Deutsche Sprache und Literatur (B.A.)
Sie können das Fach Deutsche Sprache und Literatur (oder im allgemeinen Sprachgebrauch auch „Germanistik“) im Rahmen eines Bachelor-Studiengangs wahlweise als Hauptfach oder als Nebenfach studieren. Die Zulassung zum Haupt- und Nebenfach ist zulassungsbeschränkt, d.h. es gibt mehr Bewerbungen als Studienplätze. Die Noten, mit denen in den letzten Jahren noch eine Zulassung im ersten Zulassungszyklus (Hauptverfahren) erfolgte, entnehmen Sie bitte der Auskunft des CampusCenter (PDF). Die Regelstudienzeit beträgt in Haupt- und Nebenfach sechs Semester. Sie können sich immer zum Wintersemester um einen Studienplatz bewerben.
Das Fach besteht aus den drei Teilfächern Linguistik des Deutschen (LD), Ältere deutsche Sprache und Literatur (ÄdSL) und Neuere deutsche Literatur (NdL). Eine Besonderheit des Faches Germanistik an der Hamburger Universität besteht darin, dass Sie sowohl innerhalb des Hauptfach- als auch des Nebenfachstudiums inhaltliche Schwerpunkte bilden können. Diese Schwerpunkte sind: Theater und Medien (T/M), Interkulturelle Literaturwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache (IntLit/DaF) sowie Niederdeutsche Sprache und Literatur (NdSL).Als Nebenfächer stehen ein breites Spektrum an Fächern aus verschiedenen Fakultäten der Universität Hamburg zur Verfügung, die Sie nach ihrem Interesse mit dem Hauptfach Deutsche Sprache und Literatur kombinieren können. Über besondere Anforderungen oder Zulassungsbeschränkungen Ihres Nebenfachs erkundigen Sie sich bitte auf der Webseite. Zusätzlich können Sieeine fachübergreifende Erweiterung Ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Optionalbereich erlangen. Hier stehen Lehrveranstaltungen aus der ganzen Universität zur Verfügung.Interessieren Sie sich für Themen wie das Erzählen biographischer Erfahrungen, die sprachlichen Ausprägungen kultureller Vielfalt oder die Möglichkeiten von computergestützten Analysen großer Textmengen? Diese Fragen können Sie in allen drei Teilfächern verfolgen und damit zentrale Themen und Problemstellungen aller drei Teilfächer kennenlernen. orientiert sich daran,Deutsche Sprache und Literatur als Gegenstand einer wissenschaftlichen Tätigkeit in vielen Facetten kennenzulernen, ist Ziel aller Teilfächer. Dazu gehören sowohl die unterschiedliche medialer Verfasstheit als auch die Vielfalt historischer, gesellschaftlicher, sprachlicher und kultureller Kontexte.
Sie erwerben Kenntnisse in unterschiedlichen Theorien und Methoden und lernen, diese kritisch und reflektiert anzuwenden. Verschiedene Lehrformate unterstützen eine theoretisch fundierte Auseinandersetzung mit literarischen Werken und Methoden zur Analyse sprachlicher Kommunikation. Neben den Grundlagen des selbständigen wissenschaftlich Arbeitens erwerben Sie kommunikative, analytische, historische, kulturelle und mediale Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen für entsprechende Berufsfelder.
Weiterführende Informationen und Links:
Studienfachberatung
Deutsche Sprache und Literatur Hauptfach
Optionalbereich des Hauptfachs (45 LP)
Der Optionalbereich gliedert sich in einen Fachspezifischen Wahlbereich und das Studium Generale. Im Fachspezifischen Wahlbereich sind insgesamt 30 Leistungspunkte zu erbringen, im Studium Generale 15 Leistungspunkte.
Fachspezifischer Wahlbereich (30 LP)
Optionen im Fachspezifischen Wahlbereich können fachnah (Wahlbereich DSL) oder fachübergreifend (Wahlbereich SLM) im Umfang von 30 Leistungspunkten frei gewählt werden. Die Leistungen werden im Fachspezifischen Wahlbereich (DSL-WB) erbracht.
Optionen für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur im fachspezifischen Wahlbereich
a. Teilnahme an ergänzenden Lehrveranstaltungen des Faches, die nicht bereits im
Rahmen des Hauptfachcurriculums absolviert worden sind. Vorlesungen werden
mit zwei Leistungspunkten und Seminare mit drei Leistungspunkten kreditiert.
