrbeauftragte vermittelt.
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Geschichte des Instituts

Das Institut für Germanistik I, das heute zum Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft gehört, ist aus einer wissenschaftlichen Einrichtung hervorgegangen, die älter ist als die Universität Hamburg. Im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens wurde 1910 ein Deutsches Seminar eingerichtet und mit einem Ordinariat für Deutsche Sprachwissenschaft ausgestattet, auf das Professor Dr. Conrad Borchling berufen wurde. Hauptaufgabe in der Lehre war die Ausbildung von Oberlehrerinnen und Volksschullehrerinnen im Fach Deutsch. Mit der Gründung der Universität im Jahre 1919 wurde der Lehrstuhl Borchlings durch ein Extraordinariat für neuere deutsche Literaturgeschichte ergänzt, das mit Robert Petsch besetzt wurde. 1926 wurde diese Professur in ein Ordinariat umgewandelt und zusätzlich ein Extraordinariat für Deutsche Philologie eingerichtet.

Damit war jene Trennung der beiden Abteilungen des Deutschen Seminars eingeleitet, die sich heute noch im Bestehen von zwei unabhängigen Instituten der Germanistik, dem Institut für Germanistik I und dem Institut für Germanistik II, manifestiert. Diese beiden Institute firmierten seit 1926/28 unter den Namen Germanisches bzw. Literaturwissenschaftliches Seminar und erhielten erst im Jahre 1999 ihre heutigen Namen: Institut für Germanistik I und Institut für Germanistik II.

Im Jahre 1962 zogen beide Institute an ihren jetzigen Standort, den sogenannten "Philosophenturm" der Universität Hamburg, im Von-Melle-Park 6. Zu den herausragenden Persönlichkeiten der Institutsgeschichte gehört Agathe Lasch, die ihre Hochschullaufbahn in den USA aufgab, sich in Hamburg habilitierte und 1923 erste Professorin der Universität Hamburg wurde. Als Jüdin wurde sie ein Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Die Jubiläumsveranstaltung "Hundert Jahre Germanistik in Hamburg" fand 2010 im Agathe-Lasch-Hörsaal statt.
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Deutsche Sprache

Seit der 1968 einsetzenden Neuorientierung des Faches Deutsche Sprache und Literatur wurde die Gegenwarts- und Alltagssprache vermehrt Objekt von Forschung und Lehre am Institut. Damit einher ging eine theoretisch-methodische Neuorientierung des Teilfachs Linguistik. Neben modernen Syntaxtheorien wurden verstärkt seit Beginn der 70er Jahre und der sogenannten 'pragmatischen Wende' Sprechakttheorie, Pragma-, Sozio- und Psycholinguistik sowie Gesprächs- und Diskursanalyse, seit jüngster Zeit aber ebenso moderne Kommunikations- und Medientheorien berücksichtigt. Auch die Objekte der wissenschaftlichen Betrachtung sind ständig ausgeweitet worden.

Neben der Alltagssprache werden gegenwärtig die Sprache von Kindern und Jugendlichen, geschlechtsspezifische Sprache, Sprache der Höflichkeit, Sprache der Medien, Fach- und Wissenschaftsprachen, Sprache der Werbung, der Politik sowie Sprache und Kommunikation in Unternehmen und in sozialen Randgruppen in Lehrveranstaltungen und in der Forschung behandelt.
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Ältere Deutsche Literatur

Im Teilfach Ältere Deutsche Literatur wird deutschsprachige Textüberlieferung seit Beginn ihrer Verschriftung in der zweiten Hälfte des 8. bis ins 16. Jahrhundert und darüber hinaus bearbeitet. Dabei tragen die Problemstellungen sowohl dem heutigen literaturwissenschaftlichen Textbegriff Rechnung als auch dem Konzept der Mediävistik.

Seit 1968 im Münsteraner Sonderforschungsbereich angewandt, gilt es jetzt allgemein und meint Fragen der Medien der Texte, ihrer Überlieferungsgeschichte, Fragen der Mehrsprachigkeit in wechselnden Trägergruppen damaliger Literatur, Fragen der Textstrukturen und Texttypen, der semiotischen Muster sowie sie prägender historischer Wissenskomplexe und weitere Fragen geschichtlicher, vor allem kulturgeschichtlicher Situierung textlicher Kommunikation. Dies erfordert das Öffnen fachlicher Textbetrachtung hin zu Problemen und Ergebnissen der - in Hamburg zahlreich vertretenen - mediävistischen Nachbardisziplinen, was in der Forschung wie in den Lehrveranstaltungen geschieht.
Zur besonderen berufsqualifizierenden Kombination verschiedener mediävistischer Fächer gibt es einen speziellen Studiengang mit eigenen Universitätsabschlüssen (Mittelalter-Studien).
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Niederdeutsche Sprache und Literatur

Im Teilfach Niederdeutsche Sprache und Literatur, das in Hamburg eine lange Tradition hat und mit Agathe Lasch schon früh eine herausragende Forscherpersönlichkeit besaß, bilden derzeit zwei Wörterbuchprojekte (Mittelniederdeutsches Handwörterbuch, Hamburgisches Wörterbuch) einen wichtigen Arbeitsbereich mit Auswirkungen auch auf die Lehre (Themen zur Technologie und Lexikographie). Weitere Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind die Sprachgeschichte und die Verwendungsbereiche des Niederdeutschen.
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Skandinavistik

Gegenstand des Faches Skandinavistik sind Sprache, Literatur und Gesellschaft der skandinavischen Länder (Dänemark, Norwegen, Schweden, das schwedischsprachige Finnland, Island und die Faröer) in ihrer geschichtlichen Entwicklung und in ihrem wechselseitigen Zusammenhang. Daraus ergibt sich eine Gliederung der Skandinavistik in die Fachrichtungen Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Landeskunde (politik-, sozial- und kulturgeschichtliche Aspekte) sowie Sprachpraxis.

In Hamburg konzentrieren sich Forschung und Lehre derzeit auf die Bereiche Sprache, Literatur und Gesellschaft in Dänemark, Norwegen und Schweden. Gesamtskandinavistische Aspekte und vergleichende Betrachtungen über diese engeren Grenzen hinaus werden einbezogen, besonders in der Landeskunde. Ihren Schwerpunkt hat die Ausbildung in Hamburg auf den sprachlichen, literarischen und soziokulturelen Verhältnissen der neueren Zeit in den genannten Ländern. Das Fach wird derzeit durch eine Professur für Skandinavistik und je ein Lektorat für Dänisch, Norwegisch und Schwedisch vertreten.
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Deutsch als Fremdsprache

'Deutsch als Fremdsprache' bildet einen thematischen Schwerpunkt innerhalb des Teilfaches Deutsche Sprache. Er kann sowohl von Haupt- als auch NebenfachkandidatInnen mit angestrebtem Magisterabschluß (bzw. LehramtskandidatInnen 'Deutsch als Zusatzausbildung' DaZ) gewählt werden. In den diesem Schwerpunkt zugehörigen Lehrveranstaltungen werden z.B. Fragen des Zweitspracherwerbs, der Mehrsprachigkeit, der interkulturellen Kommunikation, der Sprachpolitik sowie des Sprachvergleichs behandelt.

Gemeinsam ist den Lehrveranstaltungen das Bemühen, die Selbstverständlichkeiten, die sich bei der Betrachtung der deutsche Sprache einstellen mögen, aufzudecken, um so strukturelle und funktionale Eigenheiten des Deutschen u.a. für eine Vermittlung aufbereiten zu können.



  Impressum   Letzte Änderung: 19. Oktober 2011