Geschichte der Deutschen Sektion der ICLS
1973 wurde während einer Tagung über höfische Literatur der 'Modern Language Association' in Chicago die International Courtly Literature Society gegründet. Ziel der Gesellschaft ist es, "to promote the study of courts and court-related cultures, with particular reference to the written records of medieval vernacular genres" (vgl. Constitution); ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch der Forschungen zu Hof und Literatur unter literaturwissenschaftlichem Blickpunkt und zwar quer zu den Fachdisziplinen, vor allem der Mediävistik und Frühneuzeitforschung.
Die Gesellschaft ist derzeit durch nationale Sektionen in Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Portugal, Spanien, den Niederlanden, in Nordamerika, der Schweiz und in Deutschland vertreten. Der erste Veranstaltungsort der Deutschen Sektion war Tübingen mit dem Xth Triennial Congress im Sommer 2001.
Nach acht Jahren in Freiburg ist die Präsidentschaft der German Branch der ICLS am 1. Oktober 2013 von Prof. Dr. Dr. h.c. Schiewer nach Kiel zu Prof. Dr. Bihrer und Prof. Dr. Reuvekamp-Felber übergegangen. Erstmals in der Geschichte der Sektion wurde die Gesellschaft damit von einem Historiker und einem Germanisten gemeinsam geführt - was den interdisziplinären Anspruch der deutschsprachigen Mittelalterforschung, wie sie in der ICLS vertreten ist, besonders betonte. Am 01.12.2025 wählten die Mitglieder der ICLS Prof. Dr. Martin Baisch (Universität Hamburg) zum neuen Präsidenten der Deutschen Sektion. Als Geschäftsführerin ist PD Dr. Beatrice Trînca (HU Berlin) gewählt worden.