Veranstaltungen, die hierfür in Frage kommen, sind mit der Modulsigle DSL-WB
gekennzeichnet.
b. Teilnahme an studentischen Seminaren, die im Rahmen eines studentischen Lehr
projekts (s. f) angeboten werden. Der erfolgreiche Abschluss wird mit drei Leis
tungspunkten kreditiert. Studentische Seminare tragen die Modulsigle DSL-WB.
c. Teilnahme als Zuhörerin bzw. Zuhörer an mehrtägigen Fachkonferenzen und wis
senschaftlichen Vortragsreihen. Die Teilnahme wird mit zwei Leistungspunkten
kreditiert und ist durch die Teilnahmebestätigung des Veranstalters zu belegen.
d. Teilnahme an einer fachnahen Summerschool oder Summeruniversity im In- oder
Ausland nach Rücksprache mit einer im Fach Lehrenden bzw. einem im Fach Leh
renden aus dem Kreis der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und des
akademischen Personals. Die Höhe der Leistungspunkte ist abhängig von den
ECTS-Angaben der Veranstalter bzw. der Dauer des Auslandsaufenthalts gemäß
§ 4 Absatz 3 PO B.A; die Teilnahme ist durch die Teilnahmebestätigung des Veran
stalters zu belegen.
e. Studentisches fachwissenschaftliches Projekt, das auch fachübergreifend gestal
tet sein kann; nach Rücksprache mit einer im Fach Lehrenden bzw. einem im Fach
Lehrenden aus dem Kreis der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und des
akademischen Personals können Studierende ein fachwissenschaftliches Projekt
durchführen. Dies beinhaltet die Bearbeitung eines selbstgewählten Themas, das
nicht aus einem Seminar hervorgehen muss oder das Seminarthema nur am Ran
de behandelt und nicht die Form einer klassischen Hausarbeit annehmen muss.
Die Durchführung wird mit fünf Leistungspunkten kreditiert und kann durch ei
nen Beitrag auf der Homepage des Fachbereichs den Angehörigen der Fachberei
che Sprache, Literatur und Medien I+II zugänglich gemacht werden. Eine Publi
kation in einem fachwissenschaftlichen Publikationsorgan kann entsprechend
verlinkt werden; über die Eignung als studentisches fachwissenschaftliches Pro
jekt entscheidet eine im Fach Lehrende bzw. ein im Fach Lehrender aus dem Kreis
der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und des akademischen Personals.
f. Studentisches Lehrprojekt; nach Rücksprache mit einer im Fach Lehrenden bzw.
einem im Fach Lehrenden aus dem Kreis der Hochschullehrerinnen und Hoch
schullehrer und des akademischen Personals können Studierende einzeln oder als
Team (2-3 Personen) ein Lehrprojekt durchführen. Die Durchführung wird mit fünf
Leistungspunkten kreditiert; über die Eignung des Studentischen Lehrprojekts
entscheidet eine im Fach Lehrende bzw. ein im Fach Lehrender aus dem Kreis der
Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und des akademischen Personals; bei
Eignung werden die Veranstaltungen in das Modul Fachspezifischer Wahlbereich
Universität Hamburg Seite 10
FSB „Deutsche Sprache und Literatur“ (B.A.) vom 2. September 2020
veröffentlicht am 3. November 2020
aufgenommen und können von Kommilitoninnen und Kommilitonen besucht
werden. Die Durchführung mit einer Mindesteilnehmerzahl von 5 Teilnehmern
und Teilnehmerinnen wird mit fünf Leistungspunkten kreditiert.
g. Mitarbeit bei den Produktionen der University Players – die Teilnahme wird mit
fünf Leistungspunkten kreditiert und ist durch die Teilnahmebestätigung der Pro
duktionsleitung zu belegen.
h. Lehrveranstaltungen und Studentische Seminare der Fachbereiche SLM I und II, die
für den Wahlbereich SLM freigegeben sind; hierunter fallen auch fachübergreifen
de Methodenseminare und Lehrveranstaltungen zu Schlüsselkompetenzen und
zur Berufsfelderkundung – Vorlesungen werden mit zwei Leistungspunkten und
Seminare mit drei Leistungspunkten kreditiert. Sprachlehrveranstaltungen wer
den entsprechend der Leistungspunkte kreditiert, die das Fach für sie ausweist.
