Wissenschaftlicher Dialog: Michael Ende, das Düsseldorfer Marionetten-Theater und Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch – Lena Kentmann und Anna Zamolska
14. Januar 2026, von Webredaktion IfG

Foto: Alina Behrend
Am Dienstag, 27.01.2026 um 18 Uhr c.t. dürfen wir Anna Zamolska, Puppenspielerin am Düsseldorfer Marionetten-Theater und Michael-Ende-Kennerin, und Lena Kentmann im Rahmen des Kolloquiums Visuelles Erzählen digital via Zoom begrüßen.
Ebenso spannend wie die Handlung des satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches (1989) von Michael Ende ist die Entstehungsgeschichte der ‚Zauberposse‘, die mit ihrem langen Titel in die (Kinder- und Jugend-)Literaturgeschichte eingegangen ist. Bereits Jahre vor der Publikation lag die Idee als Hörspiel unter dem Titel Der Zauberpunsch vor: Hexe und Zauberer hießen anders und hatten weniger klingende Namen, das Ganze hatte noch nicht die burleske Ernsthaftigkeit, die es heute hat. Regelmäßig bedrängt von Künstlerfreund und Marionettentheaterleiter Anton Bachleitner und dem Thienemann Verlag schreibt Michael Ende erst den Roman, dann die Theaterfassung, die am 20. November 1990 im Deutschen Schauspielhaus Hamburg unter der Regie von Götz Löpelmann Premiere feiert. Bei der Inszenierungsarbeit für das Marionettentheater treffen sich Michael Ende, Wilfried Hiller und Anton Bachleitner in München, wo sie gemeinsame Ideen für die Adaption entwickeln. Diese wird nur zwei Wochen nach der Premiere in Hamburg uraufgeführt – und avanciert zum größten Erfolg des Düsseldorfer Marionetten-Theaters. Sie gilt heute mit über 1.400 Vorstellungen als Düsseldorfer Kultstück, das seinen festen Platz im Weihnachtsprogramm hat.
Im Kolloquium wird Lena Kentmann ihre Abschlussarbeit vorstellen, in der sie Endes Roman mit der Adaption vergleicht – im Dialog mit Anna Zamolska, designierte Leiterin des Theaters. Sie wird über die Verbindung vom Düsseldorfer Marionetten-Theater und Michael Ende sprechen.

