Profil des IMK
Das IMK hat eine lange Tradition in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit audiovisuellen Medienangeboten verschiedener Medien. Die Hamburger Medienwissenschaft war über mehrere Jahrzehnte vor allem durch ihren Fokus auf Einzelmedien (Film, Fernsehen, Radio/Audio usw.) bekannt, was in den 2010er Jahren durch eine zunehmende Medienkonvergenz im Digitalen obsolet erschien. Dies hat seither zu einem neuen Fokus auf die Wechselwirkung von Medien bzw. deren Zusammenwirken und ihre wechselseitige Transformation im Digitalen geführt. Dabei steht vor allem eine kulturwissenschaftlich orientierte Erforschung der Geschichte, der Theorien und der Analyse (der Ästhetik) von digitalen audiovisuellen Medien im Vordergrund unter Einbeziehung von fachspezifischen Ansätzen der Digital Humanities. Das IMK bewegt sich damit im Orientierungsrahmen der zuständigen Fachgesellschaft GfM und setzt eigene Schwerpunkte vor allem in der Erforschung der Transformation von bisherigen Medien (Film und Fernsehen verschwinden z.B. nicht, aber sie wandeln ihre Funktionen und besetzen immer wieder neue Felder gesellschaftlicher Kommunikation, so wie z.B. das lineare Fernsehprogramm immer mehr durch Mediatheken bzw. Angebote auf Streamingportalen ersetzt wird). Dabei bedient die Forschung am IMK die gesamte Bandbreite medialer Gattungen – Dokumentarfilm, Spielfilm, Animationsfilm, Lehrfilm, usw. – sowie Hybridformen und Transformationen im Digitalen. Ein jüngerer Schwerpunkt des Instituts liegt auf digitalen, interaktiven audiovisuellen Medien und auf dem digitalen Wandel der Medienkultur (mit Themen wie z.B. Demokratisierung, Teilhabe, Flucht und Migration, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Diversität).