Veranstaltungen, die hierfür in Frage kommen, sind mit der Modulsigle SLM-WB
gekennzeichnet.
i. (Auslands-)Praktikum mit Praktikumsbericht – die Höhe der Leistungspunkte ist
abhängig von der Dauer des Praktikums gemäß § 4 Absatz 3 PO B.A., die Dauer ist
durch Praktikumsvertrag oder Praktikumszeugnis und im Ausland durch entspre
chende landesübliche Dokumente zu belegen.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, im fachspezifischen Wahlbereich im Ge
samtumfang von 30 LP ein Auslandssemester oder ein mindestens dreimonatiges
Praktikum im In- oder Ausland zu absolvieren.
Für die Anerkennung eines Auslandssemesters im Umfang des Optionalbereichs (30
LP) müssen mindestens 10 SWS bzw. mindestens 5 Lehrveranstaltungen bzw. 30
ECTS in frei wählbaren Lehrveranstaltungen der Gastuniversität belegt werden. Der
Nachweis des Auslandssemesters erfolgt durch ein Transcript of Records, ein Learning
Agreement oder andere geeignete Nachweise. Bei einem Praktikum ist die Vorlage ei
nes Praktikumsvertrags oder Praktikumszeugnisses sowie eines Praktikumsberichts
Voraussetzung für die Anerkennung. Bei einem Praktikum im Ausland sind die lan
desüblichen Dokumente vorzulegen. Die drei Praktikumsmonate können auf mehrere
Praktika aufgeteilt werden.
Fachübergreifender Curricularbereich Studium generale (15 LP)
Im fachüberschreitenden Curricularbereich Studium Generale sind Lehrveranstaltungen im Umfang von 15 LP erfolgreich zu absolvieren. Es sind Lehrveranstaltungen zu belegen, die im Vorlesungsverzeichnis für den Curricularbereich Studium Generale gekennzeichnet sind. Andere Module und Lehrveranstaltungen können auf Antrag an den Prüfungsausschuss nach Maßgabe von § 8 im Curricularbereich Studium Generale angerechnet werden.
Deutsche Sprache und Literatur Nebenfach
Berufsmöglichkeiten
Das Bachelorstudium eröffnet Zugangsmöglichkeiten zu einer Vielfalt von Berufsfeldern, in denen Sie die erworbenen Fähigkeiten umsetzen können:
Unsere Absolvierenden arbeiten in Berufen, in denen kommunikative, analytische, historische, kulturelle und mediale Kompetenzen gefragt sind. Wie jedes geisteswissenschaftliche Studium handelt es sich auch bei einem Studium der „Deutschen Sprache und Literatur“ nicht um eine direkte Berufsausbildung. Die Berufsvorbereitung im engeren Sinne erfolgt geleitet von Ihren Interessen über Praktika, Hospitanzen, Tätigkeiten als studentische Hilfskraft oder ähnliches. Oft bietet sich auch der Abschluss eines weiterführenden Master-Studiums an. Häufige Berufsfelder sind:
- Bildungsarbeit (Sprach- und Kulturvermittlung, z.B. Deutsch als Fremdsprache/Zweitsprache) in außerschulischen Kontexten für unterschiedliche Adressatengruppen, z.B. Erwachsenenbildung, Hochschuldidaktik oder Vorschulerziehung in staatlichen, gemeinnützigen und privaten Institutionen
- wissenschaftliche Tätigkeit in universitären Forschungsprojekten, Forschungskooperationen mit außeruniversitären Partnerinstitutionen und kulturellen Einrichtungen, Forschungsmanagement
- Medienarbeit und Journalismus
- Tätigkeit in Kulturinstitutionen wie Theater, Literaturhäuser, Museen, Bibliotheken
- Tätigkeit in Verlagen und im Buchhandel
- Arbeit in Bibliotheken, Archiven und Dokumentationseinrichtungen
- Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Marketing
- Verwaltung und Behörden
- Wirtschaft (insbesondere Personalwesen)
- Therapie und Betreuung (z.B. Diagnose und Behandlung von Sprachstörungen)
Die dreijährige Regelstudienzeit ermöglicht Ihnen nach und nach eine Spezialisierung entsprechend Ihrer eigenen Interessen. Die Einführungsmodule vermitteln grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten in allen Teilfächern. Aufbaumodule bieten Ihnen erste Wahlmöglichkeiten, um interessegeleitet Inhalte und methodische Zugänge vertiefen oder verbreitern zu können. Vertiefungsmodule ermöglichen Ihnen eine Spezialisierung in zwei der drei Teilfächer. Durch forschendes Lernen an beispielhaften Gegenständen gehen Sie hier eigenständig tiefergehenden Fragestellungen nach. Durch die Wahl entsprechender Lehrveranstaltungen können Sie thematische Schwerpunkte wie ‚Theater und Medien‘, ‚Interkulturelle Literaturwissenschaft‘, ‚Deutsch als Fremdsprache‘ und ‚Niederdeutsche Sprache und Literatur‘ bilden. Grundlegende Fertigkeiten und Kenntnisse des jeweiligen Schwerpunkts akzentuieren Ihr Studium der „Deutschen Sprache und Literatur“.
Studieninhalte
Gegenstände des Faches sind die deutsche Sprache und Literatur in ihren unterschiedlichen medialen Ausprägungen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Sie untersuchen Inhalte, Formen und Funktionen sowie ihre historischen und aktuellen Beziehungen zu anderen Sprachen, Literaturen und Kulturen.
Teilfächer
Die Strukturen, Elemente und Formen der deutschen Sprache werden im Teilfach ‚Deutsche Sprache‘ einer sprachwissenschaftlichen Betrachtung unterzogen. Welche Ausdrucksmittel tauchen wann, in welcher Form und in welcher Funktion auf? Inwiefern lassen sich bestimmte Formen und Verfahren im Zusammenhang mit Ausübung von Macht und Einflussnahme beschreiben? Was macht Texte und Diskurse verständlich und inklusiv? Diese Fragen, bei deren Bearbeitung eine professionelle Sprachbetrachtung notwendig ist, sind Bestandteile einer offenen Liste, die Sie gemäß Ihrer Interessen ergänzen können. Zu dieser möglichen Betrachtung gehören sowohl gegenwärtige Ausprägungen des Deutschen als auch seine historische Entwicklung(en). Eine Beschäftigung mit Strukturen und Formen beinhaltet die Befassung mit dem Deutschen als Sprachtyp und als Mittel historisch-gesellschaftlicher Praxis und Identität sowie die Rekonstruktion von Funktionen im konkreten Gebrauch und Interaktion. Die notwendigen methodischen Schritte in der Bearbeitung Ihrer Fragestellungen sowie Fragen des Umgangs mit Forschungsdaten spielen gemäß der breiten empirischen Tradition der Linguistik an der Universität Hamburg ebenfalls eine zentrale Rolle und garantieren den Anschluss zur aktuellen Forschung.
‚Ältere deutsche Sprache und Literatur‘ ist als Teilfach des Studiengangs ‚Deutsche Sprache und Literatur‘ zugleich Teilgebiet einer fächerübergreifenden Mediävistik. Sie befasst sich mit der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters und der frühen Neuzeit, also mit Texten vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen sowohl die literarischen Werke selbst – etwa höfische Romane, Minnesang, Tierepik, Zaubersprüche und frühneuzeitliche Reiseberichte – als auch ihre historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge. Dazu gehören Fragen der Entstehung und der handschriftlichen Überlieferung der Texte, ebenso wie theoretische und methodische Grundlagen der mediävistischen Forschung. Ein besonderes Profil der Hamburger germanistischen Mediävistik ergibt sich aus der engen Verbindung von Literaturwissenschaft, Theoriebildung und interdisziplinärer Forschung. Sie erwerben daher nicht nur philologische Kompetenzen (wie z.B. Handschriftenkunde und Editionstechnik), sondern Sie erhalten auch Einblicke in die Ästhetik und Poetik der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Literatur, in sozial- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen (insbesondere Geschlechtergeschichte und historische Anthropologie), die Medialität und Materialität der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Literatur.
Die deutschsprachige Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart steht im Mittelpunkt des Teilfaches ‚Neuere deutsche Literatur‘. Unsere Gegenstände sind fast alle Formen des geschriebenen Wortes in ihren systematischen und historischen Zusammenhängen. Dabei kann es sich um erfundene Geschichten („Fiktionen“) ebenso handeln wie um die künstlerische Verwendung von Sprache jeglicher Art. Die Seminare behandeln sowohl Texte der sogenannten „Hochkultur“, der Populärkultur wie der Literatur für Kinder und Jugendliche. Kritisch diskutieren wir auch Versuche einer Grenzziehung zwischen diesen Bereichen. In der Hamburger Germanistik widmen wir uns immer wieder den Arten und Weisen, wie Literatur kulturelle Ordnungen verhandelt, sie bestärkt oder unterwandert, z.B. unsere historisch wandelbaren Vorstellungen von Geschlecht oder von Emotionen. Viele Veranstaltungen behandeln das Verhältnis von Literatur zu anderen Künsten und Medien, sei es historisch in Seminaren zum Musiktheater oder ganz aktuell in solchen zur Veränderung der Literatur unter digitalen Bedingungen. In Veranstaltungen aus dem Bereich der „Digital Humanities“ erweitern computergestützte Methoden traditionelle Herangehensweisen an das Textverstehen.
Schwerpunkte
Das Studium des Schwerpunkts Niederdeutsche Sprache und Literatur dient dem Erwerb einer regionalspezifischen sprachlichen und kulturellen Kompetenz. Es erschließt das gemeinsame Wissen einer nordeuropäischen, vor allem hansisch und städtisch geprägten Gesellschaft im Mittelalter und in der frühen Neuzeit und thematisiert die aktuelle Entwicklung der regionalen Sprache und Kultur in Norddeutschland.
Im Studienangebot des Schwerpunkts Theater und Medien stehen Sprache, Erzählungen und künstlerische Darstellungsweisen im Zusammenhang von etwa Theater, Film, Fernsehen oder sozialen Medien im Mittelpunkt. Dies geht manchmal (z.B. durch Seminarangebot aus der Medienwissenschaft) über die Germanistik im engeren Sinne hinaus und schärft so den Blick auf die Gegenstände des eigenen Fachs. Die Veranstaltungen vermitteln teils ein historisches Verständnis vom Theater, Medien, ihren Institutionen und ihrem gesellschaftlichen Stellenwert, teils widmen sie sich der aktuellen Kulturszene in der Theater- und Medienstadt Hamburg. Kooperationen mit entsprechenden Kulturinstitutionen stehen immer wieder auf dem Programm.
Der Studienschwerpunkt Interkulturelle Literaturwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache behandeln die literarische Verarbeitung von Mehrsprachigkeit und Interkulturalität als Gegentand von Literatur und als Gegenstand der Sprachvermittlung und als Mittel zur Bewältigung des Alltags in der Zielsprache Deutsch. Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen der Migration, des Sprach- und Kulturkontakts sowie der Gestaltung interkultureller Kommunikation bestimmen die Inhalte der Studienschwerpunkte Interkulturelle Literaturwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache. Der Bereich Interkulturelle Literaturwissenschaft widmet sich der Beschäftigung mit literarischen Texte und Erzählformen in denen sich kulturelle wie sprachliche Vielfalt verhandelt finden. Dazu gehören etwa Werke der Exilliteratur, der sogenannten Migrationsliteratur und die Diskussion aktueller Fragen postkolonialer Studien und postmigrantischer Literatur.Formen von Mehrsprachigkeit in Interaktionen des Alltags bis hin zu Fragen der Sprachvermittlung im Unterricht unterschiedlicher Bildungsinstitutionen unter Berücksichtigung des Sprachvergleichs stehen im Mittelpunkt des Studienschwerpunktes Deutsch als Fremdsprache.
Was das Studium der Germanistik an der Universität Hamburg besonders attraktiv macht:
• Medien- und Kulturstadt Hamburg: Sie studieren in einer Stadt mit einem großen medialen und kulturellen Angebot (Verlage, Theater, Kinos, Lesungen, Konzerte, Radio- und Fernsehanstalten usw.). Nicht nur können Sie studienbegleitend dieses Angebot zu oft vergünstigten Studierendenpreisen wahrnehmen. Im Lehrangebot kommt es auch häufig zu Kooperationen mit den entsprechenden Einrichtungen.
• Forschungsnahe Lehre: Seminare knüpfen häufig an aktuelle wissenschaftliche Arbeiten der Lehrenden an, so dass Sie die Möglichkeit haben, aktuelle Fragestellungen der Forschung kennen zu lernen oder vielleicht auch als studentische Hilfskraft in einem Forschungsprojekt zu arbeiten.
• Verbünde: Die Forschung der Hamburger Germanistik findet in Verbünden mit anderen Wissenschaften statt. Die Linguistik des Deutschen arbeitet etwa mit anderen Sprachwissenschaften und der Hamburger Erziehungswissenschaft an Fragen der sprachlichen Vielfalt. Die Ältere Sprache und Literatur betreibt mit anderen mediävistischen Fächern auch über Hamburg hinaus Mittelalterstudien. In der Neueren deutschen Literatur gibt es zahlreiche Kooperationen von den Kunst- und Musikwissenschaft bis hin zum Zentrum zur Erforschung der weltweiten Geschichte von Manuskriptkulturen. Durch Teilnahme an entsprechenden Tagungen oder Ringvorlesungen schaffen Sie sich ein breites Feld vernetzten Wissens und können zudem Leistungspunkte für Ihren Optionalbereich erwerben.
Studienfachberatung
Allgemeine Studienfachberatung
Alle Professorinnen und Professoren des Instituts für Germanistik (Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit)
Anerkennung auswärtiger Leistungen
PD Dr. Michael Baldzuhn
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum: B7001
Telefon: +49 40 2395-24780
E-Mail: michael.baldzuhn"AT"uni-hamburg.de
Prof. Dr. Kristin Bührig
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum C7004
Telefon: +49 40 2395-24775
E-Mail: kristin.buehrig"AT"uni-hamburg.de
Prof. Dr. Marcus Twellmann
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum B7013
Telefon: +49 40 2395-24535
E-Mail: marcus.twellmann"AT"uni-hamburg.de<br /><br />(marcus.twellmann"AT"uni-hamburg.de)
Studienfachberatung Juniorstudium
Prof. Dr. Doerte Bischoff
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum: B7009
Tel.: +49 40 2395-24811
E-Mail: doerte.bischoff"AT"uni-hamburg.de
BAFöG-Förderdozent
Prof. Dr. Wolfgang Imo
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum: C7007
Telefon: +49 40 2395-21685
E-Mail: wolfgang.imo"AT"uni-hamburg.de
Beratung ERASMUS
Ausführlichere Informationen zu ERASMUS finden Sie im Abschnitt „Internationales“.
E-Mail: erasmus.geisteswiss"AT"uni-hamburg.de
Schwerpunkt Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ)
Prof. Dr. Kristin Bührig
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum: C7004
Telefon: +49 40 42838-4775
E-Mail: kristin.buehrig"AT"uni-hamburg.de<br /><br />(kristin.buehrig"AT"uni-hamburg.de)
Schwerpunkt Niederdeutsche Sprache und Literatur
Dr. Yvonne Hettler
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum: B8004
Telefon: +49 40 2395-24789
E-Mail: yvonne.hettler@uni-hamburg.de<br /><br />(ingrid.schroeder"AT"uni-hamburg.de)
Schwerpunkt Theater und Medien
Prof. Dr. Martin Jörg Schäfer
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum: B7012
Tel.: +49 40 2395-22539
E-Mail: martin.joerg.schaefer"AT"uni-hamburg.de
Alte Studiengänge (Magister / Staatsexamen)
PD Dr. Bernd Stenzig (alte Studiengänge)
Sprechstunden nach Vereinbarung
E-Mail: bernd.stenzig@uni-hamburg.de
BA-Beauftragte für das Fach Deutsche Sprache und Literatur
Prof. Dr. Kristin Bührig
Sprechstunden Vorlesungszeit / vorlesungsfreie Zeit
Raum: C7004
Telefon: +49 40 42838-4775
E-Mail: kristin.buehrig"AT"uni-hamburg.de<br />(kristin.buehrig"AT"uni-hamburg.de)
Fachspezifische Bestimmungen (Studienordnungen) in allen Fassungen
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) Neufassung vom 02.09.2020
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) Änderung vom 23.05.2018
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) Neufassung vom 09.07.2014
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) Änderung vom 06.07.2013
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) Neufassung vom 08.07.2009 und 07.07.2010
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) Änderung vom 04.06.2008
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) Änderung vom 05.09.2007
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) Änderung vom 25.10.2006
- FSB für den B.A. Deutsche Sprache und Literatur (PDF) vom 23.11.2005